Season 3 Worsh Jotharsson

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Ark Char
Worsh Jotharsson
#1
Seid gegrüßt,
mein Name ist Jann, bin 31 Jahre und komme aus Berlin. Rollenspielerfahrung ist viel vorhanden. Zuletzt habe ich in der zweiten season bei Anzah mitgemacht in der Verkörperung von Slifk und Sievert. Für die kommende dritte Version folgt nun meine Bewerbung für meinen Char. Viel spaß.
SteamID 64: 76561197968326749
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Name: Worsh Jotharsson
Wohnort: Jagdlager im Wald vor Hoelbrak
Familie: Das Rudel
Beruf: Krieger/Zimmermann, Hobbykoch
Aktuell: Grauwolfsöldner auf Ruhmzug

Das schallende Licht

Man konnte Worsh's Freude geradezu spüren, ja geradezu in ihr baden, warf man ihm nur einen vorbeilaufenden, flüchtigen Blick zu. Sein Mund verzog sich zu einer freudigen Schnute, gleich eines Kindes welches sein erstes Übungsmesser erhielt oder ein Bursche der in frühen Jahren seinen ersten Kuss von einem Weib erhielt. Tief seufzend wandte er seinen Blick von der Pfütze ab in der es sich gerade ein Schwein suhlend bequem machte. Worsh drehte sich zur Tür der Stadtwache herum, welche nun endlich schlagartig aufsprang und einen sichtlich schlecht gelaunten Mjönar zum Vorschein brachte. „Na, gute Ausbeute? Oder hat sich der Kommandant mal wieder…“unabsichtlich“ verzählt?“ Mjönar sah enttäuscht zurück. „Nein. Dieses Mal kürzte er das Gehalt absichtlich! Wahrscheinlich für die Beerdigung seines ach so geliebten Archivschrankes. Hier dein Anteil!“ Mjönar warf Worsh ein kleines Bündel zu, welches er sogleich öffnete und nachzählte. „He nur 60?! Hat er so viel abgezogen,sodass wir beide nur noch je 60 Goldmünzen kriegen?“ Mjönar sah zu seinem Arkterus Rogan herab. „ Nein, 200. Durch drei gibt ca. 60, der Rest kommt in die Lagerkasse.“ „Wie durch drei?“ Fragte Worsh und legte den Kopf schief. „Ich, du und Rogan hier.“ entgegnete Mjönar erklärend. „Achsoooo, dann aber durch vier.“ Entgegnet Worsh lächelnd. Mjönar sah entsetzt zu ihm herüber. „Du hast doch nicht etwa…?“ Worsh zeigte stolz auf die Pfütze neben dem Eingang der Wache wo sich gerade sein Schwein herumwälzte und zu quieken begann. „Doch! Darf ich vorstellen?! Sigi der III. Und DU lässt dieses Mal deine Axt stecken! Keiner fässt meinen Sigi an!“ Mjönar wandte sich kopfschüttelnd von ihm ab und ging los. Worsh's Miene verzog sich zu einem erbosten Blick als Mjönar es nicht einmal für nötig hielt das Schwein gebührlich in ihrer Mitte zu empfangen und polterte stampfend zum Schwein hinüber als er, als er das Schwein erreicht, alles vergaß, erneut eine vergnügte Schnute zog um dann mit dem Schwein an der Leine Mjönar zu folgen.

Einige Tage später erreichten sie das Jagdlager des „Grauwolfs“ vor Hoelbrak. Wie gewohnt prahlten Mjönar und er am Abend während des Lagerfeuers in alter Manier ihres Volkes über ihre Heldentaten und über die Abenteuer die sie erlebt hatten. Die Krüge ließen Bier und Wein ebenso schnell hineinfließen, wie sie die Leute betrunken machten. Doch eines fehlte nie an diesen Abend in ihren Erzählungen: der >Dank< an die Götter und ihren Segen, ebenso an die Geister der Natur.

Es war spät geworden und ein jeder des Rudels ist entweder beim Trinken am Feuer eingeschlafen oder verzog sich frühzeitig in seine Unterkunft. Worsh starrte noch eine Weile ins Feuer als er plötzlich ein raunen des Donners und das aufblitzen des Lichtes vernahm. Er reckte seinen Kopf nach hinten um direkt in den Himmel zu sehen, als er auch schon den prasselnden Regen auf sich herabfallen spürte. Er begann zu lächeln und ebenso laut zu lachen. Arme ausbreitend erhob er sich von seinem Platz und schrie den Namen Thor gen Himmel. Er wusste das der Sohn Odins seinen Hammer schlug, ihm selbst jedoch nichts zu leide tun würde, nach all dem Ruhm den er ihm und den Göttern beschert hatte. Er erfreute sich des Donners und Blitzes zugleich und begann nasstriefend um das Lagerfeuer zu tanzen. Schließlich blendete ihn ein Blitz und ein ohrenbetäubender Donner ließ ihn ehrfürchtig zusammen zucken. Nach Sekunden der Blendung sah er um sich und erblickte lodernde Flammen in der Scheune, in der er sein Schwein Sigi zum Schlafen gebettet hatte. Er rannte ohne Zögern hinüber, riss die Tore der Scheune auf und Schritt schnellen Schrittes hinein. Die Hitze und der erstickende Qualm des Feuers umarmten ihn wie ein willkommenes Grab, als er suchend umherblickte. Und da sah er es... sein Schwein. Angebunden an einen Metallring an der Wand. Er rannte hinüber um es schließlich von seinen Fesseln zu befreien, doch da geschah etwas Unvorhersehbares. Sein Schwein Sigi erhob sich grunzend wie ein panisch verletztes Tier vom Boden und quiekte wie ein stolzer, im Blutrausch gebadeter, Eber. Worsh war verwirrt. Nicht zu letzt, weil es Blitzte und der Donner nun mittlerweile wie ein Glockenschlag in seinen Ohren schallte, sondern vielmehr weil er sich selbst zu sah wie er in den Flammen tanzte und sein Schwein es ihm auf seinen Hinterbeinen gleichtat. Eine Glocke, wohltuend klingend wie eine Melodie, erschallte nun mehr dröhnend durch die Scheune und ließ die Pfeiler erbeben. Sämtliche Holzbalken an der Decke der Scheune rissen sich los und fielen todbringend hinab auf.... „SVANAAA!“

Worsh sprang aus seinem Minutenschlaf von seinem Lagerfeuersitzplatz auf. Panisch sah er um sich, versuchte etwas im flackern des Lagerfeuers und der bestehenden Wand aus Dunkelheit drum herum zu erkennen. Doch er sah nichts. Zumindest nichts was ein Überfall oder Angriff durch Fremde erkennen ließ... er sah schlicht gesagt nichts. Dann hörte er den schreienden Namen erneut...“SVANAAA!“. Worsh wusste auch ohne Sicht genau woher dieser Ruf stammte. Er ging hinüber zur Tränke, füllte einen Eimer voll Wasser und schritt hinüber zu Mjönars Lager.

*PFFFLLLAAATTSCHH*

Mjönar schreckte auf. Komplett durchnässt vom Wassereimer welcher Worsh ihm ins Gesicht geklatscht hatte. Worsh selbst stand noch recht angeheitert vom Biergelage, zugleich schlaftrunkend, in der Tür. „Wieder der Traum um Svana? Das muss irgendwann aufhören Mjönar! Du solltest wohl besser einmal zum Seher gehen, sonst wirst du noch verrückt.“ Worsh stellte den Wassereimer auf den Boden ab, als er verwundert den wirren Worten seines “Bruders“ lauschte. „Ruhig! Hörst du das auch? Glocken und so ein… Flüstern?“ Worsh sah Mjönar irritiert an. „ Beruhig dich, das sind bestimmt die Nachwirkungen des Traums.“ Mjönar schüttelte irritiert den Kopf. Worsh wandte sich ab und noch bevor er den Raum wieder verließ, sah er erneut besorgt über die Schulter zurück zu Mjönar. Dann schloss er schließlich die Tür und legte sich schlafen.

Eine Woche später:
Worsh schwang sich auf sein Pferd. Er hatte die letzten Tage weniger geschlafen als sonst, jedoch hatten sich seine Träume über die brennende Scheune, dem tanzenden Schwein und die herabfallenden Balken in der letzter Zeit gehäuft und sich zunehmend mehr in Alpträume gewandelt. Zum Teil verlor er in seinen Träumen Arme, Beine und Verstand, dass Schwein jedoch erlangte an Ruhm, Reichtum und schwang einen Hammer um diesen an eine goldene Glocke zu schlagen. Als er jedesmal erwachte ließ ihn allerdings das Gefühl nicht los, als sei sein Geist bereits im Nebel des Jenseits angelangt, sein Körper aber noch im Diesseits gefangen und er durchlebte die Schritte durch den Nebel jedes Mal aufs Neue. Verfolgt und Beobachtet von einer Kreatur der Dunkelheit, so wie er glaubte. Zuletzt war er sich nicht einmal mehr sicher ob er träumte oder ob alles wahr ist, was er vor sich sah. Worsh schüttelte den Kopf um sich seinen Gedanken frei zu machen und sah zu seinem „Bruder“ der neben ihn ritt. „Mjönar, wir müssen reden. MJÖNAR!“ Mjönar schreckte auf, als wäre er in Tagträume versunken gewesen. Er tätschelt sein Pferd welches langsam die Waldstrasse entlang schritt. „Verzeih Bruder, ich…“ Worsh unterbrach ihn in seinem Satz. „Alles in Ordnung. Mir geht es gleich. Ich erwische mich auch des öfteren, wie ich in den Tag hinein träume, aber ich sehe nichts. Nur Dunkelheit. Kein “Traum“. Nichts!“ Mjönar erschrak offensichtlich, als er in die müden Augen seines Freundes sah und die tiefen Augenringe einer gepeinigten Seele erblickte. „Sag mal Bruder, nenn mich bitte nicht verrückt, aber hörst du auch ein leises Läuten von Glocken?“ Worsh's Schulter sanken erleichtert herab bei diesen Worten, auch wenn sein Gesicht dabei besorgt aussah. „Schön dass du es sagst, ich dachte schon, dass ich der Einzige bin und allmählich verrückt werde. Weiter habe ich seit ein paar Tagen immer wieder das Gefühl dass wir verfolgt werden.“ Während Worsh auf eine zustimmende Antwort von seinem Freund wartete, wandte sich dieser plötzlich von ihm ab. Ein Knacken von Geäst erreicht Worsh's Ohr, sodass dieser suchend in eine andere Richtung blickte. Mit einem Schlag begann seine Atmung zu stocken. Ein Pfeil durchbohrte plötzlich seine Brust. Als er von seiner klaffenden Wunde erschrocken hinauf in Schussrichtung sah, erblickte er sein Schwein Sigi, welches ihn mit einem aus Blitzen geformten Pfeil, erschossen hatte. Worsh fiel von seinem Pferd zu Boden.



Worsh riss die Augen auf und ein gleißender Lichtstrahl drang in seine Augen, sodass er wieder einmal geblendet wurde. Dieses Mal umgab ihn jedoch seit langen einmal die wärmende Berührung der Sonne. Ein wohliges Gefühl von Frieden und Sicherheit umgab ihn während ihm eine innere Stimme des Nebels befahl genau hinzuhören: „Wasser...dorrrrt ist ...Wasser...“.
 
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