Season 3 Leonard Rabe

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Grillhamsta

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Leonard Rabe
#1
Tjoa ne...machen wir mal wieder namens Recycling. Dementsprechend heißt mein neuer Char Leonard Rabe.

Da ihr mich ja kennt direkt zur Geschichte:


"Und seit wann sagtest du hörst du diese...Glocken waren es?"
"Seit circa eineinhalb Wochen. Und ich hab das Gefühl es wird immer lauter.", antwortete Leonard und rutschte unruhig auf der Couch hin und her. Er saß gerade bei seiner wöchentlichen Sitzung mit Dr. Speicher. Eigentlich war er nicht gerne hier. Er war nun schon länger in Behandlung und eigentlich hatte sich sein Zustand schon deutlich gebessert gehabt. Er musste nicht einmal mehr seine Medikamente nehmen. Aber seit zwei Wochen fingen die Symptome wieder an aufzutreten.
"Also hat es am fünften Jahrestag deiner Scheidung angefangen. Leo, ...", Dr Speicher machte eine kurze Pause und nahm einen Schluck Wasser aus seinem Glas. "Leo mir scheint es, dass du den Schmerz der Trennung noch immer nicht überwunden hast und stattdessen versuchst ihn zu unterdrücken. Die Glocken sind eine Metapher für die Hochzeit die von deinen Unterbewusstsein hervorgebracht werden. Du musst dir bewusst sein, dass sie nicht real sind. Du weißt, dass das zu deiner Krankheit gehört." Er sah Leonard, der ein wenig in sich selbst versunken da saß, fragend an.
"Ja ich weiß, aber ich glaube echt nicht, dass es etwas mit Maria zu tun hat. Die Zeiten habe ich hinter mir gelassen."
Dr. Speicher schüttelte nur den enttäuscht den Kopf. "Du weißt dass du deine Gefühle zulassen musst. Wenn du dich vor dir selbst verschließt kannst du dich auch nicht anderen öffnen. Aber gut.", er blätterte kurz in seinen Notizen rum. "Du erwähntest, dass dir manchmal schwarz vor Augen wird. So wie bei einem Kreislaufzusammenbruch?"
"Nein, nein. Ein Kreislaufzusammenbruch ist anders. Es ist eher so...", Leonard griff er mit seiner Hand in der Luft, als versuche er die richtigen Worte zu sich zu ziehen. "Es ist so als würde die Dunkelheit selbst versuchen einen zu verschlingen. Sie beobachtet einen, versteckt sich immer in den Winkeln die man gerade nicht sehen kann und wenn man gerade nicht aufpasst überfällt sie dich."
"Du bist dir aber bewusst, dass das Halluzinationen sind oder? Du musst dich zwingen in der Realität zu bleiben.", unterbrach ihn Dr. Speicher.
Mit wimmernder Stimme antwortete er, "Ich...Ja ich weiß. Es ist ein Rückschlag oder? Meine Schizophrenie ist wieder schlimmer geworden." Er stieß einen langen Seufzer aus und zog die Knie unters Kinn.
"Nun wir wollen mal nicht direkt vom schlimmsten ausgehen Leo. Ich werde dir erstmal wieder ein Antipsychotikum verschreiben um die Halluzinationen in den Griff zu kriegen. Und wenn die erst mal weg sind sollte sich der Rest auch recht schnell wieder erledigen."
Dr. Speicher riss einen Zettel aus seinem Block und schrieb ein paar Zeilen auf. Danach griff er in die Schublade seines Schreibtisches und nahm eine Dose mit Tabletten heraus. "Nimm die jeden Tag einmal vor dem Schlafengehen. Innerhalb der nächsten Wochen sollte es sich dann mit der Dunkelheit erledigt haben." Er zwinkerte und gab Leonard die Dose mit den Tabletten und den Zettel mit den Instruktionen.
"Wir sehen uns dann nächste Woche zur selben Zeit."
"Vielen Dank Doktor." verabschiedete sich Leonard niedergeschlagen und verließ das Büro.
Er ging den Gang entlang in Richtung Aufzug. Das Gefühl verfolgt zu werden wurde wieder stärker. Hat sich da nicht eben etwas im Augenwinkel bewegt? Leonard drehte hektisch seinen seinen Kopf rum.
"Das ist nicht real." versuchte er sich zu beruhigen und ging trotzdem etwas schneller auf den Aufzug zu. Vielleicht sollte er jetzt schon etwas von dem Medikament nehmen? Aber der Doktor hatte gesagt nur vor dem Schlafengehen und selbst dann würde es eine Weile dauern bis die Wirkung anfängt.
Links! Da war schon wieder etwas. Aus den schnellen Schritten war inzwischen ein Rennen geworden. Panisch fing er an immer wieder auf den Knopf zu drücken um den Aufzug zu rufen.
"Es ist nichts. Denk dran Leo da ist nichts. Das. Ist nicht. Real!", stammelte er immer wieder vor sich hin. Die Aufzugtür ging auf und er stolperte rücklings herein. Er fiel auf den Hintern und sah aus dem Fahrstuhl heraus in den Gang. Da war sie! Die Dunkelheit. Gierig starrte sie ihn an während sie langsam auf ihn zu schlich.
"Das ist nicht wirklich! Das ist nicht wirklich!" Mit zitternden Händen versuchte er die Pillendose aufzudrehen. "Das ist nicht Real! Das ist nicht Real!" fing er nun an zu schreien. Die Dunkelheit war nicht mehr weit von ihm entfernt. Wie eine Katze schien sie sich für den Angriff bereit zu machen. Ein Sprung und sie hatte Leo verschlungen.
Kurz darauf ging die Tür zu Dr. Speichers Praxis auf. Er hatte die Schreie gehört und wollte prüfen was los ist. Er sah jedoch nur noch einen leeren Aufzug dessen Türen sich langsam zu schließen begannen.

Als Leonard die Augen wieder öffnete Lag er an einem Strand. Es war mitten am Tag und die Sonne schien wie brennend auf den Nacken. Er setzte sich auf und rieb sich erstmal den Sand von den Armen. Dabei viel ihm ein seltsamer Chip auf der scheinbar in seinen linken Unterarm eingepflanzt war. Doch noch bevor er sich großartig wundern konnte was das ist wurde er von einem röhrenden Brüllen gestört. Vor ihm stand ein Triceratops der gelangweilt auf ein paar Blättern rum kaute und gerade dabei war sich wieder von der menschlichen Ablenkung wegzudrehen.
Ohne die Augen von dem Dinosaurier abzuwenden Tastete Leonard wie wild mit seinen Händen den Boden um sich herum ab.
"Wo sind meine Pillen? Wo sind verdammt nochmal meine Pillen!?"
 
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