Verstorben Dr.Balrog

Balrog

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Doc. Balrog
#1
Es beginnt mit den Träumen.
Fürchterliche Albträume die den Doktor seit einiger Zeit heimsuchen.
Dabei hatte er sich in der Zuflucht eigentlich recht sicher gefühlt...Die steile Klippe,die starke Mauer und nicht zuletzt der große treue Bär der seit einiger Zeit vor der Haustür schläft...sicher ist sicher.
Doch all das hat nicht das gewohnte Gefühl der Sicherheit gebracht das er einst in der Zuflucht hatte.
Seit Tagen bleibt er lieber für sich und meidet die Wildnis.Auch zum Markt erschien der Doc zuletzt immer weniger.
Immer wieder schreckt er hoch,spürt das jemand....etwas ihn verfolgt.Doch da ist nichts.
Selbst die stärksten seiner Beruhigungsmedikamente helfen nicht gegen diese Angst.

2 Tage später schreckt er erneut hoch.Aber diesesmal sind es keine Albträume....Ein Ohrenbetäubender Knall vom Himmel schreckt ihn auf.
Er schnappt sich ein Fernrohr und blickt gen Himmel.Ein Feuerball,erst weit entfernt dann immer näher kommend.Aber das ist kein Komet,kein Asteroid...
Das ist ein Schiff.Etwa Systemwachen?Ihn erschaudert der Gedanke und die Erinnerung an die Letzte Begegnung mit der Systemwache.
Aber Moment den Schiffstyp kennt er doch.Jahrelang flog er und sein Team mit solchen Truppenstransportern.
Das Schiff landet auf der Wiese neben dem Gewächshaus.Und sieben schwer bewaffnete Soldaten stürmen aus dem Schiff und sichern die Umgebung.
Der Doktor beruhigt den Bären und nähert sich langsam der Gruppe.Der Anführer ein streng wirkender Sergeant kommt ihm entgegen,gefolgt von den anderen Soldaten die weiterhin nervös die Umgebung sichern.

"Doktor Balrog?Vierte Sondereinheit 3 Division?"
"ähm...wie..wie haben sie..?"
"Ihre Kennnummer!"Unterbricht ihn der Sergeant.
"Meine Kennummer?" Der Doktor versucht die Gedanken zu ordnen.
"Ja ihre Kenn...."
"34844359"
Der Sergeant nickt.
"Hat lange gedauert bis wir sie gefunden haben.Wir haben 3 Minuten bevor die merken das hier was nicht stimmt.und sie uns sehen können.
Wir bringen sie ins Hauptquartier,der General hat einige Fragen an sie,es geht um ihre letzte Mission.
Aber später mehr,in den Transporter,los!"

Der Doktor sichtlich erschüttert versucht die Fassung zu behalten.
"Was?Ich kann hier nicht weg.Es ist..ich kann...."
Einer der Soldaten klopft dem Sergeant auf die Schulter.
"2 Minuten,Sir!"
Der Sergeant nickt.
"In Ordnung dann los."
Zwei Soldaten eilen zum Transporter und holen eine Verkohlte Leiche hervor und schleppen sie zum Haus wo sie die Leiche ablegen.
Der Doktor noch immer überfordert mit der Situation
"Was..wer ist das?"
"Das sind sie..oder zumindest sollen die denken das wären sie...Das verschafft uns etwas Zeit.
Und jetzt in den Transporter mit ihnen,na los."

"Sie Verstehen icht..ich kann hier icht weg.Die Menschen die hier leben zählen auf mich...Das..das hier ist jetzt mein Zuhause..."
Der Sergeant wird ungeduldig und schreit schon fast.
"Ich habe ihnen einen Befehl gegeben!! In das Schiff,sofort!!!"
Auch der Doktor verliert die Fassung und wird zunehmend lauter.
"Ich werde diesen Planeten nicht verlassen,Sergeant!Sie und ihre Männer...."
Ein harter Schlag auf dem Hinterkopf beendet die Disskusion und die Soldaten schleppen den Bewusstlosen Doktor in den Transporter.
Einer der Soldaten wirft einen Brandsatz in das Haus vor dem die verkohlten Leiche liegt.Ein weiterer Soldat bringt eine Maschine an dem Arm des Doktors an wo das Implantat sitzt.Ein kurzes Zischen und das Implantat ist entfernt.Der Sergeant betrachtet es kurz und wirft es dann belanglos ins Gras. Eine Sekunden später hebt das Schiff ab und verlässt den Planeten.


Einige Stunden später kommt der Doktor zu sich.Sein Kopf schmerzt...und er hört Buchstäblich Glockengeläut.
Noch immer etwas benommen taummelt er zur Pilotenkabine wo die Soldaten und der Sergeant etwas erleichtert auf ihre Monitore starren.
"5 Systeme und noch kein Zeichen von ihnen....Ich glaube wir habens geschafft Männer."
Ein erleichtertes durchatmen geht durch die Reihen der Crew.
"Ah Doktor,verzeihen sie diesen rauen Umgang aber ich hab meine Befehle.Wir hatten keine Zeit um das auszudisskutieren.
Aber es wird sie freuen das wir sie von diesem Implantat befreien konnten.Mehr als eine Narbe wird kaum zu sehen sein.
In ein paar Tagen sind wir im Terranischen Raum,dort wartet General Wheeler schon auf sie.
Was auch immer sie auf Ihrer letzten Mission gemacht haben,die hohen Tiere wollen sie so schnell wie möglich dazu befragen."

Der Doktor kann sich kaum konzentrieren um zu antworten,ein Merkwürdiger Schwindel geht durch seinen Kopf...Und diese Glocken....Das ist keine Gehirnerschütterung...das ist etwas anderes.
Bevor er antworten kann ertönt ein Alarmsignal und die Bildschirme leuchten Rot auf.

Der Sergeant stürmt zum Piloten.
"Sergeant,Holographics meldet Langstreckengeschosse 2 klicks sich nährend,sir!"
"Wie weit?"
"2 klicks.4..nein 5 Kontakte...sie haben uns erfasst.Ich versuche sie Abzuschütteln!"
Doch es war zu spät eine Explosion erschütterte das Schiff.Funken und Teile wurden durch den Raum geschleudert.
Dann noch eine Explosion.
Der Pilot drückt wie wild auf seiner Konsole herum und ruft nach hinten:
"Direkte Treffer!Hauptantrieb ausgefallen,Hüllenbrüche im Hangar und auf der Backbordseite.Wir verlieren Energie.
Lebenserhaltung bei 60%.Noch so ein Treffer halten wir nicht aus."

Der Sergeant schaut sich kurz um und gibt dann den Befehl zur Evakuierung.
Der Sergeant greift den Doktor, der sich vor Benommenheit kaum noch auf den Beinen halten kann und die Szenerie nur verschwommen mitbekommt,und zerrt ihn in eine Rettungsshuttle während der Pilot ins Funkgerät ruft:
"Hier ist der Truppentransporter Jaguar 4519 auf dem Weg ins Terranische Gebiet.Mayday,mayday,mayday.
Wir haben einen Passagier der Priorität Alpha 1B an Bord und müssen evakuieren.
Das Schuttle trägt die Kennung 1413586.Bitten um sofortige Bergung des Passagiers.
Ich wiederhole...."

Währenddessen ist der Doktor kaum noch bei Bewusstsein.Das Läuten in seinen kopf wird immer stärker und lauter während er nur schemenhaft mitbekommt wie der Sergeant ihn ins Rettungsshuttle bringt und einen Automatischen Kurs eingibt.Der Sergeant schnallt den Doktor in seinem Sitz fest und verlässt das Schuttle eilig.

"Ich hab den Kurs auf das Hauptquartier gesetzt.Viel Glück ihnen."

Das Shuttle wird in den Weltraum geschossen.Nur wenige Sekunden später explodiert das Schiff.
Von all dem bekommt der Doktor aber nicht mehr viel mit.Das letzte was er sieht ist wie das Schuttle den angegebenen Kurs aufnimmt.
Dann wird ihm Schwarz vor Augen.


ps.Sollte sich jemand genötigt fühlen mich über eventuelle Rechtschreibfehler aufzuklären,so sei er dabei bitte entsprechend kreativ.
Denn der einfallsreichste Teilnehmer gewinnt ein Romantischen Abend mit mir.
NICHT!
 
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Balrog

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Doc. Balrog
#3
Auszug aus dem Tagebuch vom Doktor.

Ich träume schon wieder.. Träume von dem Leben vor meiner Zeit hier.
Träume von der Zeit als ich noch Stabsarzt und Soldat war.
Alle meine Vorgesetzten hielten uns für Tapfer und für Verschwiegen.
Wir sind nie vor einem Kampf davongelaufen aber nur weil wir Angst hatten das unsere Kameraden sehen das wir Angst hatten.
Mehr waren wir nicht. Nur Feiglinge die Befehle befolgten. Egal was das für Befehle waren.
Das Dorf niederbrennen? Sicher. Wir sind eure Feuerteufel!
Klau dem Bauern die Ernte? gern! Wir sind eure Diebe!
Tötet diese Jungen Burschen damit sie sich nicht erheben gegen uns! Wir sind eure Mörder!
Ich weiß noch einmal brüllte uns eine Frau an, schimpfte uns Bestien während wir ihren Sohn aus der Hütte schleiften.
Aber wir waren keine Bestien. Eine Bestie bleibt ihrem Wesen treu.
Und wir hatten unseres Verraten.
Die Männer haben dem Jungen erschossen während seine Mutter tobte und und ich sie zurückhielt.

In dieser Nacht, da habe ich mich so geschämt.
Die Scham lastete so schwer auf mir das ich nicht essen konnte ,nicht schlafen konnte.
Ich konnte nur in den dunklen Himmel starren und zuhören wie die Mutter den Namen ihres Sohnes schrie.
Ich werde sie den Rest meines Lebens schreien hören.

Ich weiß ich kann den Jungen niemals zurück bringen.
Mit der Zeit dir mir noch bleibt kann ich höchstens versuchen ein wenig Güte in die Welt zu bringen.
Es ist nie zu spät damit aufzuhören Menschen auszurauben ,sie zu betrügen, sie anzulügen, sie zu ermorden und damit anzufangen Menschen zu helfen.
Es ist nie zu spät wieder umzukehren.....
 

Balrog

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Doc. Balrog
#4
älterer Auszug aus dem Tagebuch des Doktors:

.........
Was ist nur aus uns geworden?
Was macht dieser Ort mit uns?
Wir standen einst für Gerechtigkeit.
Wir kämpften aus Moralischen Gründen,wir haben Gesetze aus Moralischen Gründen erlassen oder gekippt.
Wir haben Armut bekämpft nicht arme Menschen.
Wir haben uns aufgeopfert,wir haben gutes getan weil es uns wichtig war und nicht um uns damit zu brüsten.
Wir bauten tolle,fantastische Dinge.
Machten unerhörte Technologische Fortschritte,erforschten das Unsiversum und heilten Krankheiten.
Wir griffen nach den Sternen.Wir blickten zum Himmel hinauf und fragten uns wo unser Platz im Universum ist.
Und heute? Heute blicken wir auf den Boden hinab und zerbrechen uns den Kopf über unseren Platz im Staub.
Aber so muss es nicht sein.Wir haben die möglichkeit unser Dasein wieder Lebenswert zu machen und es mit wunderbaren Freiheitsgeist zu füllen.
Wir können all das machen und sein weil wir hier die Möglichkeiten für einen Neuanfang haben.
Weil wir uns hier nicht danach definieren müssen wo wir herkommen oder an was wir glauben...
sondern dadurch das unsere Herzen hier gemeinsam schlagen.
.....
 

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#5
Medizinischer Bericht Eintrag 23:

Patient: Jarl Rollo Bärenpranke
Alter : um die 30 Winter (man beachte die Wortwahl)
Anamnese: - Multiple Stich-,Hieb und Bissverletzungen [vernarbt]
- Diverse Brüche an Arm,Bein und Schulter [Verheilt]
- Rippenprellung [Verheilt]
- Gehirnerschütterung [ Verheilt]
- bedenklich mangelhafte Hygiene [Sozial & Epochenbedingt]
- Sepsis [Verheilt]


Diagnose: Schwere Vergiftung, Exitus (tot.....zweimal...) Rippenbrüche (In folge der Reanimation)

Bericht:

Der Patient wurde mit ener B-Waffe in Form einer Granate betäubt und schwer vergiftet. Übelkeit,Krampfanfälle,Bewusstlosigkeit und Luftnot bis zum Erstickungstod wurden als Symptome beschrieben.

Dem Patienten wurden...warum auch immer, Penicilin und Weidenbaumextrakt in hohen Dosen,von nichtmedizinischen dritten,verabreicht.
Gut möglich das diese Überdosis seine Nierenfunktion dauerhaft beeinträchtigt.

Medizinische Behandlung:
Kohlelösung wurde verabreicht um die Schleimhäute vom Gift zu befreien.
Elektrolyte-Konzentrat wurde verabreicht zur Flüssigkeits-Substitution.
Intramuskuläre Injektion in den Gluteus Maximus(Arsch) mit dem Gegengift
Intravenöse Injektion in vena.radialis des Gegenmittels

Herzdruckmassage mit Mund-zu-Mund Beatmung (Niemals wieder erwähnen)
Adrenalin,extrahiert aus den Nebennieren von Schafen (Fragt nicht!) wurde in den Herzbeutel injiziert.
Nach Injektion des Adnedralins haben sich Werte des Patienten stabilisiert.
Das Gift müsste sich im Laufe der Tage restlos auflösen.
Nachuntersuchungen dringend erforderlich!

*Der Rest wurde geschwärzt*


Anmerkung:
Das Adrenalin aus den Nebennieren der Schafe hat besser Funktioniert als ich dachte.Nachuntersuchungen sind dringend notwendig.
 

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Doc. Balrog
#6
26.Mai

Mein letzter Eintrag in dieses Tagebuch.
Ich habe versucht wahrheitsgemäß zu Berichten was ich gesehen und getan habe.
Ich maße mir nicht an den Verlauf meines Lebens verstehen zu wollen.
Ich bin sehr dankbar für all das woran ich teilhatte.

Nie war ich besonders lange an einem Ort,seit ich meine Frau und meine wunderschöne Tochter verlor.
Es gibt so vieles hier was ich nie verstehen werde.
Ich war nie ein großer Kirchgänger und was ich in meinem Leben gesehen habe ließ mich oft daran zweifeln wozu es Gott überhaupt gibt.
Doch dieser letzte Ort hat in der Tat,eine spirituelle Kraft.
Und obgleich sie mir vielleicht auf ewig verschlossen bleibt,kann ich doch nicht umhin sie zu spüren.
Fest steht das ich hier seit Jahren wieder unbeschwert schlafen konnte.

Diese Insel und die Orte davor haben mir so viel gegeben. Ebenso wie sie mir nun den Anfang für die nächste Reise zeigen.
Es ist ein ungewisses Ziel. Und falls mir auf dieser Reise das schlimmste wiederfährt,dürfen wir nicht vergessen:
Zu weinen heißt nicht sich zu fürchten,zu trauern nicht sich geschlagen zu geben.

Ich habe nach bestem Versuch mit der Zeit die mir geblieben ist etwas Güte in die Welt zu bringen.
Und falls ich jemals zurückblicken sollte,so hoffe ich dass es mir gelungen ist.


Dr.Balrog
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