Inaktiv Season 3 Grem Ztrank

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Rotnacken

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Lars Müller
#1
Bewerbung für Season 3

Name: Stefan
Alter: Mittlerweile 29 +1
Herkunft: NRW
Rollenspielerfahrungen: DSA, SR, DnD, Ark
Anzah gefunden: Google
Warum bei euch spielen: Bin froh über Anzah gestolpert zu sein und möchte auch gerne in Season 3 ein Teil der Community sein.

Grem Ztrank

ZTRANK!

Alt ist der Mann, welcher neben dem leis knisternden Feuer im Sand sitzt. Mit einem Stock schürt er die Glut, Funken stieben auf gen Nachthimmel und für einen kurzen Moment scheint er hinter seinem langen, ergrauten Bart zu lächeln. Einst mag er ein stolzer Krieger gewesen sein, nur, wie er da ermattet an dem Feuer sitzt, ist der alte Glanz seines Kriegertums nur noch schwerlich zu erahnen.
»Ein Ztrank«, beginnt er mit rauer, zittriger Stimme, »es fällt mir schwer, jemandem wie dir einen Ztrank zu beschreiben, der ihn nicht selbst erlebt hat.« Der alte Mann hebt den Blick vom Feuer zu der jungen Gestalt, die ihm gegenüber sitzt. »Es ist nun schon länger her, dass wir einen Ztrank jenseits der hohen Berge gesichtet haben.« Der alte Mann legt seinen Kopf in den Nacken und schickt ein Stoßgebet zu Mitra. »Ihr Tal, das Ztrank-Tal, meiden die hiesigen Stämme. Nur Narren wagen sich noch hinter ihre Grenzen, falls es diese Grenzen für einen Ztrank überhaupt gibt. Und kaum einer dieser Narren kommt zurück, um zu berichten.« Er reibt mit der rechten Hand an seinem Oberschenkel hinab und über den abgebundenen Beinstumpf. Manchmal, ja manchmal fühlt es sich an, als sei sein Bein noch ganz. »Ich war einer dieser Narren und habe meinen Preis bezahlt.«
»Gottlose Menschen.«, flüstert die Gestalt gegenüber wütend durch geschlossene Zahnreihen. Der alte schüttelt den Kopf und entgegnet ruhig: »Gottlos kannst du einen Ztrank nicht bezeichnen. Das was ich mitbekommen habe, hat mich …«, der alte Krieger überlegt einige Augenblicke, »… überrascht.« Er verlagert sein Gewicht ein wenig und legt den Beinstumpf hoch auf eine zusammengerollte Decke. »Sie beten viele Götter an. Crom, Yog, Mitra, Set. Wie es ihnen passt. Als scheinen sie alle positiven Vorteile der Gottheiten für sich nutzen zu wollen. Schwer vorstellbar, … .«
»Häresie! Nur Mitra-«
»Shht!«, der alte Mann hebt die Hand abwehrend. »Ich weiß, die Ztrank sind schwer zu fassen.« In der Ferne knackt ein Stock und jemand scheint sich zu beschweren, dass es sich nicht gehört, nein gar nicht, sich so laut einem Lager zu nähern, denn es kann ja sein, dass durch den Krach die Menschen am Lager erschrecken, ja gar davonlaufen. »ZTRANK!«, bekommt die Stimme in der Dunkelheit zur Antwort gebrüllt. Der Alte horcht erschrocken auf und schüttelt ungläubig den Kopf. »Nein, nein … . Nicht hier. Nicht jenseits der Berge.« Der Alte schluckt schwer, rollt sich auf den Bauch und greift nach seiner Krücke, um sich mühsam an ihr hochzuziehen und aufzurichten. Die Gestalt am Feuer schaut in die Dunkelheit. Drei, vier Fackeln leuchten dort nun auf und nähern sich ihrem Lager. »Lauf! Versteck dich!«, mahnt der Alte sichtlich panisch und macht sich daran vom Feuer wegzuhumpeln, doch stoppt ihn die Brust eines großen Mannes, gegen die er humpelt. Erschrocken weicht der Alte zurück, verliert den Halt und landet unsanft auf seinem Steiß. Als er den Blick hebt, sieht er, vom Feuer angeschienen, den Mann, der ihn da stoppte. Er trägt lediglich eine stählerne Brustplatte, Stiefel und mit feinen Stahlplättchen besetzte Handschuhe. Das rote Haar des Mannes weht im lauen Abendwind. Im Schritt ist der Mann gänzlich unbekleidet. »Nicht nett, gar nicht nett. Nein, gar nicht.«, raunt der Mann vor ihm. Der Alte will noch was erwidern, doch da trifft ihn schon der Schlag einer Keule am Kopf und um ihn herum wird alles schwarz.

Während der Nacht kommt der Alte zu Bewusstsein, hört, wie die Räuber an seinem Feuer Fleisch braten. Es brutzelt vor sich hin und riecht appetitlich.
»Hab dir doch gesagt, die beiden hier läuten nicht. Ich sage, wir müssen weiter, um den nervigen Glöckner endlich zum Aufhören zu bringen.« Die Antwort von dem angesprochenen Mann bekommt der Alte schon nicht mehr mit, da schon wieder jemand gegen seinen Kopf schlägt und ihn seines Bewusstseins beraubt.

Es fällt dem Mann schwer, die Augen zu öffnen. Er tastet an seiner Stirn, verscheucht so eine Fliege von der über Nacht verkrusteten Wunde. Das Feuer ist erloschen. Von den Räubern auf dem ersten Blick keine Spur. Allerdings von seiner Begleitung, zumindest vom Kopf, der auf einem Pfahl aufgespießt neben dem Lager seine letzte Ruhe gefunden hat. Mit heraushängender Zunge blicken die toten Augen in Richtung Wüste. Zittrig schaut der Alte an sich herunter. Es scheint noch alles da zu sein, die nächtlichen Räuber scheinen nur Interesse an seiner Begleitung gefunden zu haben. Er setzt sich auf. Sieht die Stellen, an denen sich die Räuber zur Nachtruhe hingelegt haben. Erstaunt stellt er fest, dass ihre Waffen noch hier liegen und Teile ihrer Ausrüstung. Was ihn noch mehr erstaunt ist, dass keine Spuren vom Lager wegführen, nur auf das Lager zu. War Mitra ihm wohlgesonnen und hat diese Barbaren einer gerechten Strafe zugeführt?

»Grrrrmml.«, raunt der rothaarige, nun kahlgeschorene nackte Mann am Strand und reibt über seinen Unterarm, den Stein dort gar nicht erst beachtend. Er guckt sich um. Ein wenig verwundert, lag er doch zuletzt an einem Feuer und nicht an einem Strand. Immerhin sind die Glocken verstummt. Der Mann reibt sich über den Magen und dem anfänglichen Grummeln fügt er hinzu: »Hunger.«
 
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