Season 3 Dr. Amelia Thalberg

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Aurora
#1
Hallo, dann komm ich (Aurora/Sophie) mal mit meiner Charakteridee für die neue Season. Bin schon sehr gespannt!

Amelia soll deutlich anders als Aurora sein. Im Gegensatz zu ihr übernimmt sie gerne die Führung, wenn sich die Möglichkeit ergibt, hat deutlichen Forscherdrang/-freude, möchte effiziente Zusammenarbeit/Mithilfe, sie ist freundlich, aber versucht sehr überlegt zu handeln/sich anzufreunden.

Aber verschafft euch selbst einen ersten Eindruck:


....

Teraforming-Station Okami auf Trappist-1 e, Jahr 2278

...

07:56

"Morgen, Dr. Thalberg! Oh, Sie sehen ja besch... Immer noch Kopfschmerzen?", lautete die Begrüßung, als ich unsere kleine Cafeteria betrat. Martin, mein früherer Laborassistent, stand mit einem mitleidigen Blick am Kaffeeautomaten und reichte mir kurzerhand seinen Becher. Während er sich einen neuen Kaffee bestellte, nippte ich an meinem, froh wieder etwas anderes als den Geschmack von Erbrochenem auf der Zunge zu haben.

„Danke. Ja, die Nacht war nicht die beste. Ich bin froh, dass es heute vorbei sein wird. Weißt du schon, wann das Shuttle ankommen soll?“

„Genau noch nicht, die hatten wohl irgendwelche Startschwierigkeiten, aber so um die Mittagszeit.“

„Na, wunderbar! Wollen die Gelder kürzen, bestimmt noch Mitarbeiter entlassen, meckern rum, weshalb man einen Planeten nicht innerhalb einer Woche bewohnbar machen kann und nehmen einem dann noch das Mittagessen! Beim Arbeiten hab ich mittlerweile schon immer das Gefühl, dass mir diese Geier im Nacken sitzen. Hach, was war das nicht für eine schöne Zeit auf der Uni, wo man nicht immer auf irgendwelche tollen Sponsoren und deren ach so kluge und informierte Meinung angewiesen war… Naja, was soll man machen“, meinte ich schlechtgelaunt.

Die näher rückende Ankunft der Sponsoren setzte dem ganzen Forschungsteam zu. Allen war bewusst, dass damit das gesamte Projekt auf dem Spiel stand. Demenentsprechend hektisch ging es die ganzen letzten Wochen hier auf der Station zu. Zu meinem Ärger waren wir auch gezwungen, viel zu verfrüht weitere Schritte des Teraforming-Prozesses einzuleiten. Obwohl das Klima noch instabil war und die Mikrobiologen mit ihrer Arbeit noch nicht fertig waren, sollten vor einigen Tagen die ersten höheren Pflanzen- und Tierformen auf dem Planeten angesiedelt werden. Eine Schwachsinns-Idee! Ich hoffte, dass ich beim heutigen Treffen wenigstens dies noch aufhalten und umkehren könnte.

11:21

Ich beendete gerade meinen Rundgang über die Station. Nach dem in mindestens zwei Abteilungen noch gefühlt die halbe Welt gerettet werden musste und ich einige Mitarbeiter teilweise zum wiederholten Male auffordern musste, ihre Arbeitsplätze vorbildlich zu halten, befand ich mich nun wieder im großen Treppenhaus, das als größter Raum auch als unsere Empfangshalle diente. Kurz verharrte ich an der Tür zum Genetik-Labor. Dort habe ich auch einmal gesessen, bevor mir mehr und mehr administrative Tätigkeiten aufgetragen wurden. Ich vermisste die Zeiten sehr, als ich noch mit meinem Doktorvater Prof. Birkenbrandt stundenlang im Labor saß, um ein Verbesserung des Wool‘schen Verfahrens zur Rekonstruktion fossiler DNA zu entwickeln. Letztendlich konnten wir die Erfolgswahrscheinlichkeit für die erfolgreiche Übertragung fossiler DNA in die Wirtskeimzelle signifikant erhöhen. „Jetzt kann der Jurassic-Mythos Wirklichkeit werden!“, meinte Prof. Birkenbrandt immer, doch daraus wurde leider nie etwas…


12:42

Die Türen der Andockstation für das Shuttle gingen auf. Ein Dutzend Herren und Damen im Anzug strömten hervor und ließen ihre Blicke - teils staunend, teils abschätzend – über die Station, die Abteilungsleiter und mich wandern. Nach einer förmlichen Begrüßungsrede, mit viel Lobhudelei für unsere ach so guten Spender, und dem anschließenden Rundgang, war ein Meeting angesetzt. Mein Kopf dröhnte von den Kopfschmerzen und noch dazu hatte ich wieder das Klingeln in den Ohren, das schon seit ein paar Tagen immer mal wieder auftrat. Aber nie so stark wie jetzt! Ich musste jetzt durchhalten, denn eine bessere Möglichkeit für meine Änderungsvorschläge hatte ich nicht.

Zu allem Überfluss kamen die feinen Herren nun auch noch auf die Idee, das Meeting in einem unserer Bodenfahrzeuge abzuhalten, um die Fortschritte auf der Planetenoberfläche persönlich in Augenschein nehmen zu können. Vielleicht war die Idee gar nicht so schlecht, so konnte ich ihnen direkt an den Blättern der Pflanzen zeigen, welche Schäden durch die verfrühte Besiedelung entstanden sind.

Beim Einsteigen wurde mir kurz schwarz vor Augen. Ich stützte mich schnell an der Wand ab und hoffte, dass es keinem aufgefallen war. Wir wurden durch die Schächte auf den Boden herabgelassen und das Fahrzeug begann, die programmierte Routineroute abzufahren. Ein Mikrobiologe hielt einen Vortrag über seine Arbeit. Der perfekte Moment war da! Jetzt müsste ich aufspringen und eine flammende Rede über die Sensibilität von jungen Ökosystemen halten! Aber… ich hatte nicht die Kraft dazu… ich … ich fühlte eine Schwärze um mich herum, die mich einhüllte… ich ließ mich fallen…


Uhrzeit unbekannt

Ich bin aufgewacht. An einem Strand. Draußen!

Hastig sehe ich mich um. Ich hatte doch grade noch eine Stimme gehört. Auch jetzt habe ich das Gefühl, dass jemand mich beobachtet. Was wohl passiert sein muss?! Die anderen aus dem Fahrzeug müssen doch hier irgendwo sein! Und wo ist das Fahrzeug?

Ich muss schnell hier weg, das Klima auf diesem Planeten ist noch lange nicht für menschliches Leben geeignet! Wohin?
 
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