Season 2 Lynn Schattenfels

Lyx

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ynn Schattenfels
#1
OOC:
Hallo ihr Lieben, nun ist sie also da, meine Bewerbung. :achappy: Ich bin 28 Jahre alt, lebe in Franken und habe euch auf meiner Suche nach einem Ark-RP-Server bei Google entdeckt. RP-Erfahrung bringe ich aus diversen MMOs mit, was schon ein Weilchen her ist. Es wäre mein erstes Voice-RP. Meine Hobbys bzw. Interessen sind Politik, Seelsorge, Pflanzen, Serien, Klavier, Basteln und Lesen / Surfen.
Danke nochmal für all die Antworten in meinem Neulingsthread.

IC:
Lynn Schattenfels, geboren 2367

Sie war nun alleine im Labor. Über den Tresen gebeugt, machte sie sich Notizen und kaute zwischendurch an ihrem Stift, wenn sie nicht weiter wusste. Einmalig, einfach einmalig, dachte sie sich, als sie sich schließlich rücklings an den Tresen lehnte und den Blick mit einem gewissen Stolz über ihr Labor schweifen ließ. Bald schon würde sich ihre Arbeit bezahlt gemacht haben.
Denn bald schon durfte sie, Lynn Schattenfels, Mitarbeiterin des staatlichen Instituts für Toxikologie, genauer aber, Expertin auf dem Gebiet der pflanzlichen Gifte, an einer großen extraterrestrischen Expedition teilnehmen. Sie war mehr als neugierig darauf, Proben von allerlei Pflanzen entnehmen zu können und deren stoffliche Zusammensetzung zu analysieren. Etwa 30 Leute verschiedener Fachrichtungen würden mit ihr zusammen auf die Reise gehen und bei der Ausstattungsplanung des Raumschiffs, welches sogar ein mobiles Labor beherbergte, hatte sie mitwirken dürfen. In wenigen Tagen würde die Reise beginnen.
Einst galt sie als merkwürdige Außenseiterin, doch innerhalb des Instituts hatte sie sich nun eine gute, sichere Stellung erarbeiten können und war im Großen und Ganzen recht zufrieden mit ihrem Leben. Und wenn ihr vorgeworfen wurde, sie hätte sich naiverweise von einem unterdrückerischen Staatssystem mit starren Regeln vereinnahmen lassen, so war das sicherlich nur der Neid – oder?

Während sie gedankenverloren dastand, wurde plötzlich die Tür aufgerissen und zwei Einsatzkräfte stürmten den Raum. Ehe sie es sich versah, wurde sie am Nacken gepackt und unsanft auf den Boden gedrückt. „Frau Schattenfels, Sie sind hiermit verhaftet wegen systemfeindlichen Aktivitäten.“, knurrte einer der beiden, während der andere ihr Handschellen anlegte, sie packte und aus dem Raum schleppte. Starr vor Schreck war sie nicht fähig, sich auch nur zu rühren oder gar zu protestieren. Systemfeindlich? Sie?
Sie wurde nach draußen getragen, wo bereits ein Wagen wartete, in den sie befördert wurde. Voller Entsetzen und mit zitternder Stimme rief sie schließlich: „Sie haben die falsche Person, Sie machen einen großen Fehler!“ Einer der beiden, der bereits auf dem Fahrersitz Platz genommen hatte, drehte sich zu ihr um und sprach kühl: „Wir machen keine Fehler. Und nun, schweigen Sie, ehe wir zu anderen Mitteln greifen müssen.“ Tränen rannen ihr über die Wange während sie leise erwiderte: „Bitte, lassen Sie mich gehen. Meine Forschungen sind dem System mehr als dienlich gewesen.“
Der andere Beamte hatte ihr eben Gurte angelegt und plötzlich spürte sie einen Stich an ihrem Nacken, kurz darauf verschwamm ihr Sichtfeld und sie verlor das Bewusstsein.
Sie erwachte in einem kargen Raum, an einen Stuhl gefesselt, eine Lampe leuchtete ihr ins Gesicht, so dass sie geblendet war. „Frau Schattenfels“, ertönte eine Stimme gegenüber, „Sie haben Unterlagen des Forschungsinstituts entwendet; sie wurden bei einer Routinekontrolle bei Ihnen zuhause gefunden.“ Lynn schluckte. „Unterlagen? Meinen Sie meine eigenen Notizen, die ich nach Feierabend daheim anfertige, um dem Institut bessere Arbeit leisten zu können?“
Der Beamte warf ihr einen langen, durchdringenden Blick zu. „Die Geheimhaltungsklausel, die Sie unterschrieben haben, beinhaltete ein striktes Verbot, Forschungsinhalte in die Außenwelt zu tragen.“ Lynn verstand die Welt nicht mehr. „Meine Wohnung ist die Außenwelt?“ Der Beamte knurrte. „Wir sind an Ihre Notizen herangekommen, also hätte das auch jeder andere gekonnt. Ich diskutiere nicht länger mit Ihnen. Sie, Frau Schattenfels, sind ein Risiko für das System und werden somit auf der Stelle zu einem vermutlich kurzen Leben auf der ‚Insel‘ verurteilt.“ Die Insel. Jeder wusste, was das zu bedeuten hatte.


Die Sonne brannte auf ihren Rücken und der Sand kitzelte sie in der Nase, als sie benommen die Lider aufschlug und sogleich wieder zusammenkniff. Was war geschehen? Langsam setzte sie sich auf und hielt sich stöhnend die Hand vors Gesicht. Ihr Kopf dröhnte und ihr war, als würde eine Stimme zu ihr sprechen. „Gefängnis“, „Sträfling“, „lebenslänglich“, soviel verstand sie zumindest.
Sie war beinahe erleichtert, denn es konnte sich schließlich nur um einen ihrer lebendigen Albträume handeln. Sie kniff sich in die Hand und schüttelte den Kopf; ihr kleiner Trick, der sie meist aus dem Land der Träume herausbefördern konnte. Heute half es jedoch nicht; sie blieb, wo sie war. Sie bohrte ihre Finger in den warmen Sand und blickte sich allmählich um. Scheinbar war sie an einem Strand gelandet und hinter ihr rauschte leise das Meer.
Ihr Atem ging schwer und sie versuchte, sich gedanklich zu beruhigen. Es würde schon sehr bald alles einen Sinn ergeben, sie hatte doch lediglich mit einer Erinnerungslücke zu kämpfen und sobald ihr wieder einfiel, warum sie hier war und wo dieses ‚Hier‘ war, würden diese nagende Unsicherheit und Orientierungslosigkeit verschwinden. Sie müsste also nur noch ein wenig durchhalten.
Vorsichtig erhob sie sich und stand auf leicht wackeligen Beinen, als sie an sich herunterblickte und ihre grobe, etwas schmuddelig wirkende Stoffkleidung musterte. Hatte sie selbst sich das angezogen? Schwer vorstellbar.
Sie ging ein paar unbeholfene Schritte am Strand entlang, als sie hinter sich ein Gluckern und Quieken vernahm. Irritiert fuhr sie herum und entdeckte zwei… waren das etwa Dodos? Zumindest sahen sie diesen sehr ähnlich. Die Dodos blickten sie an, währenddessen murmelten sie in gluckernden Lauten vor sich hin, ehe sie allmählich weiter watschelten. Dieser Anblick war derart entwaffnend, dass Lynn zumindest für einen Moment die an ihr zehrende Ungewissheit vergaß.
Sie durchstreifte kleinere Sträucher und musterte die Vegetation. Sie erkannte Palmen, doch Früchte schienen sie nicht zu tragen. Plötzlich teilte sich das Dickicht und ein Dinowesen auf zwei Beinen erschien vor ihr. Erschrocken wich sie zurück, presste den Rücken an eine Palme und hielt den Atem an. Das Tier schien sie nur für einen Moment unbeeindruckt anzusehen, ehe es den Kopf sank und in den Büschen herumwühlte. Ein Dinosaurier, ernsthaft? Was ist das nur für ein Ort? Sie verharrte reglos an der Palme, doch wirkte das Tier derart friedlich und ungestört, dass ihre Anspannung allmählich nachließ.
Im Gestrüpp wuchsen allerlei Beeren und Lynn konnte beobachten, wie das Tier sie fraß. Allerdings mied es manche Beerenarten und Lynn merkte sich, welche es waren. Und hoffte irgendwie, dass jene Beeren, die der Dino fraß, auch für sie bekömmlich sein würden, denn ihr knurrte bereits der Magen. Doch zunächst einmal wollte sie sich nicht rühren und wartete, bis das Tier allmählich weiterzog.
Wenig später zog Lynn ebenfalls gesättigt weiter, die Beeren schmeckten erstaunlich gut und Übelkeit stellte sich auch keine ein. Immerhin ein wenig Glück im Unglück! Mittlerweile hatte sie gigantische Schildkröten entdeckt, die behäbig über den warmen Sand stapften und diverse Vögel, die über ihr ihre Kreise zogen.
 

Lyx

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ynn Schattenfels
#2
Doch plötzlich hörte sie ein fürchterliches Gebrüll, welches ihr durch Mark und Bein ging und die Welt erbeben zu lassen schien. Wie vom Blitz getroffen fuhr sie zusammen. Um sie herum sah sie nichts als Dickicht. Sie lief auf eine kleine Anhöhe und bekletterte ein paar große Felsen und hier konnte sie über die Sträucher hinweg auf eine kleine Lichtung blicken.
Sie traute ihren Augen kaum – war das ein T-Rex!? Er hatte jenes Tier, welches sie vor kurzem noch beim Fressen beobachtet hatte, in die Enge getrieben. Das Tier kratzte an einer Felswand und versuchte wohl, irgendwie zu entkommen. Doch der Rex schlug erbarmungslos seine Zähne in das Fleisch der wehrlosen Kreatur, welche jämmerlich schrie.
Lynn hielt sich die Hand vor den Mund und starrte entsetzt auf dieses Monster, welches den eben noch so friedlichen Wald in einen Ort des Sterbens verwandelt hatte. Der Dino hatte sein Leben verloren und der Rex fraß seine Beute genüsslich knurrend.
Vor lauter Schreck bemerkte Lynn zu spät, dass sie den Halt verloren hatte und von den Felsen abrutschte. Sie prallte unsanft am Boden auf und kullerte die Anhöhe hinab, ehe sie schließlich zum Liegen kam. „Argh!“ Sie zog die Luft scharf ein. Genug! Der Schmerz, das Monster von einem Dino, die Aussichtslosigkeit… Das war einfach zu viel!
Sobald sie es irgendwie konnte, erhob sie sich und ging so schnell sie konnte am Strand entlang. Ihre Rippen schmerzten ziemlich und als sie zwischen Felsenklippen eine kleine Vertiefung, wie eine Art winziger Höhle ausmachen konnte, kroch sie dort hinein und rollte sich zitternd und mit schmerzverzerrter Miene ein.
Sie weinte. Sie hatte noch immer keine Erklärung dafür, was sie an diesem Ort machte. Ein Sträfling sei sie, hatte die Stimme ihr gesagt. Ein Sträfling? Sie, die einfach nur der Wissenschaft diente? Die mit ihren Forschungen bahnbrechende Entdeckungen machte… wohl eher, machen könnte, theoretisch, wenn man sie weiterarbeiten ließe? Konnte es wirklich wahr sein, dass man sie einfach verstoßen hatte? Dass sie entbehrlich geworden war, unwürdig und verzichtbar?

Es verging eine Weile, wer weiß, wie lange, und die flachen Strahlen der Abendsonne schienen in ihr kleines Versteck. Da entdeckte sie bei sich einen kleinen Strauch, dessen blauschwarze Beeren im Sonnenschein schimmerten. Sie erinnerte sich: Jene Beeren wollte der Dino mit dem behornten Kopf nicht fressen. Doch sie hatte alles verloren. Was könnten die Beeren ihr schon antun, was nicht bereits geschehen war? Mit zitternder Hand griff sie nach ihnen und pflückte sich ein paar davon, schob sie sogleich in den Mund.
Ihr Geschmack war nur schwer zu beschreiben doch sie merkte sehr bald, wie eine Wärme sich in ihr ausbreitete und auch ihre Rippen fühlten sich etwas besser an. Es war, als würde sie in Watte versinken, die Glieder wurden ihr schwer und die Augen konnte sie nicht länger offen halten. Die Realität verschwamm in ihrem Kopf und allerlei Gedanken machten sich breit, während sie tiefer und tiefer in schwarzer, warmer Watte versank.
Sie erinnerte sich an den hämischen Blick des Vollzugsbeamten. Er stand vor ihr, neben ihm ein Arzt mit einer Spritze. „Frau Schattenfels“, teilte er mit süffisanter Stimme mit, „Sie wollten doch unbedingt an der Expedition teilnehmen? Das können Sie nun. Wer weiß, vielleicht entdecken Sie dort, wo sie hinkommen, ja etwas, das ihre Fachkreise sprachlos machen wird?“ Er lachte dreckig und der Arzt zwinkerte ihm amüsiert zu. Und während der Arzt ihr ein Betäubungsmittel spritzte und ihr schwarz vor Augen wurde, hörte sie noch ein ironisches „viel Erfolg bei ihren ‚Forschungsarbeiten‘.“

„Das ist es!“, schoss ihr ein Gedanke in die halb benebelten Sinne. „Ich bin nämlich gar kein Sträfling sondern befinde mich bereits auf meiner Expeditionsreise... Anders kann es schlichtweg nicht sein. Und sobald ich Erfolge erzielt habe, darf ich nach Hause. Ich gehöre nicht zu den anderen, den schändlichen Übeltätern und Systemfeinden, die sich hier vermutlich herumtreiben. Das ist alles nur ein Test, nur ein Test. Ich bin unverzichtbar… ich darf nicht verzichtbar sein!“ Dann wurde alles schwarz und sie fiel in einen tiefen, traumlosen Schlaf.
 

Tealk

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Niklas Bergmann
#3
Angenommen

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Artoro

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Prof. Arthur Wunderlich
#5
Endlich ein Char, welcher genauso versessen an Forschungen und Studien arbeitet wie mein Professor ;D
2 missverstandene und briliiante Köpfe, die zu Unrecht auf dieser Insel gelandet sind.. :acyay:
 

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