Inaktiv Season 3 Elenor 'Ellie' de-Haan

Alter
26
Geschlecht
weiblich
Rasse
Mensch
Heimat
Medios Asteroid Space Station - Sol - Bereich Saturn
Hautfarbe
weiß
Haarfarbe
hellbraun
Augenfarbe
grün
Besonderheiten
Virtual Reality Implantat (VRI) hinter dem linken Ohr, ca. 2-Cent groß
Registriert seit
13. 10. 2017
Beiträge
3
Ark Char
Elenor de-Haan
#1
Hullo beisammen!

Ich wage nun auch einmal den Schritt ins mehr oder weniger Neuland. Ich hab den Account ja nun schon seit etwas mehr als zwei Monaten und hab zwei, drei Fragen gestellt - einige nicht 'in person', zugegeben, sondern auf Umwegen, aber nichts desto trotz habe ich mich heute einmal hingesetzt, um eine schlichte Idee zu Papier zu bringen, um bei euch reinzuschauen zu dürfen.

Rollenspiel als Hobby begleitet mich nun schon seit einer gefühlten Ewigkeit, was in Jahren ausgedrückt...öhm...fast 15 sein mögen, in diversen, anfangs natürlich nicht ausgereiften Formen. Chat-RP Erfahrungen Marke Animexx und eine große Liebe für Single-Player RPGs mündete in eine Faszination für dieses 'Pen&Paper', was mich dann über Umwege auch mit Online-Rollenspiel in Berührung brachte (sprich: RP in Spielen mit einer Pixelfigur als Avatar) und sich dann als mein Fokus etablierte.
Rollenspiel ist also ein Hobby, was mich schon seit langer Zeit begleitet, mal mehr, mal weniger im Vordergrund, aber irgendwie immer im Hinterkopf, wenn ich mir meine Spielfigur für andere Spiele bastle, zum Beispiel.

Was allerdings komplett neu für mich ist, ist die Idee des 'gesprochenen RPs', dem Verborgen meiner eigenen Stimme, weswegen ich leider keinen harten, kernigen Typen auf die Bühne stellen darf. Nun, hart und kernig liegt mir vermutlich eh nicht so sehr, auch wenn der Traum Bestand hat!

So weitere Fragen sind, stehe ich natürlich gern Rede und Antwort. :achappy:

Ich hoffe, die folgende Geschichte entspricht den Anforderungen:

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Die Wirkung der Pillen ließ zu schnell nach.
Ein Umstand, den Ellie mit aufkommender Unruhe bemerkte, während sie sich zwang ihre verkrampften Finger aus dem Stoff ihrer Hose zu lösen und sich zu entspannen.
Sie fühlte sich müde und erschöpft, wie gerädert. Ein Ausdruck, dessen Bedeutung sie einmal im 'Spacenet' nachgeschlagen hatte und dessen Erklärung sie nun grimmig lächeln ließ, als ob irgendetwas daran viel zu nah an der Wahrheit lag. Als ob das hier irgendwie nur eine Art Illusion war. Amüsant auf vielerlei Weisen.

Ein Glockenschlag. Dann ein zweiter.

"Nächster Patient: Herr Bryleff, Akan. Frau Doktor Charlton-Mello erwartet Sie in Raum Fünf. Bitte halten Sie Ihre persönliche Kranken- und Bonuskarte bereit, so vorhanden. Vielen Dank."

Ellie atmete einmal durch und erwischte sich beim nervösen Hibbeln und besaß doch nicht mehr die Kraft, damit aufzuhören, so zu tun, als wäre sie ruhiger, als sie sich fühlte.
Vielleicht ließ die Wirkung gar nicht nach. Vielleicht war sie nie wirklich dagewesen.

Der aufgerufene Patient erhob sich irgendwo schräg gegenüber von ihr. Dunkle Haare und Augen, buschige Augenbrauen und ungewohnt dunkle Haut, die darauf schließen ließ, dass er Vorfahren besaß, die irgendwann vor vielen Generationen im südlichen Bereich der Erde gelebt haben mussten. Sonne gab es hier auf ihrer Asteroidenstation 'Medios' kaum welche. Nur in Bildern oder suggeriert durch das VRI und auch nur dann, wenn man jemanden fand, der vernünftige VRIMs im Angebot hatte und nicht die Billigteile, die kaum mehr waren als eine Art 3D-Projektion.

Drei.

Akan Bryleff schritt an ihr und den gut zwanzig anderen wartenden Leuten vorbei, den viel zu hellen und sterilen Gang entlang, während ein Glockenschlag später die mechanisch klingende Frauenstimme abermals eine Person aufrief.

Und für einen viel zu unangenehmen Augenblick lang schien es, als ob ihr jener Akan Bryleff einen wissenden Blick aus den Augenwinkeln zuwarf, zusammen mit einem spöttischen Schmunzeln.
Sie schluckte schwer und rutschte unruhig auf ihrem unbequemen Plastikstuhl hin und her und brachte die alte Frau neben ihr zu einem entnervten Schnalzen mit der Zunge, als sie ihr dabei - zum wiederholten Male, wie sie da begriff - den Ellenbogen in die Seite drückte.

"Sorry...", murmelte sie leise und schielte an ihren hellbraunen Haaren vorbei dem Mann hinterher, der hinten links einbog.

Fünf.

Ellie atmete durch und suchte nach Ablenkung, während sie auf ihren eigenen Aufruf wartete. Sie wünschte, sie hätte noch eine Pille, aber sie wollte den Scan nicht weiter beeinflussen. Nicht, dass man sie dann bat, an einem anderen Tag wiederzukommen, weil all die chemischen Stoffe in ihrem Kreislauf die Ergebnisse verfälschten oder so etwas.
Weil sie nicht wiederkommen wollte. Weil sie nicht gezwungen sein wollte, so nach Hause zu gehen, ohne Lösung, ohne Hilfe.
Die Arbeit war so nicht zu bewältigen. Zwölf-Stunden-Schichten am Fließband funktionierten nicht, wenn jedes Geräusch sie nervös machte und noch nicht einmal dämpfende Ohrenschützer das Unangenehmste von allem - die Glocke - verdrängen konnten. Und Beruhigungspillen konnten nur so viel auf Abstand halten.

Ihre Großmutter hatte das 'Ganymede'-Fieber gehabt, eine Krankheit, die sich aufgrund von Sonnenlichtmangel in Kombination mit Medikamenten, die diverse Defizite soweit ab von der menschlichen Heimat hatten ausgleichen sollen, auf den neueren Weltraumkolonien entwickelt hatte und nur schwer einzudämmen war, wenn sie erst einmal ausbrach. Ein wenig wie das HIV des pre-stellaren Zeitalters. Es war nicht auszuschließen, dass sie nun ebenso ein Opfer dessen wurde. Natürlich nahm sie ihre ganzen Medikamente und DSTs, aber die Symptome schienen sich über die letzte Zeit hinweg zu häufen, noch mehr, seit dem sie seit fast zwei Wochen oder so das Gefühl hatte, irgendwie in die Liga der Verrückten getreten zu sein. Die Alpträume, die Paranoia, das verdammt eklige Gefühl, irgendwie der Mittelpunkt eines kruden Spiels zu sein...zusammen mit dem Stress auf Arbeit und ihrer eigenen Unzufriedenheit mit allem ...shit.

Sechs.

Die mechanische Stimme sprach durch den Glockenschlag hindurch und brachte Bewegung in die Alte neben ihr, als diese sich erhob und indigniert auf sie heruntersah. Ellie duckte sich unwillkürlich unter dem Blick und stellte ihre Überspannungshandlung, das heftige Kratzen am Handgelenk, langsam ein und hob mit einem angespannten Lächeln die Schultern.
Kein Gruß, kein weiterer Blick, nur ein irgendwie ärgerliches Davonstapfen.

Ellie biss sich auf die Lippen und lenkte den Blick zur Seite, zum Sitz ihrer so eben abtrünnig gewordenen Sitznachbarin und starrte den Fyler an, der auf der Sitzmuschel lag. Hellblau mit 'Digi'-Bildern, die von einem Motiv ins andere wechselten.

"Reisen Sie in die Vergangenheit. Zukunft oder in ihre Träume. - Fragen Sie noch heute ihren Arzt!"

Sieben.

Sie griff danach. Weniger aus wirklicher Neugierde, denn der Ablenkung wegen.
Es war Werbung für ein neues VR-Implantat und neue, noch realistischer wirkenden Module. Das Bild zeigte die Erde im Nichts schweben, blau und braun und weiß und wunderschön. Schöner, als sie wirklich heute noch war, und wechselte dann auf etwas, von dem Ellie stark vermutete, dass es eine Stadt irgendwann vor vielen Jahren zeigen sollte, frei stehend und mit offenem Himmel.
Weiter drunter eine Wiese in Sonnenschein gebadet und einer Liege etwas weiter ab, ehe das Bild wechselte und dem Betrachter suggeriert wurde, er selbst würde aus eben dieser Liege nach oben ins Licht schauen.

Ja. Das wäre etwas. Einfach für ein paar Tage abtauchen, Kassenbezahlter Urlaub. Wenn sie wirklich das Fieber hatte...war es nicht so abwegig, dass man ihr ein paar Stunden VRIM-Nutzung verschreiben würde.

"...-nt: de-Haan, Elenor. "

Acht.

"...Doktor Hakkai erwartet Sie in Raum Neun. Bitte halten sie Ihre persönliche Kranken- und Bonuskarte bereit, so vorhanden. Vielen Dank."


Ellie zuckte zusammen, als sie begriff, dass dieser Aufruf ihr galt und presste den Flyer an ihre Brust, während die umsitzenden ihre kurze, abmessende Blicke zuwarfen. Ein kleiner Junge, der die ganze Zeit immer wieder gehustet hatte, schien ihr zuzunicken, als ob er mehr über... alles wüsste, als sie ihre Tasche griff und halb über dessen Riemen stolperte. Sie zwang sich langsam zu gehen, nicht zu rennen, auch wenn die Aussicht auf Raum-

Neun.

ihr Schritt um Schritt immer weniger wie eine - haha- Heilstätte erschien. Der weiße, zu hell beleuchtete Gang mit den bunten Linien an den Wänden, wobei eine Farbe einem Raum zugeordnet war, schien enger und enger zu werden, nur um dann, als sie der grünen Linie nach, nach rechts abbog, mit einem Mal dunkler zu werden, wie in Schatten getaucht. Trotz der eindeutig brennenden Lampe an der Decke.
Sie fühlte ihr Herz laut bis in ihren Hals hochschlagen, während der Flyer unter ihrem festen Griff knitterte und leise 'zisselte', als ihr Nagel sich dabei in das 'Digi'-Papier bohrte.
Grün wirkte grau, der glatte Boden tückisch und undeutlich.

Zehn.

Der Glockenschlag wie ein schlechtes Omen, als sie sich erneut um eine Ecke schob, nur um dann vor absoluter Dunkelheit zu stehen. Ein Schritt vor, schluckend, in die Schwärze.

Und dann, mit einem weiteren plötzlich sehr nah klingenden Läuten, die Ohnmacht, in die sie schlicht kopfüber fiel.


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VRI - Virtual Reality Implant
VRIM - Virtual Reality Implant Module
DSTs - Dietary Supplement Tablets
 

DichteFichte

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