Inaktiv Season 3 Anselm von Trabheim

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19. 10. 2017
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Anselm von Trabheim
#1
Spieler
Name:
Felix L.
Alter: 32
Wohnort: Heidelberg
Beruf: Biologe / Verlagsbranche
Rollenspiel-Sozialisation / Erfahrung: Das Schwarze Auge ab 7 Jahren, Eltern sind DSA Veteranen erster Stunde; Später selbst diverse Gruppen bespielt und geleitet.

Charakter
Name: Anselm von Trabheim
Alter: 53
Wohnort: Tront
Beruf: Alchemist

Hintergrund:
Drei Tage. Drei Tage lange schloss er immer und immer wieder aus, dass der dunkel angelaufene, moosige Fels derjenige Fels ist, den er sich versucht hatte einzuprägen. Doch wer so verzweifelt ist, so nass und hungrig, getrieben und müde zugleich, ist wohl bereit, auch aussichtslose Wege zu beschreiten. Es war der richtige Weg. Nur wenige hundert Meter später brach der Wald zur Lichtung auf, fand er seine Zuflucht. Als er vor drei Tagen die zusammengefallene Jägerhütte verließ, um etwas essbares im Dorf unten im Tal zu stehlen, war er in einer schlechten, aber noch erträglichen Verfassung. Jetzt war er eins mit dem Moos und dem Pilz und den Wurm, die Vorstellung sich zu ihnen zu gesellen wurde mit jedem Tag im Wald reizvoller.

Die aus den Angeln geratene Tür zu seinem Verschlag lehnte noch immer an der einzig noch aufrechtstehenden Wand der Hütte, in demjenigen etwas künstlich geratenen Winkel in dem er sie bei seinem Aufbruch platziert hatte. Die entsetzliche Anspannung der vorangegangenen Nächte und Tage wich ein wenig von ihm, war doch die nächtliche Vorstellung sein größter Graus, dass er nun endlich zurückfinden könnte, nur um festzustellen, dass sie seine Unterkunft bereits gefunden hätten, seinen Sack mit den – völlig unwürdig verstauten – Instrumenten, seine Sammlung aus trockenen Stöckchen und Reisig, seine nun völlig erloschene Glut.

Das Brot, welches er aus den Händen eines Jungen unten im Tal gerissen hatte, war längst verdaut. Die Hosentaschen mit feuchten, eingefallenen Morcheln stimmten ihn verbittert. Der niederschmetternde Gedanke beschlich ihn, dass, sollte er hier draußen in den kalten Herbstnächten verrecken, es sehr viel komfortabler gewesen wäre, hätte er sich von seinem Lehrling am Hof des Fürsten die Kehle durschneiden lassen.

Undankbares Scheusal, hässlicher Wicht, hätte er ihn gestellt, hätte in ausgeschrien „Treib‘ mich in den Wahn, bring mich um, meine Erzformeln bekommst du nicht!“, das dumme Kind hätte ganz sicherlich beteuert, dass nicht er es war, welcher nächtlich mit seinem verfluchten Glockenspiel vor meiner Stube saß und ihn Stunde um Stunde folterte, verschwand so er nachsah, nur um kurz darauf wieder die Höllenglocke zu schwingen. Dass sein Spiel noch immer in Anselms Ohren dröhnte, obwohl er den Puls des Balgs, der, nachdem es sein „Säftchen“ erhalten hatte, ganz sicher als erloschen bezeichnet werden konnte, erklärte sich für ihn gewohnt schlicht: Er, Anselm von Trabheim, Hofalchemist und Lehrmeister zu Tront, hatte den Knilch gemeuchelt. Hatte den verhassten Knaben in seiner Lehrstube in den Wandschrank gestopft. Hatte das was sein hagerer Körper ertragen konnte gepackt und ist verschwunden. Und so fand er mit der Vorstellung Frieden, dass auch der schneidendste, kühlste Verstand von einer solch graußigen Tat herumgewirbelt werden würde, dass sein endloses Läuten mit der Erinnerung an seine Fratze erlöschen würde. Bald.

Der Funke sprang zwischen Flint und Stahl auf sein gemachtes Reisig-Bettchen, zuckte zur Flamme auf, ein letzter Schlag und die Dunkelheit erstickte erst den Raum, dann seine Arme und schließlich den letzten Schein des Flämmchens.
 
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DichteFichte

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