Angenommen Flint Wurmblut

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Flint Wurmblut
#1
Es wurde ruhig im Exil. Nachdem sich der Kindergarten Aufstand der 4 Pfoten scheinbar selbst aus dem Weg geräumt hat gab es kaum noch viel zu tun. Die Tribe Wars waren vorbei und der Markt war kaum noch besucht. Markus lebte schon seit einiger Zeit sehr zurückgezogen, Pia hatte immer noch mit den Nachwirkungen ihres Entzuges zu kämpfen und Kerchak und Conni hatten sich schon wieder in den Haaren. Und dann war da noch Flint. Ein Wurm der seine Lage, wie immer, nicht recht beurteilen konnte. Einerseits war er im Exil sicher, es mangelte ihm an nichts, andererseits wurde es auch ein wenig eintönig. Und gerade seinen neuen Garten hatte er schon immer gehasst. So lag er auch in gerade diesem, seinen Zungenwurm als Kopfkissen benutzend, und dachte über lang vergangene Zeiten nach.

Als er sich das erste mal aus der Erde erhob.
Als er den Wurmstamm gründete und zu Ruhm führte.
An seine Familie, seine Frau und seine 3 Kinder.
An die große Wurmkrise und an die logische Lösung.
Und natürlich auch an das abrupte Ende.

Doch gerade diese Erinnerungen waren für ihn schon immer sehr verschwommen und sind mit der Zeit nur noch mehr verblasst.
Dann kam der Neuanfang. Allein in einer fremden Welt mit fremden Lebewesen.
Flint erinnerte sich an die Menschen die er dort traf.
Pence, die erste Person die er dort traf. Mit ihm hatte er so einige Abenteuer im Verlauf seiner Geschichte erlebt. Vom Schuppenwurm zum Wellenwurm war da alles dabei. Auch der erste Fellwurm war von ihm. "Achja Erika ..." seufzte Flint.
Er erinnerte sich an Malcolm und Nelson, die beiden bei denen er zu Beginn seiner Reise unterkam. Und daran wie sehr Malcolm ihn einige Monate später noch enttäuschen sollte.
Michael Brown, derjenige, der es beinahe geschafft hätte mit dem Wurm zusammenzuziehen. Beinahe.
Wie er mit Alex vom Strandbund ein Prachtwurm Baby großziehen wollte - und wie er sich ein zweites Ei von ihm abholte nachdem er das erste "fallen lies".
Wie er zusammen mit Vince und den Kohle Brüdern den Überwurm gefangen hatte und wie stolz er am nächsten Markt mit dem Überwurm war.
Als er von Kodex den Wurmhammer kaufte. Was für ein verheißungsvoller Tag.
An seinen eigenen Perlen Verkaufsstand auf dem freien Markt.


Als ein verwirrter kleiner Mann auf seiner Insel auftauchte der sich als der Graf herausstelle.
Natürlich auch an den Tag als er Rüdiger das erste mal in seine Augen sah ...
Und das schöne Ende mit der Systemwache. "Was für ein geselliger Tag das damals war. Sowas könnte ruhig häufiger passieren." murmelte Flint.

Das sollte aber erst der Beginn seiner Reise gewesen sein. Auch an das 3. mal, als er nackt im Dreck aufwachte, sollte er sich erinnern.

Die erste Person die er traf war Martin Mayer. Der Beginn einer langen, wunderbaren Freundschaft. Martin wurde sogar zum Ehrenwurm ernannt und bekam seine eigene Maske.
Auch traf er die 4 Pfoten welche sich später als sehr leicht reizbar herausstellten. Naja manche zumindest.
Er erinnert sich an seinen zweiten Fellwurm. Größer, stärker, besser. Und auch daran wie dieser an einer inkompetenten Reiterin zu Grunde ging.
Er erinnert sich an Alukah, die einzige Person die seine Liebe zu Freundwürmern teilte.
Daran wie er den Freigeistern beitritt - und daran wie er sie mit seinem neuen Weggefährten Kerchak verließ.
Als er den Zungenwurm, einen Begleiter durch dick und dünn, traf.
Wie er das Exil mitgründete und neben Kerchak auch noch Markus, Conni, Pia und Aurora an seiner Seite waren.
Wie ihn Rüdiger verließ, auf einer Mission die anderen Rüdigersen zu wahren Ruhm zu führen.
An das erfolgreiche Wurmritual, "Achja was für ein Chaos das war."
An Amreis Beerdigung. Flint hatte Siri noch nie so traurig erlebt.
Und der Zebramann natürlich. "Achja das war scho- ..."

Flint unterbrach seine Nostalgie und schrak auf. Ihm war so als stünde jemand genau hinter ihm. Flint schaute sich verwirrt in seinem Garten um. Doch da war niemand sonst außer er, seinen Tieren und dem beinahe leblosen Körper von Miharu. "Zebramann? Bist du es wirklich?"
Flint wurde von Kerchak und Pia unterbrochen:
"Hey Flint wir gehen rüber zu den Knoxvilles, Lust mit zu kommen?"
"Puh nein nein, ich ähm muss mich mal dringend ausruhen."
"Das klingt aber gar nicht nach dir. Naja bis gleich."

Die beiden schwangen sich auf ihre Würmer und machten sich auf den Weg. Flint setze sich nochmal in Ruhe hin und nahm die Maske ab. "Ich wusste, dass er noch lebt. Blöde Leute die meinten er wäre tot. Ohhhh Flint wir haben seine Leiche mit eigenen Augen gesehen. Bla Bla so ein Blödsinn." Flint wollte sich für heute dann doch lieber einmal schlafen legen nicht das er noch etwas unerwartetes tut. Doch auch schlafen wollte nicht so richtig funktionieren, als er von Kerchaks schriller Stimme aufschrak.

"Fliiiiiiiint. Fliiiiiiiiiint. Du wirst nicht glauben was wir gerade festgestellt haben. Der Schwachsinn mit dem Schatten war echt wahr. Die Knoxvilles sind weg. Und der Graf auch. Und alle Tiere stehen auch noch da. Vielleicht war das mit den Symptomen doch was ernstes."

Flint lachte wie ein Adeliger: "Ahooo der blöde Schatten war von Anfang an nur ein möchtegern Untergang. Die tauchen bestimmt wieder auf."

Doch das sollten sie nicht. Noch in der selben Woche nahm die Truppe Abschied von den Dreien. Doch Flint wollte es nicht glauben das seine Freunde für immer weg sind. "Die sind genau da wo der Zebramann auch ist. Kann doch nicht so schwer sein." Die nächsten Tage sah Flint den Zebramann immer wieder. Im Schatten lauernd, hinter einer Ecke verschwindend. Doch bei genauem hinschauen war da nichts. Nie.

Nach einer beinahe schlaflosen Nacht erhob sich ein wütender Flint aus seinem Bett und marschierte geradewegs zu Kerchak:

"Kerchak! Nimm dein Horn und blas mir so fest ins Ohr wie nur möglich."
Kerchak zögerte nicht lange:
"Na gut"
-tröööööööt-
"Aber warum?"
"Ich hab was im Ohr! Ahhhhh und es geht nicht weg!"
Pia kam zur Runde dazu und lachte:
"Mhhh vielleicht sogar eine Art Glockenläuten? He he."
"Ja Pia! Tatsächlich!"
"Oook das ist gar nicht gut. Wie bei den anderen 3. Das sind die Symptome Flint!"
"Niiiiiemals", rief Flint, "Ich hab nie etwas was die anderen auch haben. Wie viel hatten das jetzt schon? 4 bis 5? Pah wie Mainstream."
Pia entgegnete: "Naja so lange du nicht irgendwelche Gestalten siehst ist noch alles gut."
"Nein nein alles gut. Nur der Zebramann taucht in letzter Zeit öfter mal wieder auf."
Kerchak mischte sich auch wieder ein: "Alles klar Flint. Wir besuchen die Tage mal den guten Doktor."
Die Tage vergingen bis sie Flint tatsächlich davon überzeugen konnten den Doktor aufzusuchen. Doch nie war Balrog zu Hause. Nach einiger Zeit wurden die Symptome aber als normalen Flint Wahnsinn akzeptiert, gerade weil sich auch die Adelskrankheit des Wurms wieder breitmachte.

Eines Tages jedoch war etwas anders. Ein von Schlafmangel geplagter Flint versuchte sich am Mittag mal ins Bett zu legen und schlief überraschenderweise sehr gut ein. Er erwachte als er eine schemenhafte Figur vor sich wahrnahm. Er konnte nichts erkennen. doch war er sich sicher, dass es sich um den Zebramann handeln musste. Die Figur verließ sein Haus, hinaus in die finstere Nacht. Hatte er so lange geschlafen? Egal. Flint musste der Figur folgen und fand sich in einem schwarzen Nichts wieder, wo sonst sein Garten war. Plötzlich schlief er wieder ein.

Ein 4. mal erwachte Flint. Ohne Sachen und im Dreck. Flint sah durchaus vertraute Wesen. Spuckwürmer, Federwürmer, alles da. Der Wurm war sich sicher nicht mehr zu Hause zu sein. Zu oft hat er sich schon in dieser Situation wiedergefunden. Er vergoss eine Träne für seine zurückgelassenen Tiere und eine weitere für seine Freunde. "Sie werden schon gut füreinander sorgen." , tröstete sich Flint. Hinter ihm kroch eine vertraute Figur aus dem Wasser. Ein Rüdiger. Flint schmunzelte kurz bevor ihm auffiel: "Moment mal ein Rüdiger? Hier? Mitten im Wald? Gar nicht mehr nur im Sumpf? Das muss es sein! Das was Rüdiger erreichen wollte!" Flint streichelte das sichtlich verwirrte Wesen. "Das könnte interessant werden."


RL: Oben ist mein Reallife Teil. Der Rest ist egal.
 

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