Angenommen Ragnar, der Schwarze Wolf

Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Ragnar

[ARK] Spieler
Registriert seit
16. 09. 2016
Beiträge
7
Ratings
7
Alter
25
#1
Hallo zusammen, ich bin Markus, 24 Jahre alt, komme aus NRW und bin der Bruder vom Vince.


Ich habe schon vorher hier auf AnzahCraft gespielt, und bin eher dafür bekannt, bis jetzt weniger Roleplay gemacht zu haben. Das will ich nun mit meinem neuen Charakter aktiv ändern. Wie ihr lesen werdet, wird man meinen Charakter für allerlei Tätigkeiten "mieten" können, er wird Aufträge für verschiede Dinge annehmen, gegen Bezahlung natürlich. Denn das ist sein Beruf, den er auch schon vorher ausgeübt hat. Mein neuer Charakter heißt nun ebenfalls Ragnar, wie mein vorheriger, weil es mir wirklich sehr schwer gefallen ist, ihn anders zu nennen, der Name ist einfach für mich schon zu fest verankert und verwachsen mit ARK spielen. Auch hier bei AnzahCraft. Ragnar, der Schwarze Wolf, wird jedoch eine ganz andere Person sein.


Wind fegt durch das Waldgeäst, die Zweige knistern, es pfeift und raschelt überall. Über mir springt ein Eichhörnchen, von Baum zu Baum, als würde es mich verfolgen und beobachten. Im Gebüsch links neben mir ist etwas, ein Dachs vermute ich, der buddelt und buddelt. Das laute buddeln hindert mich daran, mich zu konzentrieren. Ich atme noch einmal tief ein, die Welt um mich herum ist in lebhafter Bewegung, nichts steht still, und doch wird alles um mich herum leise. Die Geräusche um mich herum verblassen mehr und mehr, ich focussiere mich. Jetzt höre ich es. Dieses Atmen. Dieses Geräusch was es von sich gibt, dieses Schnurren. Es ist eindeutig diese Kreatur. Ich höre wie es sich durch den Waldboden und das Geäst bewegt. Diese katzenartigen Bewegungen, diese Geschmeidigkeit, die aber auch an die einer Schlange erinnert. Ich weiß nicht was es ist, so ein Tier gibt es nicht, ist es eine Ausgeburt der Hölle , die die Götter selbst geschickt haben, um uns für unsere Sünden zu bestrafen ?


Mein Name ist Ragnar, der Schwarze Wolf. Den Namen erhielt ich durch das, womit ich meinen Lebensunterhalt verdiene. Während meine Familie es vorzieht, auf Raubzug zu gehen und zu plündern, lebe ich viel lieber für mich allein, für einen vollen Geldbeutel besorge ich Leuten seltene Dinge. Ich reise in die dunkelsten Ecken der dunkelsten Wälder, um dort nach seltenen Heilkräutern und Pilzen zu suchen, erklimme eisige Fjorde um kostbares Obsidian und Edelsteine zu finden, und vorallem töte ich Bestien auf Bezahlung. Wenn die Bauern Angst haben, und etwas sie terrorisiert, dann werde ich gebraucht. Bären, Wölfe, Vielfraße, monsterhafte Luchse, die sich an Menschen und deren Vieh satt fressen, jage ich. Als ich einen Auftrag um einen schwarzen Wolf, fast so groß wie ein Bär, annahm und erfüllte, waren die Einwohner der Meinung, ich müsste selbst ebenso im inneren eine ihm gleiche Bestie sein, die aus der tiefsten Hölle entsprang, um in der Lage zu sein, ihn aufzuspüren und zu stellen. Ich müsste selbst die Sinne und die Wildheit eines Tieres haben. So kam ich zu diesem Beinamen, der fortan auch mein Fluch sein sollte. Denn die Leute mieden mich, für sie war ich wie eine Hexe oder so etwas geworden.


Eines Tages trat ein Jarl, aus einem fernen Land, persönlich an meine Haustür. Ich erinnere mich noch genau an diesen Tag. Vor meinem Haus hatte sich eine Schar Raben niedergelassen, die so laut krächzten, dass mir schon beinahe die Ohren bluteten. Es schien fast so, als würden sie mich warnen wollen. Vielleicht hätte ich diesem Eindruck vertrauen sollen. Der Jarl machte mir ein Angebot: Ein Monster terrorisierte seine Heimat, ein Drache sagte er. Ich lachte. Es gibt keine Drachen. Er bestand jedoch darauf, dass es ein Drache sei, der Menschen verschlingt und aussieht wie eine Mischung aus einer Eidechse und einem Adler. Er versprach mir ein prächtiges Haus, wenn ich diese Kreatur erschlagen würde, und so gab ich der ganzen Sache eine Chance, und reiste in die ferne Heimat des Jarls.


In einer alten Scheune bereitete ich dann eine Falle vor. Ich befahl die Wände mit Schweineblut zu übergießen, und die Kadaver der Schweine zu zerstückeln und im Raum zu verteilen. Ich legte mich auf die Lauer. Stunden vergingen, und es wurde Nacht. Da hörte ich es. Ein umherschleichen, kaum wahrnehmbar, und doch schien dieses Tier von riesiger Gestalt zu sein. Das Scheunentor hatte ich bewusst nicht geschlossen, und so trat diese Kreatur hinein. Was zuerst noch von der Dunkelheit umhüllt war, wurde mir dann durch das Mondlicht offenbart. Dieses Wesen war beängstigend. Es war nichts von dieser Welt. Der Jarl hatte recht, es war am ehesten mit einem Drachen zu vergleichen. Aber mit Federn. Es ging auf zwei Beinen, mit beinahe lautlosen Schritten. Und was ich dann sah, ließ mir das Blut in den Adern gefrieren. Es hatte jeweils eine riesige Klaue an den Füßen. Nein es waren keine Klauen. Es waren Sicheln. Ich legte meine bereits vorgespannte Armbrust bereit. Das Monster begann, sich an den Schweinekadavern zu sättigen, und ich zielte auf sein Haupt. Die Sehne schoss nach vorne und die Stille der Nacht wurde durchbrochen. Die Kreatur sprang auf, noch bevor der Bolzen sie erreichte, und so traf ich lediglich den sicheblbestückten Fuß der Bestie. Es gab einen Schrei von sich, der so beängstigend war, dass ich kurzzeitig erstarrte. Das Wesen flüchtete, doch ich blieb, denn ich hatte das erste mal Zweifel daran, nicht Lebend aus dieser Sache heraus zu kommen.



Letztendlich entschloss ich mich, die Bestie doch zu töten. 4 Wochen lang verfolgte ich sie durch Dichte Wälder, Sümpfe und Thäler. Die Blutspur war mir dabei anfangs eine gute Hilfe. Am Ende meiner eigenen Kräfte, gelang es mir, dieses Monster zu stellen und einzuholen. Nun war es so weit. Ich stand diesem Wesen direkt gegenüber. Ich blickte in seine Augen. Ich spürte in ihm, den Instinkt zu töten. Diesen Instinkt, der versuchen würde, auch mich gleich zu töten, mit aller Entschlossenheit und Wildheit. Die Kreatur machte sich bereit, setzte zum Sprung an, und schoss sich in die Höhe, direkt auf mich zu. Ich richtete meinen Speer in die Höhe und schloss die Augen.



Und dann... dann war nichts mehr. Alles war weiß.



Ich erwachte verkatert in einem Schweinestall. Was war passiert ? War das alles nur ein Traum ? Es muss ein Traum gewesen sein ! Denn ich habe doch noch letzte Nacht bis in den Morgen die Geburt meiner Nichte gefeiert, ein Jarl hatte mich nie aufgesucht. Einen Drachen nie gegeben. Leicht verunsichert wegen dem komischen Traum, begann ich mich nachhause, um meinen Kater auszuschlafen. Die nächsten Wochen verliefen ruhig und normal. Ich hatte nicht viele Aufträge. Ab und an schien es mir nur so, als würde ich von irgendwoher ein Glockenleuten wahrnehmen. Manchmal weckte mich dieses Leuten auch mitten in der Nacht auf. Genauso wie auch in jener Nacht. Wieder weckte mich dieser komische Eindruck, dass ich Glockenleuten höre. Ich stand auf und ging auf den Balkon. Der Vollmond strahlte mit seiner größten Schönheit. Der Wind ließ die Blätter der Bäume angenehm rascheln. Ich starrte in die Richtung der Bäume. Dieses Rascheln. Ich hatte das Gefühl, als wenn die Blätter der Bäume etwas sagen würden, als wäre dieses Rascheln Worte, die zu mir gesprochen wurden. Ich war wie hypnotisiert, ich lauschte weiter, und plötzlich ging ich los. Ohne zu wissen oder zu hinterfragen warum, setzte ich mich in Bewegungen, verließ mein Haus, und ging los. Ich ging und ging, der Wind und das raschelnde Geäst schienen mich auf unerklärliche Weise zu führen. Ich kam an einem kleinen See an, und ging hinein. Ich versank immer tiefer in dem See, bis ich dann schließlich komplett unter Wasser war. Dann geschah es wieder, es wurde wieder alles weiß.



Meine Augen öffneten sich wieder, und es war hell. Ich lag diesmal in keinem Schweinestall, sondern an einem sonnigen Strand, und dahinter, ein fernes grünes Land. Ich raffte mich auf, und bemerkte einen komischen Stein in meinem Arm. Es tat nicht weh, ich probierte ihn zu entfernen, doch es ging nicht. Als ich anfing mich umzusehen, erschrak ich. Es waren diese Kreaturen, ähnlich der Bestie aus meinem vermeintlichen Traum. Sie durchstreifen hier das Land. Doch diese hier, schienen friedlich eingestellt zu sein. War das alles mit dem Jarl und dem Drachen doch kein Traum ? War das die Wirklichkeit ? Ist das hier die Wirklichkeit ?


In der Ferne sehe ich einen großen Palisadenzaun mit einer Hütte. Hier scheint es wohl auch Menschen zu geben. Ich werde mich dorthin aufmachen, alleine werde ich nicht lange überleben. Vielleicht kommt diesen Menschen ja ein professioneller Bestienschlächter genau entgegen, mit solchen Monstern in der Nachbarschaft.
 
Zuletzt bearbeitet:
Status
Es sind keine weiteren Antworten möglich.

Folgende benutzer beobachten gerade diesens Thema (Mitglieder: 0, Gäste: 1)