Angenommen Cadrim Donnerwetter

Alter
120
Geschlecht
Männlich
Rasse
Zwerg
Heimat
Eris
Hautfarbe
Hell
Haarfarbe
Ziegel
Augenfarbe
Grün
Besonderheiten
Raue Haut. lol :D

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Registriert seit
19. 05. 2011
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#1
Hallo!
Ich bin der Paul, anfang 20 und ein begeisterter Rollenspieler. Aus diesem Grund möchte ich mich auch bei euch bewerben.
Meine Erfahrungen im Rollenspiel beziehen sich auf einige Jahre ARK RP auf.. uhm Anselmkraft? Keine Ahnung wie der hieß. Und diverse PnP Runden mit einem Chaotenhaufen.
Ich habe euren Server durch die YouTube Videos von Rabenfeder gefunden, dadurch will ich auch einen Zwerg spielen. Die sind voll cool. Ja.


Aber nun zur Geschichte:

Das Donnergrollen der Langstreckenkanonen von Unterstützungsposten 3-A4 war das Zeichen, der Kampf hat begonnen und wir mussten uns bereit machen. Das laute Knallen schallt durch die Dunkelheit, gefolgt von den Projektilen aus jeder der 9 Kanonen weit entfernt von uns. Wir konnten die Einschläge deutlich aufblitzen sehen und hörten die Schreie unserer Angreifer. Außenposten 1-D9 wurde schon zwei Monate lang von den Wilden aus dem Osten belagert und immer wieder angegriffen, bis der große Thron endlich entschieden hat eine komplette Artilleriedivision zur Unterstützung zu schicken. Als ihr nächster Ansturm gestartet wurde, hoben wir die Rohre der Orgelkanonen aus den Gräben, entzündeten die Lunte und klappten die Brandvisiere unserer Helme herunter. Das Zischen der Kugeln und der Dampf aus den Rohren nahm uns für einen Moment die Orientierung, bevor wir die nächste Salve vorbereiteten. Der Kampf dauert nicht lange, denn viele der Wilden sind schon gestorben, bevor sie überhaupt unsere Frontlinien berührt haben. Wäre es nicht so verdammt Dunkel gewesen wäre, hätte ich bestimmt auch deren überraschte Gesichter sehen können, als unsere Geschosse wie aus dem Nichts kamen.

Als uns das Signal gegeben wurde, jegliches Feuer einzustellen und die Kanonen zu demontieren bin ich recht erleichtert gewesen. Es wirkte nämlich schon fast den gesamten Angriff über so, als würde ich beobachtet werden. Ich habe es auf einen Heckenschützen geschoben, der wahrscheinlich zweifelhaft versucht mich in der Dunkelheit zu treffen und habe darum einige Schildträger zu uns gerufen. Aber auch als die sich aufgestellt hatten, konnte ich das Gefühl nicht loswerden, dass man mich beobachtet. Zwischenzeitlich wirkte es dann auch so, als würden wir Kirchtürme treffen. Kirchen sind übrigens so große Gebäude mit Türmen dran, da wird dann immer wieder was vorgelesen und alle freuen sich. Dieses Geräusch hier zu hören, während wir in einen Wald und über eine Steppe schießen, war höchst ungewöhnlich. Das Läuten selbst schien aber niemand sonst zu hören, denn mein oberster Kanonier war etwas verwundert, als ich ihm von diesen Geräuschen erzählte und meinte, dass mir wohl der Schwefel zu Kopf gestiegen ist.

Auf dem Weg zurück zur Stadt war das Gefühl aber zum Teil noch immer da, immer wieder habe ich mich umgesehen, als die Böcke unsere Wagen zogen und die Schildträger nah bei mir gehalten. Immerhin wollte ich mir nicht noch nach der Schlacht eine Kugel fangen, das wäre nämlich mehr als Peinlich! Als ich zurück in Caer Dorn war, ging das Gefühl langsam wenigstens weg. Also bin ich einfach erstmal einen Trinken gegangen, die Münzen für den Kampfeinsatz mussten immerhin auch einmal ausgegeben werden! Die Stimmung war gut und die Frauen ausgesprochen gut gelaunt, als ich ihnen von meiner Position erzählte. Man trifft ja nicht alle Tage einen Artillerieoffizier in der Hauptstadt. Als langsam die Sonne wieder aufging bin ich mit einer von ihr wieder zurück, man kann sich ja auch den Sonnenaufgang und nicht nur den Abend versüßen. Aber ich glaub echt, dass ich da zu viel getrunken hatte. Denn als ich nach getaner “Arbeit” im Bett neben ihr lag konnte ich ewig nicht einschlafen, denn das Läuten war wieder da. Wenn ich dann mal eingeschlafen bin, wurde ich von Alpträumen geweckt. Gundel war schon ziemlich angepisst von mir, ich hab sie angeblich im Schlaf getreten, aber sowas würd ich niemals tun! Ich konnte mich jedoch an nichts aus meinen Träumen erinnern, nur an Schwärze. Ich war wahrscheinlich einfach nur ein wenig überlastet. Als ich dann einfach aufgestanden und mir noch einen starken Schnaps genehmigt habe, konnte ich wenigstens in Ruhe schlafen. Das ging aber nicht lange, denn nur wenige Stunden nach dem Einschlafen klopfte es an der Tür. Gundel, nun sichtlich genervt stolperte zur Tür und riss sie auf. Der Versorgungsoffizier meiner Einheit brachte einige neue Modelle für Kanonenkugeln, ich sollte sie bei Möglichkeit prüfen und die Flugbahn für eben diese errechnen lassen um sie für den Kampf vorzubereiten. Als Gundel mir die Kanonenkugeln vor das Bett warf, verkroch ich mich vor Schreck schon unter dem Kissen! Ist die denn Verrückt? Die hat doch gehört, dass es sich dabei um Kanonengeschosse handelt! Aber naja, wir verbrachten nach all dem Stress noch einen schönen Morgen mit einander und gegen Mittag machte sie sich fertig.

Als sie gehen wollte, sind ihr wohl meine müden Augen aufgefallen. Denn sie wollte sich erkundigen, warum ich so fertig aussehe, wenn ich mich doch in der Nacht unglaublich breit gemacht habe. Ich habe ihr erzählt, dass ich diese Probleme mit dem Schlafen seit der letzten Schlacht habe und sie empfahl mir einen Besuch beim Militärarzt, nur für den Fall, dass es einen Schaden an meinen Ohren gibt. Das klang auch logisch, denn ich weiß ja nicht, was das laute Knallen alles verursachen kann. Trotzdem hatte ich dafür ich keine Zeit, denn der Bericht für eben diesen Einsatz war ja auch noch nicht fertig. Ich bin also in die Bibliothek gegangen, damit sich einer der Gelehrten um eben diesen Bericht kümmern kann. Einer hat sich dann auch gefunden, ein komischer Philosoph, der aktuell nicht wirklich etwas zu tun hatte. Also gab ich ihm alle Informationen die er brauchte und dazu noch meine Adresse, damit er den fertigen Bericht bei mir abgeben kann. Nachdem er alle Infos hatte, war er etwas verwirrt und auch überfordert. Er wirkte fast so, als würden solche Anfragen unter seiner Würde liegen und er sich weigern wollen, diesen Bericht für unseren Großkönig fertig zu stellen. Außerdem stank er ziemlich nach altem Tabak, ob ihm jemand gesagt hat, dass seine Pfeide mal sauber gemacht werden muss? Ich habe ihn aber nicht darauf angesprochen, könnte er ja als unhöflich auffassen und sich dann noch weigern, den Bericht für mich fertig zu machen. Das wäre tragisch!

Auf dem Weg zurück nach Hause bin ich einer alten Bekannten begegnet, mit ihr habe ich mich dann ein Bierchen getrunken und von meinen Problemen erzählt. Spannend wurde es, als sie mir von einem Verwandten erzählt hat, der wohl das gleiche Erlebt hat. Bei dem war es aber wohl deutlich schlimmer als bei mir, denn der Arme hat sich nach wenigen Tagen das Leben genommen. Das muss am Schlafmangel und diesem merkwürdigen Bauchgefühl gelegen haben. Also übel nehmen kann ich es dem echt nicht, meine Laune war auch schon einmal besser. Aber ich kann mir den leichten Ausweg echt nicht leisten, denn meine Jungs verlassen sich auf mich! Außerdem tut Selbstmord doch auch weh, warum sollte man sowas machen? Dann kann man sich einfach auch gleich mit einem “Ich bin ein Idiot” Schild auf den Marktplatz stellen und sich zum Deppen der ganzen Stadt machen.

Dann bin ich auch endlich mal wieder Daheim angekommen, ich sollte mich weniger auf dem Weg ablenken lassen. Ich könnte mir auch einfach mal darum Gedanken machen, ein neues Haus zu kaufen. Diesmal nicht an der Hauptstraße sondern einem schön ruhigen Nebengang irgendwo in der Nähe einer kleinen Kneipe! Naja, warum bin ich vorhin eigentlich noch einmal losgelaufen? Ach ja, der Bericht! Ich hoffe der Bücherwurm beeilt sich auch, sonst kann ich meinen Bericht nämlich nicht mehr pünktlich abgeben. Ich sollte meine Schreibfaulheit überwinden, die macht mir echt nur ärger. Auf jeden Fall habe ich mir die neuen Geschosse mal angesehen, etwas gegessen und hab mich danach ins Bett fallen lassen. Glücklicherweise blieben die Alpträume wenigstens aus. Aber das Glockenläuten war trotzdem da, diesmal sogar merkbar lauter als die letzten male. Die Tage danach verliefen relativ eintönig; immer wieder war da mein unsichtbarer Verfolger, das Glockenläuten und die Alpträume. Ich hatte dadurch nicht einmal Lust wirklich einen Trinken zu gehen. Auch die Abholung der Gefangenen von diesem Stählernen Himmelsschiff war diesmal nicht so unterhaltsam wie sons. Denn auch wenn die Gefangenen die mitgenommen wurden wieder einmal voller Tränen in den Augen waren, hat es einfach keinen Spaß gemacht sie aus zu lachen. Immerhin kosten die mich jetzt keine Steuergelder mehr, ein echt tolles System was unser Großkönig sich da ausgedacht hat und man sollte ja alles so gut es geht positiv sehen. Wo die wohl hingebracht werden? Fräulein Mahlenstein meinte mal, dass es ein großer Planet voller Gefängniszellen sein muss. Immerhin kann man die ja sonst nicht unterbringen. Einer von den Leuten die da mit dem Schiff gekommen sind, hat mir auch einmal erzählt, dass die mit den Gefangenen sogar viel Geld verdienen. Wie soll so ein Schwachsinn eigentlich funktionieren? Dafür müssten die solche Leute in nem Stollen arbeiten lassen, aber so viele Gefangene? Ich weiß ja nicht.

Knapp eine Woche nach der erfolgreichen Verteidigung von Außenposten 1-D9 ging es mir tatsächlich Dreckig. Der Schlafmangel, zusammen mit meinen normalen Arbeiten denen ich nachgehen musste war einfach zu viel. Ich habe mir einige Tage Urlaub genommen um Abstand von allem zu nehmen und bin zum Arzt gegangen. Dieser konnte aber zu meiner eigenen Überraschung nichts auffälliges feststellen, da scheinbar mit mir alles in Ordnung ist. Im Wartezimmer vom Arzt, habe ich aber zwei andere Leute kennen gelernt, die an den gleichen Symptomen wie ich leiden! Ein Baumeister und ein Klopfmann. Die beiden haben so knapp zur gleichen Zeit wie ich angefangen, dieses Läuten zu hören und sahen mindestens so fertig aus wie ich selbst.

Wir haben angefangen uns zu unterhalten und gemeinsam beschlossen, dass wir uns davon nicht fertig machen lassen! Wir werden eine Feier abhalten und uns einfach diese Sorgen wegtrinken! Das alles war jetzt rückwirkend betrachtet wirklich eine schlechte Idee. Auf jeden Fall war ich froh, einige andere gefunden zu haben, die mit den gleichen Problemen wie ich Kämpfen und trotzdem Standhaft bleiben. Ich hab mich also noch mit Gundel wieder getroffen, die zwar mein erschöpftes Aussehen ansprach, aber trotzdem froh war mich wieder zu sehen. Eine weitere Nacht später, saß sie als ich wach wurde recht verstört neben mir. Sie meinte, dass ich im Schlaf irgendwas von ewiger Dunkelheit und grausamen Glocken gefaselt habe. Ich hab ihr erzählt, dass sie sich keine Sorgen machen muss - immerhin kommen Alpträume ab und an schon einmal vor. Komisch war aber schon, dass ich diesmal gar nichts davon mitbekommen habe, sonst hat mich das doch immer wach gemacht. Wir haben dann gefrühstückt und sind für sie ein paar Sachen einkaufen gegangen. Ich könnt mir echt vorstellen, dass das hier was längeres wird, Gundel war echt interessant. Außerdem mochte die mein Leben als Offizier, das konnte man von meiner Ex nicht behaupten. Die konnte nicht einmal den Spaß nachvollziehen, den man hat wenn große Geschosse den Feind zermürben. Also hab ich ihr auch die Sammlung unserer Belagerungswaffen gezeigt. Kanonen, Katapulte, Rammböcke, riesige Armbrüste und die Sprengraketen. Sie war begeistert und war ab dem Tag auch immer wieder mit unterwegs, wenn wir Zielübungen oder kleine Einsätze hatten. Das hat mich in dieser doch recht schweren Zeit aufgemuntert, auch wenn mein Urlaub für solche Prüfungen drauf geht.

Mein Leben ging mit ihr echt Bergauf und auch die Probleme durch meine Alpträume haben mich nicht mehr so sehr gestört wie vorher. Denn wenn ich wach geworden bin, lag sie schnarchend vor mir oder hat mich mit dem Kissen verprügelt, weil ich sie wach gemacht habe. Sie war halt einfach eine Liebenswürdige Person.

Dann stand das “Sorgen-Weg-Trinken-Fest” auch schon auf dem Plan. Ich habe extra einige Fässer Starkbier anrollen lassen und gute Teile von meinem Sold darein investiert. Auf jeden Fall haben wir uns dann getroffen und bei Sonnenuntergang auch gleich mal das erste Fass angestoßen.Dann das zweite. Ihr könnt euch gar nicht vorstellen, wie viel wir getrunken hatten. Das hat dann auch gut auf unsere Gemüter geschlagen und wir sind lustig Grölend durch die Straßen gezogen. In einen der Minenstollen hinein um die Arbeiter da zu amüsieren, immerhin mussten wir die Freude über die weg getrunkenen Sorgen ja Teilen! Naja und ab da reißt das ganze irgendwie ab, so ganz erinnern kann ich mich nämlich nicht mehr. Wir waren sicherlich eine Weile in dem Stollen unterwegs und haben wahrscheinlich auch einigen Klopfmännern einen riesen Schrecken durch unser gegröhle eingejagt, bevor ein großer Knall (wahrscheinlich von unserem Klopfmann ausgelöst) den Boden unter uns zum beben gebracht hat. In dem Moment dachte ich echt, dass uns gleich eine Gasexplosion tötet oder eben einfach alles um uns zusammenbricht. Jedoch haben wir es kurz darauf alle gespürt, da war nämlich wieder jemand! Der war direkt hinter uns und hat uns angestarrt, mitten aus der Finsternis heraus und komplett Lautlos. Wir haben die Beine in die Hand genommen und sind gesprintet, so schnell wir konnten immer Tiefer in den Stollen rein. Einige Minenarbeiter dachten wohl, dass wir Verrückt sind oder einfach nur allgemein deutlich zu viel Getrunken haben, als wir mit warnenden Rufen an ihnen vorbei zischten. Dann wurde es immer Dunkler, wir konnten nichts mehr sehen. Dann bin ich Ohnmächtig geworden, war wohl doch ein Bier zu viel. Als ich aufgewacht bin hab ich dieses Flüstern gehört, obwohl das auch ne Fliege in meinem Ohr gewesen sein könnte. Als ich nämlich aufgeschreckt bin wars auf einmal weg.

Auf jeden Fall bin ich jetzt hier, wo auch immer “hier” ist. Schlecht siehst ja nicht aus, wenigstens gibt es noch die guten, alten Bergketten. Wenn hier also einer unserer Stollen herführt, muss ja auch ein Außenposten in der Nähe sein. Immerhin können wir keinen Eingang einfach ungeschützt lassen. Jetzt wird sich aber Gundel echt sorgen um mich machen, weil ich ihr versprochen hatte noch an dem Abend wieder zurück zu sein. Den Männerabend wollte sie uns einfach lassen, denn sonst wäre sie wohl mitgekommen.Aber jetzt brauch ich erstmal ne Hose, kann ja nicht Nackt bei den Jungs aufschlagen! Sonst halten die mich noch für Verrückt. Wo hier wohl der nächstbeste Markt ist? Ob die auch nen Kredit akzeptieren, ich hab meine Geldbörse nicht mehr dabei… ich trinke nie wieder..
 
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