AnzahCraft - Deine Rollenspiel Community

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Alter
30
Geschlecht
männlich
Rasse
vermutlich menschlich
Heimat
ziemlich sicher nicht die Erde
Hautfarbe
helles Braun
Haarfarbe
schwarz
Augenfarbe
bernsteinfarben
Besonderheiten
sehr "urtümliches" Aussehen, kantige Züge, filziges Haar, Schmucknarben etc. - hat aber Aufgrund seiner Weltsicht eine eher distanzierte Einstellung zu eigenem Körper und Erscheinungsbild

Honigdachs

Lehrling
[ARK] Spieler
Beiträge
22
Beste Antworten
0
Alter
37
Marnar



Immer noch auf der Suche nach einem Charakterkonzept, bei dem es „Klick“ macht, ist dies mein nächster Versuch... Ich bin immer noch derselbe, immer noch passionierter Rollenspieler und immer noch viel zu alt... also... los gehts.

-

[Soundtrack]

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"Meine Brüder und Schwestern, verlasst für ein paar Worte die Dunkelheit und kommt zu mir ans Feuer. Kommt heran, denn ich spüre, dass meine Zeit als Wanderer ein Ende findet.

Die Schatten umfangen mich nun immer öfter und in der Ferne höre ich den Klang schweren Erzes, der mich zu rufen scheint. Ich höre die Stimmen anderer Geister, die leise meinen Namen wispern, ich spüre eine Dunkelheit, die mehr ist als die Abwesenheit von Lich.

Ich erinnere mich noch an den Anfang, als wir durch Blut und Dreck gekrochen und durch Träume und Ängste gewandert sind, als Zeit und Raum noch eine Fessel war, die die Wandernden nicht betraf. Man gab uns Form, um den formlosen Schrecken der Dunkelheit eine Gestalt zu geben, um Jagd und Kampf, Gier und Trieb ein Gesicht zu geben.

Wie stolz waren wir, als sie sich das erste mal wirklich zusammen taten... Als sie scharfe Zähne aus den Knochen ihrer Beute erschufen und begannen, ihre Häute zu tragen, um den kalten Wintern zu trotzen. Und wie gern habe ich mich unter ihnen bewegt.
Unsere Welt war rauh, hart und unerbittlich, gewaltige Bestien jagten gierig nach Blut... Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet sie, pelzlos auf zwei Beinen, ohne nennenswerte Stärke aus Klaue und Zahn die größten Jäger werden würden.

Ich erinnere mich an die Zweifel, die uns dann kamen, als sie anfingen, ihre eigenen Höhlen zu errichten, immer höhere Berge aufzutürmen um darin zu hausen.

Ich weiß nicht, ob unser Fall begann, als ihre Geborgenheit Überhand nahm, als sie begannen, satt und träge zu werden und wahre Angst und Dunkelheit aus ihren Welten zu verbannen, anfingen, uns nicht mehr zu brauchen und uns zu schaurigen Nachtgeschichten für ihre Welpen zu machen.

Ich gestehe, dass die Ruhe dieser neuen Sicherheit auch mich von Zeit zu Zeit lähmte. Wie auch jetzt vor euch wurde ich eine erzählende, eine lehrende Stimme am Lagerfeuer, die über den Schrecken der alten Nächte sprach, sie jedoch nicht mehr lebte.

Vielleicht waren es auch unsere eigenen Schritte, die Gier nach eigenem Fleisch, eigenen Knochen, eigenen Sinnen, die dazu führte, dass wir die Pfade von Traum und Furcht verließen, immer mehr selbst zu Jenen wurden, die uns einst ersonnen hatten.

Wir kleideten uns in Fleisch, um ihnen näher zu sein, um zu spüren, was sie spüren, um wie jene zu sein, deren Wünsche und Ängste uns einst einen eigenen Geist gaben. Ich gebe gerne zu, mich immer wieder dem süßen Sog der Sterblichkeit hingegeben zu nahe. Die Nähe einer Gefährtin, das warme Blut eines Opfers auf der eigenen Zunge schmecken, der Wohlige Schauer, wenn man einer der riesigen Pelzbestien entkam... Dies alles waren Momente, die ein Wanderer zwischen den Welten ohne die Fesseln des Fleisches unmöglich genießen kann.

Einige, die älter sind als ich, erinnern sich noch an jene Zeiten, als sie uns verehrten, uns Opfer darbrachten, doch ich bin mir sicher, dass wir schon immer genauso an sie gebunden waren wie sie an uns.

Wenn wir tatsächlich aus Blut und Furcht geboren wurden, wer sind wir, wenn niemand mehr da ist, der blutet und fürchtet?

Und was müssen sie noch fürchten? Sie haben die Nacht gemeistert, haben unendlich viele Wege ersonnen, Licht in die Finsternis zu tragen. Die alten Wege der Jagd haben sie hinter sich gelassen, kennen nun Wege, bei denen es kaum mehr als ein paar gekrümmte Finger braucht, um ein Leben zu nehmen. Ich bin mir sehr sicher, dass dies nicht mehr meine Welt ist... Das ich ihr fremd geworden bin, ein Relikt wie die ersten Kreidezeichnungen in den längst vergessenen Höhlen.

Ich habe diesen Körper schon lange nicht mehr verlassen und bezweifle in dieser Nacht stark, dass ich es noch kann.. Schlimmer noch, ich bin mir nicht einmal sicher, ob ich es noch will. Schon lange bin ich nicht mehr zwischen den Welten gewandert und glaube, schon viel über die alten Wege vergessen zu haben...

Die Schwärze wird mich umfangen, die Dunkelheit mich verschlingen. Ich weiß nicht, was dann kommen wird, meine Brüder und Schwestern, doch dies ist ein Abschied."

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Spielen will ich diesen Charakter möglichst ursprünglich schamanistisch und lasse dabei bewusst ein wenig offen, ob es sich um einen verklärten, steinzeitlichen Schamanenzausel aus einer nicht genannten Welt handelt oder tatsächlich um eine Art urtümlichen Geist der Jagd. Wichtig ist nur, dass er ab dem Moment, an dem er die Welt von Anzah betritt, an die normalen Grenzen und Regeln einer menschlichen Hülle gebunden ist. So erlaubt würd ich gerne ins RP den einen oder anderen mythischen/übernatürlichen Funken [Visionen am Lagerfeuer, gruselige Schatten während eines Opferrituals, nichts, was ohne die Zustimmung von Mitspielern funktionieren kann und soll...] einfließen lassen, wenn das nicht erwünscht ist, funktioniert das ganze aber auch hervorragend auf einer rein profanen Ebene.
Und nein, ich will mir damit nicht die Erlaubnis erschummeln, mit meinem Charakter magische RP-Feuerbälle zu werfen.


Inspiriert ist das Konzept von verschiedenen Naturreligionen, aber vor allem auch der Erzählform europäischer Sagen und Märchen, bevor sie nett und kinderfreundlich gemacht wurden. Hinzu kommt ein guter Schuss der D&D-Gottheit Malar, die aber vermutlich aus ganz ähnlichen Quellen heraus erdacht wurde.
 
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SirinaMay

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Hey hey und schön, dich wieder zu lesen!
Eine spannende Vorgeschichte - vorallem sehr Mystisch. Nachdem du jegliche übermenschlichen Fähigkeiten mit dem Betreten von Anzah ja ablegen möchtest denke ich, steht dir völlig frei deinen Char so zu spielen. Ob Visionen oder Wahnvorstellungen ist ja sowieso immer Interpretationssache. Zu den gruseligen Schatten, also Dingen, die wirklich für andere Mitspieler offensichtlich sein sollten kann ich persönlich gerade wenig sagen, da lass uns einfach mal mit dem restlichen Team im TS quatschen.

Was leider in der aktuellen Fassung deiner Bewerbung komplett fehlt ist der Bezug zur Lore. Auch wenn wir in der Übergangszeit vl mal Kurzzeit-Chars ausprobieren sollte der Lorebezug in jeder neuen Vorstellung inbegriffen sein.

Denke bitte außerdem daran deinen neuen Charakternamen auch ins Profil einzutragen.
 

Tealk

Ritter
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Hallo Honigdachs Honigdachs ,
geh doch noch ein wenig mehr auf den Charakter ein vor allem auf:
  • Erfährt man etwas über die Charakterzüge des Chars?
  • Aus welcher Welt/welchem Umfeld stammt der Char?
Damit würdest die Geschichte dann auch noch ein wenig an Länge gewinnen.
 

Honigdachs

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Ich habs versucht, etwas präziser und ausführlicher zu formulieren, ohne die bewusst diffusen Elemente aufzuklären. Ein guter Teil des Reizes an diesem Konzept für mich stellt halt eine gewisse Unklarheit dar, was Heimat und Beschaffenheit dieses Charakters angeht.. Ich hoffe, das es nun aber präzise genug ist.
 
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