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Anselm Burke

Dieses Thema im Forum "Aktive S2 Charaktere" wurde erstellt von Rotnacken, 03. 09. 2016.

  1. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
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    Grem Ztrank
    Name: Stefan
    Alter: 29
    Herkunft: NRW
    Rollenspielerfahrungen: DSA, SR, DnD
    Anzah gefunden: Google
    Warum bei euch spielen: Bin auf der Suche nach einem RP-Server mit einer aktiven Community

    Ein kleiner, schmächtiger Mann erwacht am Strand. Das Haar kurz geschoren. Schwach drückt er sich auf, hebt die linke Hand schützend vor die Augen, um sie vor dem grellen, blendenden Sonnenlicht zu schützen.
    Er blinzelt. Langsam gewöhnen sich die Augen an ihre neue, zuerst unbekannte Umgebung. Erschrocken fährt Anselm herum, als die Erde um ihn vibriert. Ein Sprung zur Seite bewahrt ihn davor, dass ein mächtiger Fuß ihn zermamlt. Er traut seinen Augen nicht: Ein Brontosaurus spaziert in aller Seelenruhe über ihn hinweg, lässt den Boden unter seinen Füßen erschüttern.

    Anselm holt tief Luft und atmet langgezogen aus, während das riesige Tier davonstampft. Es fällt ihm wieder ein. Weshalb er hier ist. Wo er ist. Er lacht leis auf. Die Insel kennt er, hat selbst ein paar der Folgen dieses menschenverachtenden Massensterbens, -mordens gesehen. Nur selbst hier zu sein, damit hat er nicht gerechnet.

    Zwei Tage ist es her, als sich im Bruchteil von Sekunden sein Leben veränderte. Ein verletzter Mann kam in seine Kirche. Hielt sich die Seite. Eine Schusswunde, so schien es ihm. Er half dem Mann, der sich ihm als Connor vorstellte. Verband seine Wunde und bot ihm Unterschlupf. Bis die Behörden die Kirche umstellen ließen, die heiligen Hallen durch eine Spezialeinheit stürmen ließen. Ein kurzes Feuergefecht, dann war alles vorbei. Connor lag tot hinter dem Altar. Und Anselm, die Augen gereizt und geschwollen vom Tränengas, spürte, wie man ihn zu Boden warf, ein Knie in seinen Rücken drückte und ihm die Hände und Füße fesselte.

    Die Zeit danach kam ihm wie ein unwirklicher Traum vor. Der Flug im Transporter, die wenigen Stunden in der Verwahrzelle, seine Verurteilung wegen Beihilfe zum Mord und Fraternisierung mit Regierungsgegnern. Noch immer ist ihm, als höre er den Hall des Hammers, nachdem der Richter das Urteil verkündete und man ihm zur Insel schickte.

    "... LASST DIE SHOW BEGINNEN!" Er hatte die Stimme in seinem Kopf ausgeblendet, zu abgelenkt, zu viele Eindrücke, die ihn ablenken. Er weiß, wenn er überleben will, muss er in Bewegung bleiben, einen Unterschlupf finden.

    Und so beginnt sein neues Leben ...
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 21. 06. 2017
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  2. DichteFichte

    DichteFichte Com Manager

    19. 05. 2011
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    Edgar
    Angenommen.
    Viel Spaß auf dem Server!
     
  3. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
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    Grem Ztrank
    Die erste Woche.

    Hunger. Er kann sich nicht erinnern, wann er zuletzt Hunger so stark wahrgenommen hatte. Es ging ihm gut in seiner Gemeinde, seiner alten Heimat. Morgens aß er meist ein Spiegelei mit Toast. Dazu Kaffee. Schwarz, kräftig. Hier? Hier steht er vor einem Strauch, hält ein paar Beeren in den Händen, nicht sicher, welche davon essbar sind. Er probiert die violetten, die roten. Die schwarzen Beeren haben einen komischen Beigeschmack, drum spuckt er sie schnell wieder aus. Was nicht schmeckt, sollte nicht im Mund bleiben – hat er mal irgendwo gelesen. Die gelben Beeren schmecken ganz gut. Nicht zu süß, aber auch nicht zu fad. Ein Dodo spaziert gemütlich an ihm vorbei zum Strand hin. Anselm sieht ihm nach und erwischt sich dabei, wie er darüber nachsinnt, wie wohl das Fleisch dieses Tieres schmeckt. Er schüttelt den Kopf und den Gedanken hinfort. Fleisch aß er in seiner alten Heimat und das nicht zu wenig. Nur nie hatte er ein Tier selbst erlegt, gerupft, ausgenommen und zubereitet. So paradox es auch klingen mag, es ist doch etwas anderes ein lebendes Tier zu erlegen oder es abgepackt zu kaufen. Die Beeren reichen sicher aus.

    Ein zweckmäßiger Unterstand aus Stroh, verborgen von einem Felsen brachte ihn durch die erste Nacht. Er ist wie gerädert, hat kein Auge zugetan. Immer wieder hat er sich verschreckt umgesehen. In der Nacht war er umringt von den Lauten der zahlreichen Tiere. Fast alle Laute konnte er nicht zuordnen, bis auf die der Dodos, die ihn den Tag über begleitet hatten, während er das Stroh für seine Hütte sammelte. Ein abgebrochener Ast dient ihm als Speer. Da er nicht besonders robust aussieht, macht er sich zwei weitere Speere.

    Den Morgen über sitzt er in seiner Hütte. Isst Beeren und beobachtet. Er hofft dadurch zu lernen, sein so gesammeltes Wissen zum Überleben zu nutzen.
    Eine Echse mit stacheligen Rücken stapft schnaubend vorbei. Sie isst Pflanzen. Er kennt den Namen des Tieres nicht, doch das sanfte Gemüt dieses Wesens wirkt beruhigend. Zum ersten Mal seit seiner Ankunft findet er ein wenig Ruhe. Ein Zeitgenosse mit säbelartigen Zähnen trottet vorbei. Etwas mollig. Auch dieses Tier isst Pflanzen. Ein wenig erinnert es ihn an ein Schwein. Gegen Mittag dann wünscht er sich an einen anderen Ort. Die große Echse in der Ferne ist ihm bekannt und auch die Kontrahenten, die sich mit ihr einen Kampf auf Leben und Tod leisten. Der Triceratops und der Stegosaurier, vereint in ihrem Überlebenskampf, unterliegen dem Tyrannosaurus Rex. Während der König der Echsen isst, macht Anselm sich in die entgegengesetzte Richtung davon.

    Ein Floß am Strand erblickend, nähert er sich diesem vorsichtig. Es ist von Menschenhand gebaut, doch niemand ist in der Nähe. Er findet Gefallen an dem Gedanken, mit einem Floß auf das Wasser zu fliehen, fort von diesem gefährlichen Eiland. Er wartet. Eine Stunde verstreicht, eine weitere. Er nickt ein, nur um am Abend erschrocken hochzufahren. Es ist dunkel. Der Mond spendet ein wenig silbriges Licht. Das Floß treibt weiter am Strand. Keine Spuren weit und breit. Es scheint verlassen oder sein Besitzer hat es nicht zurückgeschafft. Wie dem auch sei, die Nacht verbringt er auf dem Floß und fasst den Entschluss am nächsten Morgen ein eigenes zu bauen, nach dem Vorbild dieses Fundes. Stehlen ist ihm zuwider.

    Die „Dauntless“, so hat er sein eigenes Floß getauft, in der Hoffnung selbst ein wenig furchtloser zu sein. Bisher klappt es nicht. Doch vielleicht ist es ganz gut, Furcht, Angst zu empfinden, denn dies hält seine Sinne wach und ihn möglicherweise am Leben.
    Aus ein paar Steinen und Stöcken hat er seine eigenen, primitiven Werkzeuge gebastelt. Nun schwimmt sie neben dem verlassenen Floß. Ein kleiner Aufbau darauf, der ihm Schutz vor den Witterungen innerhalb seines Gefängnisses geben soll. Während des Bauens, hat er selten den Blick von dem blauen Obelisken gelassen. Von dort kommen sie, die Fleischfresser. Sie wagen sich vor an den Strand, jagen. Ein Dodo fiel einem Velociraptor zum Opfer. Der Raptor hat den Dodo nicht ganz auffressen können, da ein Brontosaurier ihn verjagte. Anselm zögerte eine ganze Weile, doch irgendwann überkam ihn der Hunger. Und die ganze Zeit Beeren … er konnte sie nicht mehr sehen, essen, schmecken. Diesen Abend aß er Fleisch – und es schmeckte gut.

    Die einfachen Holzspeere waren gut für die Jagd auf Dodos. Schon bald hatte er einen ausreichenden Vorrat an gebratenem Fleisch. Bei der seiner Jagd nach Dodos kam er an einer einfachen Holzhütte vorbei. Davor, in einem Gehege, war ein Triceratops. Scheinbar zahm, denn jemand hatte dem Tier einen Sattel aufgesetzt. Der Gedanke schien gar nicht so abwegig, sich die Tiere zu Nutzen zu machen … . Ob es wohl möglich ist, einen von diesen Flugsauriern zu zähmen? Er könnte mit so einem Tier die Insel auskundschaften ohne Gefahr zu laufen, auf dem Speiseplan einer der Echsen zu landen. Vielleicht lässt sich so ein sicherer Ort finden und er müsste nicht auf dem Wasser leben.
    Bevor er seinen Plan in die Tat umsetzt, wartet er jedoch noch eine Weile vor der Hütte. Doch auch hier lässt sich niemand blicken. Ob diese Hütte demjenigen gehört, dessen Floß am Strand treibt? Zumindest der Triceratops im Gehege sieht gut genährt aus, er kann demnach nicht allzu lang allein sein.

    Die Tage sind heiß, die Nächte kalt. Langsam kommt sein Körper besser mit den Temperaturen zurecht und das Fleisch der zutraulichen Dodos hält ihn bei Kräften.

    Ein Schild am Strand weist auf einen sicheren Platz bei 21/45 oder so hin. Er hat sich die Koordinaten nicht genau gemerkt, da er selbst nicht weiß wo er ist und wenn, ob er wirklich dorthin gehen sollte? Es mag nicht mehr als eine Falle sein. Das Schild stand unweit der Hütte mit dem Triceratops. Ob dessen Besitzer sich auf den Weg zu den genannten Koordinaten gemacht hat? Er könnte hinfliegen, mit seiner neuen Begleiterin: Ein roter Flugsaurier.
     
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  4. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
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    Grem Ztrank
    Die zweite Woche.

    Fliegen. Fliegen ist schön. Mit seiner neuen Begleiterin machte sich Anselm auf, die Grenzen seines Gefängnisses zu erkunden. Die rauchenden Vulkane in der Ferne sind sein erstes Ziel. Sein Aufenthalt dort ist jedoch nur kurz. Die Hitze macht ihm und dem Flugsaurierweibchen zu schaffen. Nur kurz landet er, damit sein Tier neue Kraft sammeln kann, um weiterzufliegen. Je weiter er sich von den Vulkanen entfernt, umso angenehmer ist die Luft. Für einen Moment gar fühlt er sich frei hier oben.
    Er fand verschiedenste Strukturen, wohl von den Insassen, so man sie denn so nennen will, gebaut. Ein Gehege im Wasser, für die aquatische Tierwelt. Ein Außenposten, umgeben von gigantischen Bäumen. Ein gewisser Professor Wunderlich solle dort forschen, heißt es auf einem Schild. Der Professor hält gezähmte Dinosaurier in einem Vorhof, ob jemand da ist? Anselm gibt sich durch Rufe zu erkennen, doch außer dem Schnauben der Dinosaurier hört er nichts. Vielleicht ist der Professor im Wald, geht seiner Forschung nach? Anselm nimmt sich vor, zu einem späteren Zeitpunkt zurückzukehren.
    Hinter dem Wald erhebt sich eine Felswand über der ein Gebäudekomplex thront. Im Glauben, diesen erreichen zu können, fliegt Anselm empor, nur um ernüchternd festzustellen, dass zwischen ihm und dem Gebäude die Barriere ist, welche ein Entkommen verhindert. Enttäuscht, jedoch nicht in seinem Erkundungsdrang gemindert, fliegt er zurück, dicht am Waldboden entlang. Er fliegt durch Höhlen, an deren Wänden Malereien prangen. Handabdrücke, so groß wie Menschen. Er fragt sich, ob sie wohl künstliche entstanden sind oder ob hier einst tatsächlich so große Wesen lebten und ihre Spuren hinterließen?
    Sein Weg führt ihn weiter, fort vom Wald und durch die Lüfte, hin zu einer Inselgruppe. Schilder deuten an, dass hier eine Hauptniederlassung des Schollenkontors entsteht. Erste Fundamente lassen erahnen, dass hier bald große Bauten entstehen. Doch auch die Baustelle ist verlassen. Wer sich wohl hinter dem Schollenkontor verbergen mag?
    Unweit des Schollenkontors ragt ein Felsen aus den Tiefen, eine Fratze ist in ihn gehauen, zumindest scheint es so. Ein makabrer Spaß der Initiatoren dieses Schauspiels für die Oberen? Die Neugier ist groß und so drückt Anselm dem Flugsaurier die Hacken in die Flanken, woraufhin dieser nach vorn schnellt, in den Schlund des Felsens hinein und steil nach oben. Es geht so schnell, dass dem Reiter nur ein kurzer, verschwommener Blick bleibt, ehe ihn das Sonnenlicht blendet, das Kreischen eines Vogels, der in seiner Größe den Flugsaurier fast klein wirken lässt, ihn aufschreckt und ihn dazu bringt, das Weite zu suchen. Ein Blick zurück verrät, dass der Vogel, dessen Erscheinungsbild dem eines Adlers ähnelt, kein weiteres Interesse an Anselm und dem Flugsaurier zeigt.
    Die Fratze ist weit hinter ihm und er möchte dem Tier eine Pause gönnen, landet auf einer Lichtung, nur um zu merken, dass dies eine schlechte Idee war, pirscht doch ein Tyrannosaurus Rex unweit durch die Baumreihen. Schnell. Auf! In die Luft, eine erhöhte Position suchen um dort zu verschnaufen.
    Von der flachen Spitze eines Felsens erkennt er Ruinen. In Stein gehauene Stufen, ein Säulengang im Fels. Von Art und Größe passen sie nicht zu den Höhlenmalereien, die er zuvor fand. Überreste einer einstigen Zivilisation? In seinem früheren Leben, so lange ist es noch nicht her, dass er frei durch die Galaxie reiste, hat er über die Gefängnisse gelesen. Zufällig ausgewählte Planeten dienen für diesen Spaß. Er schnaubt. Ja, es mag gut sein, dass hier einst andere Wesen diesen Planeten besiedelt haben, bis der Planet zur Belustigung einiger weniger eine neue Funktion bekam. Vielleicht ist es nicht der ganze Planet, der als Gefängnis dient. Vielleicht gibt es einen Weg, diesem Irrsinn zu entkommen.
    In Gedanken versunken bemerkt er nicht wie die Zeit verstreicht. Hier oben war er ungestört von den Dinosauriern im Tal, doch die Sonne neigt sich dem Horizont entgegen und er will zurück sein, bevor die Nacht anbricht.

    Zurück am Schiff, am Strand, füllt er noch seine Wasservorräte auf. Ein kleiner Dinosaurier nähert ihm dabei vorsichtig. Er hat spitze Zähne, wirkt aber nicht gefährlich, ja sogar fast zutraulich, wie das kleine Tier den Kopf von links nach rechts neugierig zur Seite neigt. Anselm kniet sich zu ihm herunter und betrachtet das Tier aus der Nähe, bis es mit dem Kopf vorschnellt und aggressiv faucht, Anselm zurückschrecken lässt. Das Fauchen hat etwas Hinterhältiges an sich und Anselm richtet sich schnell wieder auf, nur um zu sehen, dass ein zweiter von diesen kleinen Dinosauriern herbeigelaufen kommt. Kaum ist der zweite Wicht da, springen beide auf Anselm los, beißen mit den von spitzen Zähnen übersäten Mäulern nach seiner Kehle und wollen ihn anspringen. Er schlägt sie mit den Fäusten davon, lässt seinen Wasserbeutel zurück und flüchtet zum Schiff.

    Der nächste Morgen bricht an und Anselm sammelt Baumaterial. Bei seinem gestrigen Flug kam er an einer Lichtung vorbei, auf der sich die Pflanzenfresser aufhielten. Ein Ort, den er für sicher hält und an dem er sich niederlassen möchte. Der Gedanke mit seinem Schiff auf dem Meer zu verweilen hat er mittlerweile ad acta gelegt, nachdem er vom Rücken des Flugsauriers die Schatten der Haie dicht unter der Wasseroberfläche beobachten konnte. Der Gedanke bei Pflanzenfressern zu leben, scheint ihm da wesentlich angenehmer. Der Gedanke, dass die Raubtiere dort jagen, kam ihm zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Das Baumaterial lädt er auf sein Schiff, um später vor Ort schnell einen Unterschlupf bauen zu können.
    Gegen Mittag hört er über sich Schwingen durch die Luft schlagen. Er blickt auf und entdeckt einen Reiter, der auf einem dieser Adler sitzt. Er landet unweit von Anselm und stellt sich als Alexejew vom Strandbund vor. Im ersten Moment ist Anselm wie gelähmt, nicht sicher, ob er die Flucht ergreifen oder bleiben soll. Doch die Sicherheit, mit welcher dieser Alexejew auf ihn zuging und die ruhige Art, mit der er sich vorstellt, lassen ihn verweilen. Irgendwie seltsam, diese erste Begegnung, zumal Anselm nicht wusste, wie er sich hierauf vorbereiten sollte, auf welche Art Menschen er treffen würde.
    Anselm kann in Erfahrung bringen, dass es mehrere Gruppierungen innerhalb des Gefängnisses gibt: die Sturmbrüder, das Schollenkontor, der Strandbund, … . Erstere planen aus dem Gefängnis zu entkommen. Anselm horcht auf, der Gedanke klingt reizvoll, dieses Eiland zu verlassen und ein Leben in Freiheit führen zu können. Die meisten der hier eingesperrten scheinen zudem miteinander auszukommen, sofern Anselm den Worten Alexejews glauben kann. Das lässt hoffen, nicht gleich den Tod zu finden. Alexejew warnt allerdings vor einem Mann namens Aaron Wumms, der einen Fly getötet haben soll. Er beschreibt ihn als zerstreut, groß und schlaksig. Anselm nimmt sich vor, Abstand von diesem Mann zu halten, noch nicht ahnend, dass er Aaron Wumms schon bald begegnen sollte.
    Zum Abschied bietet Alexejew eine Rüstung an, wie auch er sie trägt – aus Chitin. Anselm lehnt ab, da er ein – für ihn großzügiges – Geschenk nicht einfach so annehmen kann. Doch Alexejew versichert ihm, dass es in Ordnung ist und Anselm als Gegenleistung lediglich den Strandbund in guter Erinnerung halten soll. Anselm willigt ein, hoffend, dass ihm dies in Zukunft nicht zum Nachteil gereicht.
    Die Rüstung ist im ersten Moment kühl auf der Haut, doch sie lässt sich angenehm leicht tragen. Die Panzer geben ein Gefühl der Sicherheit. So leicht dürften die garstigen kleinen Dinosaurier von gestern Abend mit ihren Zähnen nicht durch den Schutz beißen können. Anselm bedankt sich und teilt das wenige was er hat mit dem Reiter. Sie speisen zusammen, Anselm erfährt, was Alexejew hierher verschlagen hat, wo er ihn und den Strandbund finden kann. Später dann trennen sich ihre Wege. Alexejew fliegt gen Vulkaninsel davon, zuvor noch einen dieser lästigen Dilophosaurier mit seinem Vogel aufnehmend und davontragend. Anselm blickt ihm einen Moment nach, lang genug um zu sehen, wie der Vogel den Saurier ins Wasser fallen lässt. Kurz taucht der Kopf des Dilophosauriers auf, dann schäumt das Wasser unter dem Tier und etwas reißt es in die Tiefe. Die Lichtung mit den Pflanzenfressern gewinnt weiter an Zustimmung seitens Anselm, der nun weiter seiner Arbeit nachgeht, geschützt durch eine Chitinrüstung.
     
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  5. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
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    Grem Ztrank
    Fliegen. Fliegen ist gefährlich. Er liegt auf seiner Schlafstätte, die Seite verbunden. Der Flugsaurier hatte ihn in der Wildnis abgeworfen, ist davongeflogen. Die vom Sturz beschädigte Chitinrüstung und seine Werkzeuge musste Anselm auf seinem Weg zum Schiff zurücklassen. Er will sich gar nicht ausmalen, was passiert wäre, hätte er die Rüstung nicht getragen. Er ruht zwei Tage, ehe es ihm wieder besser geht, er voller Tatendrang in den Tag startet und beschließt, einen zweiten Flugsaurier zu zähmen. Vielleicht war es nur Pech oder er hatte die falschen Kommandos an das Tier weitergegeben, weshalb es ihn abwarf. Das Risiko erneut zu stürzen ist es ihm wert, ist die Reise in den Lüften doch so viel sicherer als ein Fußmarsch durch die Wildnis.
    Bei der Suche nach einem passenden Tier begegnet er einem komischen Kautz mit Tattoo auf der nackten Brust und Federschmuck auf dem Haupt. Von ihm erfährt Anselm, dass die Insel heilig ist und jeder, der sie betritt, ein Opfer darbringen muss. Der Mann deutet auf den blauen Obelisken in der Ferne. Nicht sicher, was Anselm von dem Mann halten soll, willigt er ein und bittet den Mann ihn zum Obelisken zu begleiten, da dies doch alles recht neu und unvertraut für ihn ist. Der Fremde stimmt zu. Auf dem Weg zum Obelisken erfährt Anselm, dass er ein Tier töten muss, es auf dem Altar unter dem Obelisken zu legen hat und warten soll, ob der Gott das Opfer akzeptiert. Der Gott soll ein gutmütiger sein, so sagt der Fremde. Anselm hält sich bedeckt dazu, wirkt das ganze doch sehr suspekt auf ihn. Ja, er ist Priester gewesen. Ja, er hat gepredigt, doch für ihn war und ist seine Religion schon immer ein Weg das eigene Leben selbst auf geordneten Pfaden zu bestreiten und nicht einer imaginären Gottheit blind zu folgen … . Oder gar Opfer darzubringen … . Dennoch steht er nun auf einer Anhöhe unter dem Obelisken, blickt zusammen mit dem Fremden auf den Altar hinab. Ein Tyrannosaurus Rex speist in unmittelbarer Nähe und der Fremde wirkt beunruhigt. Inmitten des Altars liegt ein unbekleideter Mann. Bewusstlos. Anselm schlägt vor, ihm zu helfen und auf der dem Rex abgewandten Seite zum Altar zu gehen, denn trotz der Scheinbaren Unsicherheit, wirkt der Fremde weiter entschlossen und zum einen will Anselm den Bewusstlosen nicht in der Nähe des Tyrannosaurus lassen, zum anderen, weiß er nicht was der Fremde macht, sollte Anselm sich nun zurückziehen.
    Sie steigen hinab und der Weg könnte nicht schlechter sein … . Insekten greifen sie an, Dilophosaurier und Raptoren … . Irgendwie schaffen die beiden es zum Altar. Der unbekleidete Mann dort scheint zu schlafen und der Fremde sagt, dass er ihn kenne und es sich um Aaron Wumms handelt. Anselm weicht daraufhin von dem Bewusstlosen zurück.
    Ein Tyrannosaurus Rex, ein Mörder, ein Fremder und ein Opfer für einen unbekannten Gott. Anselm wünscht sich weg. Weit weg, an einen anderen Ort. Nur schnell das Ritual hinter sich bringen und zurück. Zurück zum Schiff.
    Während der Rex weiter speist, fragt Anselm, ob einer der erlegten Dilophosaurier als Opfer genüge. Der Fremde nickt und so zerrt Anselm den nächstgelegenen toten Saurier auf den Altar. Kaum legt er ihn ab, verneigt sich der Fremde stumm. Anselm geht vorsichtig rückwärts zurück zu ihm und macht es ihm gleich. Jetzt heißt es schweigen und abwarten, ob das Opfer dem Gott genügt.
    Während die beiden warten und der Fremde den Altar fixiert, behält Anselm den Tyrannosaurus Rex im Blickfeld. Die Nahrung für jenen ist mittlerweile spärlich geworden, hat er doch so ziemlich alle Tiere in der Umgebung gefressen und nun das Augenmerk auf die beiden knienden und den schlafenden Aaron Wumms gerichtet. Erst langsam, dann immer schneller anstürmend, prescht das Biest auf die beiden zu. Opfer hin, Opfer her, Anselm springt in den inneren Kreis des Altars, und hört noch hinter sich die Kiefer des Räubers zusammenschlagen. Er duckt sich, geschützt von den Strukturen des Altars, glaubt, den Fremden kämpfen zu hören, dann scheint der Tyrannosaurus jenen zu verfolgen, er lockt ihn weg und ermöglicht Anselm die Flucht – so glaubt er. Hals über Kopf stürmt Anselm davon, weg vom Altar, weg vom Tyrannosaurus Rex, weg vom schlafenden Mörder, der von alledem nichts mitbekommt. Er läuft zurück zu seinem Schiff und hofft dort auf den Fremden zu treffen. Zuerst ist Anselm allein. Hat das Biest den Fremden gefressen? Flieht er vielleicht noch immer? Oder belagert der Rex ihn? Er überlegt zurückzugehen, doch was kann er schon ausrichten … und während Anselms Zögerns taucht der Fremde wieder auf. Anselm fragt nach dem Namen des Fremden, hat er es doch gänzlich vergessen. Der Mann stellt sich als Venar vor. Sie wechseln noch ein paar wenige Worte, dann zieht der Fremde weiter und Anselm ist wieder allein. Allein und am Leben. Diese Insel will er so schnell wie möglich verlassen. Er hat genug von Opfern, auch wenn er sich seltsamerweise gestärkt fühlt. Hat es am Ende tatsächlich geklappt, hat das Opfer etwas bewirken können oder ist es nur das Adrenalin in seinem Körper, das ihn dies glauben lässt?

    Ikarus. Kein vielversprechender Name, doch er soll Anselm an sein erstes Scheitern erinnern. Hoffentlich hat er mit diesem Flugsaurier mehr Erfolg. Zumindest will er vorsichtiger sein, was seine Flugmanöver angeht.
    Fliegen. Fliegen ist schön.
     
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  6. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
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    Grem Ztrank
    Die dritte Woche.

    Aufbruch. Neben Ikarus gesellen sich ein Triceratops und ein Dodo zu Anselms Begleitern. Für die beiden baut er eine Fähre, um sie sicher von der Heiligen Insel herunterzubekommen. Sein Ziel ist die friedliche Lichtung, die er auf einem Plateau oberhalb des Sumpfes fand. Dort möchte er sich niederlassen, sein Kloster errichten. Aus der Luft ist der Ort leicht zu finden. Von der östlichen Kante der fliegenden Insel geht es auf gerader Linie gen Süden. Ob das Plateau mit der Fähre ebenso gut zu erreichen ist, soll sich erst noch zeigen.

    Die Reise gestaltete sich tatsächlich unproblematischer, als zuerst angenommen. Seine Route führt Anselm am Fratzenfelsen vorbei, weiter entlang der Baustelle des Schollenkontors und durch die mäanderartigen Arme des friedlich erscheinenden Sumpfes. Am westlichen Strand legt er an und geht den Rest des Weges zu Fuß, die Dinosaurier vorerst auf der Fähre belassend – dort sind sie sicher.

    Die Lichtung findet er vor, wie er sie zuletzt in Erinnerung hatte. Paracer, die friedlichen Riesen, zupfen die Blätter von den Bäumen, Phiomia wühlen mit ihren Schnauzen in der Erde und Parasaurier trotten gemütlich umher. Gelegentlich trottet ein vereinzelter Dodo an Anselm vorbei.
    Bäume als Baumaterial gibt es reichlich und so stehen schon bald ein improvisiertes Lagerhaus und ein Unterstand für die Dinosaurier. Die Tiere sind rasch von der Fähre geholt und untergebracht. Als späteres Projekt nimmt sich Anselm vor, einen Hafen unterhalb des Plateaus im Sumpf zu errichten. Vielleicht sogar mit einer Rampe, um Dinosaurier von dort ans Festland, hoch aufs Plateau zu bringen.

    Einige Nächte später, weckt Anselm ein markerschütterndes Jaulen aus seinem ruhigen Schlaf. Rasch wirft er seine Kleidung über, schnappt sich seinen Bogen und geht zum angelehnten Fenster, um hinauszuschauen. Es ist dunkel, er hört Knochen brechen und wie Zähne bluttriefende Fleischbrocken aus einem sterbenden Paracer herausreißen. Die Fackel entzündend, reflektieren die roten Augen eines Tyrannosaurus Rex den nervös flackernden Schein des Lichts. Anselm tritt von der Tür zurück. Nur eine dünne Wand aus Holz trennt ihn von dem König der Dinosaurier, der dort in seinem Vorgarten speist. Sein Herz rast in der Brust. Er lischt die Fackel und spürt die hölzerne Wand in seinem Rücken. Der Rex scheint zu vertieft in seine Mahlzeit, als dass er sich für Anselm interessiert. Doch er weiß um die Begegnung am blauen Obelisken und irgendwann ist auch am Paracer kein Fleisch mehr, was dann? Anselm entschließt sich zu handeln. Es ist gefährlich, das weiß er, doch vielleicht gelingt es ihm mit der Hilfe von Ikarus den Rex zu verscheuchen. Er steigt die Treppen hinauf, zum Dach, dort wo Ikarus nervös mit seinen Klauen scharrt. Anselm redet beruhigend auf ihn ein, streicht ihm über den Schnabel und dann sattelt er ihn, steigt auf seinen Rücken und erhebt sich in die Lüfte. Es ist viel, was er dem Tier abverlangt, doch wenn er sich vom gefährlichen Maul des Rex fern hält, kann er ihn vielleicht vertreiben, ohne dass Ikarus und ihm etwas passiert.
    Der erste Hieb von Ikarus Schnabel in den Nacken des Rexes scheint das große Tier nicht zu stören, erst als er nicht damit aufhört, reißt der Rex den Kopf herum und schnappt mit seinem Maul nach Ikarus, doch da hat Anselm seinen Flugsaurier schon das Zaumzeug zur Seite gezogen und ihn auf sichere Distanz gesteuert, nur um einen weiteren Angriff zu fliegen. Blut tritt aus den Wunden, die Ikarus dem mächtigen Tier zufügt. Angreifen, ausweichen, angreifen. So geht es eine ganze Weile, bis das Tier ein letztes Mal brüllt und krachend auf dem Boden zusammenbricht.
    Es ist geschafft. Anselm kann es noch gar nicht fassen, als er mit Ikarus neben dem leblosen Körper landet. Der blutende Kopf des Tieres lehnt schwer an der Holzwand des Lagerhauses. Anselm glaubt das Schlimmste überstanden zu haben, doch die Begegnung mit dem Tyrannosaurus Rex in dieser Nacht sollte erst der Anfang sein.
    --- Beitragszusammenführung, 12. 10. 2016 ---
    Die vierte Woche.

    Jagdgründe. Benommen wacht Anselm im Freien auf. Sein linker Arm schmerzt, dort hat ihn die Boa gebissen, als er den Arm schützend vor sein Gesicht hochriss. Er erinnert sich, noch einige Schritte von der Boa geflohen zu sein, doch dann hat es ihn umgehauen. Weshalb sie ihn nicht gefressen hat, kann er nicht sagen. Vielleicht hat ein anderes Tier sie verjagt … .
    Ein Tyrannosaurus Rex, Skorpione, Schlangen, Raptoren, Carnos, Allosaurier, Giganotosaurier, sie alle kommen hierher um zu jagen. Wie konnte Anselm nur so naiv sein und glauben, einen friedlichen Ort auf dieser Insel zu finden? Doch nun alles hinschmeißen, aufgeben? Nein! Schon damals, vor tausenden Jahren waren die Mönche Wegbereiter der Zivilisation, haben Sümpfe trocken gelegt, Land urbar gemacht. Nein, er gibt nicht auf. Er baut sich hier etwas auf und verteidigt sich gegen die Fleischfresser. Es mag sein, dass sie irgendwann von diesem Ort Abstand nehmen, wenn sie merken, dass es hier nichts zu holen gibt. Mit Ikarus Hilfe konnte er einen Tyrannosaurus besiegen und wenn er das Plateau zu seinem Vorteil nutzt, kann er hier bestehen. Schnell hat er gemerkt, dass die Fleischfresser nach oben Blicken, nach Ikraus schnappen, wenn er auf seinem Rücken sitzt und sie angreift. Dies ausnutzend, lockt Anselm einen nach den anderen über den Rand des Plateaus und hat für eine Weile Ruhe.

    Ein großer Flugsaurier, Tapejara, wie Anselm später erfährt, landet vor seinem Lagerhaus. Vom Rücken des Tieres steigen zwei Männer in Eisenrüstungen ab. Sie tragen die Farben Rot und Silber. Einer von den beiden trägt einen schwarzen Zylinder mit rotem Hutband. Er stellt sich als Kandar Mar vom Schollenkontor vor und bietet an, das Gelände des Kontors zu zeigen sowie den Kauf von Dinosauriern, sollte Anselm Interesse haben. Bezahlen kann er später, so viel Vertrauen steckt Kandar Mar in Anselm. Anselm willigt ein, das Schollenkontor in nächster Zeit zu besuchen. Vielleicht ist es gar nicht so verkehrt, ein Tier zu erstehen, um sich gegen die Fleischfresser zu verteidigen, und um Ikarus zu entlasten.

    Die Begrüßung beim Schollenkontor fällt … außergewöhnlich aus. Allosaurier und Rexe stürmen auf Anselm los, reißen ihre Mäuler auf und verteilen ihren Speichel an den Scheiben des Haupthauses, hinter denen Anselm steht. „Sie sind wohl etwas unruhig.“, bekommt Anselm zu hören. Ob es am Sumpf und den vielen Fleischfressern liegt, deren Geruch ihm anlastet? Einer der Mitarbeiter, mit Hut und freiem Oberkörper, geht furchtlos auf die Fleischfresser zu und sie scheinen ihm tatsächlich zu gehorchen und folgen ihm, weg vom Haupthaus, weg von Anselm. Beeindruckend, dass diese Tiere zu bändigen sind … .
    Kandar Mar stellt Anselm die Mitarbeiter des Schollenkontors vor: Pence Enderas, der sich um die Beschaffung und Aufzucht der Dinosaurier kümmert, Richard Oswald, Juniorverkäufer des Schollenkontors, Herr Professor Artoro Wunderlich, der in seinem Labor seinen Forschungen nachgeht und Amrei, die erst kürzlich zum Schollenkontor hinzugekommen ist.
    Dies also ist der Herr Professor, der sein Labor in den Redwoods hat und Teil des Schollenkontors ist. Ob er daran arbeitet, einen Weg aus diesem Gefängnis zu finden? Anselm nimmt sich vor, ihn in einem ruhigen Moment danach zu fragen. Nun, nach der anfänglichen, nicht alltäglichen, Begrüßung, bekommt Anselm durch Richard Oswald die Dinosaurier des Schollenkontors gezeigt und lernt, dass jedes dieser Tiere die ein oder anderen Vorzüge hat, mit denen sich die Arbeit und das Sammeln von Ressourcen erleichtern lässt. So gibt es unter den Dinosauriern Steinklopper, Baumfäller, Beerensammler und noch viele mehr. Besonders ausgefallen sind die Phiomia. Wie Richard ihm vorführt, regen die weißen Beeren die Verdauung dieser Tiere an, so dass sie riesige Mengen an Kot produzieren, der sich gut für Dünger eignet. Doch für den Moment, möchte Anselm lieber die Dinosaurier sehen, die am weitesten von den Phiomias entfernt stehen. Pence Enderes übernimmt ab hier die Führung. Doch Anselm behält die Phiomia im Hinterkopf, will er doch in Zukunft ein Beet anlegen und eigene Pflanzen hochziehen. Ein ausreichender Vorrat an Dünger scheint da nicht ganz verkehrt.
    Erschreckend sind die Terrorvögel. Schnell wie ein Blitz und tödlich … . Anselm ist froh, diesen Tieren bisher nicht begegnet zu sein.
    Im Verkaufsraum des Schollenkontors weckt einer der Raptoren seine Aufmerksamkeit. Ebenfalls schnelle Tiere und ihre Krallen können großen Schaden an ihren Gegnern anrichten. Tatsächlich steht das Tier, ein grünes Weibchen, zum Verkauf und Anselm entscheidet sich dafür es zu kaufen. Kandar Mar ist bereit, ihm das Tier direkt mitzugeben, doch Anselm möchte zuerst die Rechnung begleichen und dann erst das Raptorenweibchen abzuholen.

    Zurück am Lagerhaus, lockt Anselm mit Ikarus noch einige Fleischfresser über den Rand des Plateaus und macht sich sogleich daran, die Bezahlung für das Schollenkontor zusammen zu bekommen.
     
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  7. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
    77
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    Grem Ztrank
    Die fünfte Woche.

    Ausflüge und andere Verschrobenheiten. Zu einer „Brontotour“ hat das Schollenkontor geladen und Anselm ist bereitwillig mitgekommen. Ein Haus auf dem Rücken eines Brontosauriers, errichtet durch Pence. Eine etwas andere Art die Inseln zu bereisen. Neben Pence, sind Amrei, der Herr Professor, Kandar und Richard mit dabei. Der Weg führt an Anodars Schenke entlang hin zum Strandbund. Richard ist guter Laune und trinkt ein Bier nach dem anderen. Vom Professor erfährt Anselm, weshalb er in der Arche gefangen ist und dass seine Forschungen unter anderem darauf ausgerichtet sind, aus diesem Gefängnis zu entkommen. Rachegelüste sind es, die ihn antreiben. Anselm versucht ihm zu erklären, dass diese Gelüste ihn in seiner Forschung behindern könnten, da er zu viel Energie auf andere Sachen richtet, doch der Herr Professor ist davon überzeugt, dass gerade seine Rache es ist, die ihn voranbringt. Anselm bietet ihn an, sollte der Herr Professor Redebedarf haben, so hat Anselm stets ein offenes Ohr für ihn.
    Beim Strandbund trifft die Gruppe auf Kodex Dyggur. Von ihm erfahren sie, dass Alexejew auf der Insel unterwegs ist und erst gegen Abend zurück ist. Anselm bittet Kodex, seinen Dank an Alexejew auszurichten, denn seiner Chitinrüstung verdankt er es, dass er noch am Leben ist.
    Der Herr Professor leiht sich von Kodex ein schönes, altes Dimorphodon Exemplar, er möchte es für die Zucht nutzen und für seine Forschung.
    Vom Strandbund aus geht es weiter den Fluss entlang, so langsam beginnt Richard sich komisch zu benehmen. Wahrscheinlich bekommt ihm der viele Alkohol nicht. Entkleidet läuft er auf dem Bronto umher und hält eine Flinte in den Händen, schießt wild um sich. Erst Pence gelingt es ihn zu bändigen und die Flinte abzunehmen. Er sperrt ihn in einen Käfig, doch irgendwie hat es Richard geschafft, sich daraus zu befreien, um kurz darauf mit einem Bier in der Hand herumzurennen. Zu seinem eigenen Schutz betäuben ihn seine Kollegen vom Schollenkontor und legen ihm Handfesseln an. Für den Rest der Reise sitzt er gefesselt auf einer Bank. Anselm selbst hält sich zurück. Dies sollen die Leute vom Schollenkontor unter sich regeln.

    Zurück auf dem Gelände des Schollenkontors bezahlt Anselm den Raptor, verabschiedet sich und lässt die fünf alleine.
    Die Rückreise auf dem Raptor am Strand entlang verläuft ruhig und auch an seinem Lagerhaus sind an diesem Abend keine Fleischfresser auszumachen.

    Am nächsten Morgen beginnt Anselm einen Felsen über dem Plateau zu erklimmen. Eine alte Treppe führt zum Fuße des Felsens. Oben errichtet er eine Aussichtsplattform und blickt hinunter auf sein bisher errichtetes Werk. Die ersten Fundamente für seinen Kreuzgang hat er bereits Platziert und die größe des Innenhofes ist bereits zu erahnen. Dort möchte er später dann Beete errichten.
    Kandar und Pence besuchen Anselm. Bei Kandar bestellt Anselm fünf Phiomia, für seine Düngerproduktion. Pence rät Anselm dazu, eine Mauer um sein Gelände zu bauen, um sich besser vor den Fleischfressern zu schützen, da der Sumpf an sich ein gefährlicher Ort ist, um sich niederzulassen. Dankbar für den Hinweis, beginnt Anselm zumindest noch am Abend einige Palisaden hochzuziehen.

    Schon am Tag darauf bringen Amrei, der Herr Professor und Richard ihm die fünf Phiomia vorbei, obwohl er die Bezahlung noch nicht beisammen hat. Anselm nimmt sie dennoch dankend an, hat Richard sich doch gleich nachdem er von der Bestellung erfahren hat, an das Fangen der Phiomia gemacht. Anselm verspricht, die Bezahlung sobald wie möglich vorbeizubringen.

    Der nächste Morgen hält eine Überraschung bereit. Die Fauna der Insel scheint reicher zu sein, als noch Tags drauf. Ein weiterer Spaß der Veranstalter?
     
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  8. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
    77
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    Grem Ztrank
    Die sechste Woche.

    Tod und Leben. Dabei die Wirtschaftsgebäude um den Innenhof herum zu errichten, sprang eine Mantis Anselm von hinten an, und drückte ihn gegen die vor kurzem erst hochgezogene Lehmwand. Mit den scharfen Gliedern sticht das Tier nach Anselm, der kaum ausweichen kann doch dann kommt ihm Ikarus zur Hilfe. Irgendwie hat er es aus seinem Käfig auf dem Dach geschafft. Der tapfere Flugsaurier umkreist das Tier und schnappt immer wieder mit seinem Schnabel nach dem Chitinpanzer. So ermöglicht er es Anselm sich wegzuducken und vor dem Tier gen Haus zu fliehen, um seine Armbrust zu holen. Warum hatte er sie ausgerechnet heute nicht dabei? Gerade als er zur Tür hinaus tritt, sieht er, wie sich eines der Schneidewerkzeuge durch Ikarus Brust bohrt und nach einem letzten Zucken, die ledrigen Flügel seines treuen Begleiters leblos herabsinken. Anselm zögert nicht lang und legt die Armbrust an, versenkt Bolzen um Bolzen in dem Insekt, viele prallen an der Panzerung ab, viele kommen an den Übergängen der Chitinplatten durch und so schafft er es, das Tier zu erlegen. Doch um welchen Preis? Ikarus, der Anselm durch die Lüfte trug, mit dem er den Tyrannosaurus bezwang und die Fleischfresser von seinem Baugrund fortlockte … . Tot. War es das, was die Veranstalter wollten? Mit diesen neuen Tieren? Mehr Spannung reinbringen? Anselm schnaubt und blickt gen Himmel. Dort oben schweben sicher gerade irgendwo Kameras und zeichnen den Verlust auf, senden ins All, in die Wohnzimmer der Oberen.
    Den restlichen Tag verbringt Anselm damit ein Grab für Ikarus auszuheben.

    Am nächsten Vormittag bricht Anselm mit dem Raptoren auf zum Schollenkontor. Er möchte die Phiomia bezahlen und nach einem Flugtier fragen.
    Beim Schollenkontor angekommen, zeigen Amrei und Pence ihm die Aufzuchtstation, und Anselm ist Zeuge, wie ein Dods, zwei Ankylosaurier, ein Dilophosaurier und ein … Pinguin das Licht des Lebens erblicken. Kairuku, nennt sich der Pinguin, wie er von den beiden erfährt.
    Später zeigt Amrei Amseln einen Bären. Er gehörte einem Elias. So wie sie von ihm spricht, liegt er ihr sehr am Herzen und ihn verloren zu haben, hat sie noch immer nicht gänzlich verarbeiten können. An der Flanke des Bären fällt Anselm ein Zeichen auf, es wirkt keltisch, doch weder Amrei noch er wissen um die Bedeutung. Mit dem Verlust von Elias ist wohl auch das Wissen um dieses Zeichen verloren gegangen.

    Als er die Brücke auf dem Rücken des Raptoren zurückreitet, fällt ihm ein, dass er ganz vergessen hat, weshalb er eigentlich gekommen ist. Am Marktplatz trifft er jedoch auf Richard, der dort arbeitet und die letzten Vorbereitungen für die demnächst anstehende Eröffnung herrichtet, wie er sagt. Mit ihm spricht er über ein Flugtier und wenig später führt Richard ihm einen Argentavis vor. Sie einigen sich auf einen Preis und Anselm, der das Tier dringend braucht, nimmt es sogleich mit und verspricht bald zu bezahlen.

    Der Bau am Kreuzgang schreitet gut voran. Der Doedicurus und Castoroides, die er vom Schollenkontor erstand, helfen ihm dabei. Gegen Mittag besuchte ihn Richard. Er war wieder einmal merkwürdig drauf. Schmiss eine Rauchgranate vor dem Tiergehege und schob es darauf, dass sie ihm aus der Tasche gefallen sei. Nachdem der Rauch verzogen war, bot Anselm ihm an, dass er gerne zum Reden bleiben kann, wenn es etwas gibt, das er erzählen möchte. Richard wich dem Angebot aus. Kurz darauf kam Vince mit einem Paracer vorbei. Wie auch Pence auf dem Rücken des Brontosaurier, hat Vince eine kleine Behausung auf dem Rücken des Tieres errichtet. Vince lebt bei den Redwoods, nahe des Wassers und bietet Anselm an, dass er ihn gerne besuchen kann. Sie reden über die bevorstehende Eröffnung der Taverne von Anodar Thamm, töten einen angreifenden Raptoren und dann trennen sich die Wege der drei. Vince reitet weiter gen Ruinen im Osten und Richard fliegt zum Schollenkontor gen Süden.

    Später am Nachmittag, Anselm baut gerade an einer Mühle, fliegt eine schmächtige Gestalt mit roter Tiermaske auf dem Rücken eines Pteranodon um die Baustelle herum. Sobald sich Anselm nähert, um ihn zu grüßen, fliegt er davon und geht auf Abstand. Eine ganze Weile beobachtet die Gestalt Anselm. Anselm arbeitet weiter und lässt den Kerl. Kurz war jener auch verschwunden, um dann nach einer knappen halben Stunde wieder aufzutauchen. Die Gestalt landet auf dem ersten fertiggestellten Dach eines der Wirtschaftsgebäude, die den Kreuzgang umgeben und holt ein Gewehr hervor. Er richtet es auf Anselm, dann fliegt er davon. Dies war die erste und vorerst letzte Begegnung, die Anselm mit dem rot maskierten Mann hatte.

    Am Abend entscheidet sich Anselm die nähere Umgebung ein wenig zu erkunden. Dabei trifft er bei den Ruinen auf Aberthon. Er stellt sich Anselm als Inquisitor vor und dient dem Gott des Feuers. In den Ruinen möchte er einen Tempel für seinen Gott errichten.
    Anselm schlägt ihm vor, dass sie durchaus voneinander profitieren könnten. Er sagt ihm, dass er nicht weit von ihm entfernt wohne und berichtet ihm über die Taverne, die demnächst eröffnet.

    Die Sonne geht auf und in der Ferne steigen blaue Rauchsäulen von der Vulkaninsel auf. In der Ferne stampft ein Albino T-Rex entlang. Anselm beobachtet ihn eine Weile, während die Sonne weiter emporsteigt.
    Der Rex zieht in eine andere Richtung davon und Anselm widmet sich wieder dem Bau der Wirtschaftsräume, die den Kreuzgang umschließen sollen.

    Gegen Mittag landet Richard auf einem Pteranodon neben mir. Er hat ein Jerboa auf seiner Schulter sitzen und bringt schlechte Nachricht: Kandar Mar ist einem Anschlag zum Opfer gefallen. Als er die Post holen wollte, hat ihn eine Bombe zerrissen.
    Auf diese Nachricht hin, muss sich Anselm erst einmal setzen. Er kann es nicht realisieren, dass jemand Kandar umgebracht hat. Kann sich nicht vorstellen, weshalb gerade er? Richard jedoch lässt ihm kaum Zeit, die Nachrichten zu verarbeiten, da wirft er Anselm schon das Jerboa vor die Füße. Es hat Kandar gehört und er möchte es verkaufen. Beim Schollenkontor, so erzählt Richard, haben sie keine Verwendung für das Tier und Richard würde es wohl an die Allosaurier verfüttern. Anselm erzählt ihm, dass er das Tier gerne aufnehmen möchte, doch er hat noch nicht einmal den Castoroides bezahlt. Richard schwärmt noch ein wenig von den süßen Augen des Jerboa und dem flauschigen Fell und wie die Allosaurier sich wohl darum reißen, wenn er es ihnen vorwirft. Anselm willigt ein, doch Richard scheint sich umzuentscheiden, er schenkt Anselm das Tier, dann fliegt er davon.

    Kandar … tot. Anselm stürzt sich in die Arbeit, um sich abzulenken. Später am Nachmittag bekommt er ein weiteres Mal Besuch. Aberthon kommt auf einem Argentavis angeflogen und bietet seine Hilfe beim Bau des Klosters und der Kirche an. Er schenkt Anselm eine geschmiedete Spitzhacke von besserer Qualität, als die, welche Anselm bisher benutzt hat. Anselm bittet um einen Tag Bedenkzeit und Aberthon willigt ein.

    Es gewittert und der Himmel öffnet seine Schleusen.
     
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  9. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
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    Grem Ztrank
    Die siebte Woche.

    Bier und Abschiede. Aberthon zieht zum Kloster um. Er baut eine Schmiede neben den Stallungen auf. Aberthon erzählt mir, dass ihn drei Russen besucht haben. Ihr Anführer, von schmächtiger und kleiner Statur und violetter Rüstung, stellte sich als Pavel Pavimovitsch vor. Die drei haben ihn bedroht. Anselm erzählt von seiner Begegnung mit dem Mann mit der roten Maske. Vielleicht besteht ein Zusammenhang zwischen den Russen. Er nimmt sich vor, wachsamer zu sein, was Fremde angeht.

    Gegen Abend macht sich Anselm auf den Weg zu Anodars Taverne. Zu Fuß. Den Fluß überquert er im Osten über eine Hängebrücke, die Aberthon dort errichtet hat. Von dort schlägt er sich durch die dicht bewachsene Insel im Norden, um am Stand gegenüber der Taverne herauszukommen. Hier kommt er nicht drum herum, zu schwimmen. Er springt ins Wasser und schwimmt hinüber auf die andere Seite. Ein Piranha nimmt die Verfolgung auf, doch da ist Anselm schon am Strand angekommen und entgeht den scharfen, kleinen Zähnen, dieser Biester.
    In der Taverne sitzen schon Vince und Alexejew an der Theke, Anselm gesellt sich dazu und sie trinken von Anodars Freibier. Das Schollenkontor kommt hinzu, sie tragen Schwarz – der Professor fehlt. Die Gruppe wechselt an einen der größeren Tische, speisen, trinken, reden.
    Später kommt ein Russe hinzu, Pavel Pavimovitsch. Vorsichtig fragt Anselm, ob er Begleiter auf dieser Insel hat und bekommt die Antwort, dass Pavel allein mit seinen Dinosauriern lebt. Kann das stimmen? Zumindest von der Statur wirkt er anders, als durch Aberthon beschrieben. Hat sich jemand als Pavel ausgegeben oder ist dies alles nur Teil der Täuschung? Anselm beschließt vorsichtig zu sein und Pavel den Abend im Auge zu behalten. Ganz gelingt ihm dies nicht, denn als Anodar ein vorbereitetes Spiel ankündigt, bei dem sechs Stofftiere zu finden sein, verliert er Pavel aus den Augen. Doch Pavel gewinnt das Spiel und den Preis: alle Spirituosen und alles Essen sind für ihn an diesem Abend kostenlos. Pavel zeigt deutliches Interesse an Amrei, die ihn abzuweisen weiß. Auf dem Balkon ist Pavel später mit Amrei und Richard allein, betrunken steigt Pavel auf die Brüstung und Richard, später erzählte er Anselm, er habe Pavel festhalten wollen, doch tatsächlich hat er Pavel einen Stoß versetzt und ihn in die Tiefe stürzen lassen. Wie durch ein Wunder, hat die Chitinrüstung, die Pavel trug, ihn vor dem Tod bewahrt. Pence trägt den verletzten Pavel hoch in die Taverne und legt ihn in einem der Zimmer ab, damit er sich ausruhen kann. Ein paar Tinkturen später, steht er auch schon wieder auf den Beinen und setzt fort, wobei Richard ihn zuvor unterbrochen hatte.
    Alkohol trinkt Richard an diesem Abend nicht, doch sein Verhalten ist abermals äußerst seltsam. Pence, kam mit einem Jerboa und hat es neben der Theke abgesetzt. Später nahm Richard es und schmiss es aus dem Fenster – er muss sich unbeobachtet gefühlt haben. Pence hat wohl nur aus den Augenwinkeln mitbekommen, wie sein Jerboa aus der Taverne fiel, gen Boden. Unglücklicherweise ist es wohl im Wasser gelandet und die Piranhas haben sich an dem kleinen Tier gelabt.
    Anselm nahm sich Richard beiseite und fragte ihn, was mit ihm los sei. Richard entgegnete, dass er beichten wolle und dafür in den nächsten Tagen bei Anselm vorbeischaut. Mit Blick zu Pence beschloss Anselm, diesem vorerst nicht von Richards Fehltritten zu erzählen.

    Auf dem Rückweg von der Taverne haben zwei Terrorvögel Anselm überrascht. Doch er hatte Glück, die beiden Tiere mussten noch recht jung gewesen sein, denn von der Geschwindigkeit, kamen sie in keiner Weise an das Tier des Schollenkontors heran und so gelang es Anselm, die beiden im Unterholz abzuhängen und sicher zum Kloster im Sumpf zu gelangen.

    Am nächsten Morgen schwang er sich auf den Rücken seines Argentavis – Ronan – und machte sich auf den Weg gen Schollenkontor, er besuchte den Anschlagort, an dem Kandar sein Leben verlor. Ein Kreuz und Blumen fand er dort vor. Er hielt einen Moment inne und gedachte Kandar. Beim Haupthaus des Schollenkontors traf Anselm auf Amrei und den Herrn Professor. Er bat darum, das Grab Kandars zu sehen und sie führten ihn hin, vorbei an Fleischfressern und anderen Dinosauriern des Schollenkontors. Eine Weile standen die drei schweigend an seinem Grabe und schließlich fragten die beiden Anselm, ob er nicht eine Rede zur noch anstehenden Beerdigung halten wolle. Sofern sie es wünschen, erklärt sich Anselm gern dazu bereit, diese ehrenvolle Aufgabe zu übernehmen.

    Am Vormittag bekam Anselm dann noch unerwarteten Besuch von Amrei und Herrn Professor. Der Professor schien ganz neben sich und Amrei vertraute Anselm an, dass der Professor ihr einen Antrag gemacht habe. Beide möchten, dass Anselm sie traut, doch vorerst Stillschweigen darüber bewahrt. Anselm stimmt zu und ist der Auffassung, dass dies in der schweren Zeit, den Verlust Kandar Mars für die beiden wohl genau das richtige ist, jemanden zu haben, einander zu haben. Auf einen Tapejara flogen beide davon.

    Gegen Mittag besuchte Anselm Alexejew vom Strandbund, die selbst einige Verluste zu beklagen haben, hatten sie doch zwei ihrer Mitglieder verloren. Mit Alexejew beschloss er einen Handel. Feuersteine für Anselm und Alexejew durfte seinen Raptoren mit Anselms Raptorenweibchen paaren.
    Später kam Alexejew bei Anselm vorbei, zusammen mit Venar. Alexejew erzählte, dass es sein zweiter Anlauf war. Ein Krokodil habe sein erstes Schiff und die Ladung versenkt. Er sei nur knapp mit dem Leben davongekommen. Sein derzeitiges Schiff hingegen ist eine wahre Pracht. Gänzlich aus Stahl und vielseitig einsetzbar. Die Ladung ist geschützt hinter dicken Stahlwänden. Er kann Dinosaurier damit transportieren und auch ausstellen und hat zwei Landemöglichkeiten für Flugtiere. Zudem hat er seinen Dampfantrieb weiterentwickelt. Eine Vorgängerversion hat Anselm bei ihm erstanden und in seinem eigenen Schiff verbaut. Das Stahlschiff nennt Alexejew zu Recht „Die Zahnfee“.
    Alexejew kam noch öfters vorbei und brachte Feuerstein und auch Steine, mit denen der Bau des Klosters gut voran schritt. Dank Alexejews Hilfe, standen rasch alle vier Wirtschaftsgebäude und Anselm konnte mit der Inneneinrichtung beginnen. Unterm Dach des Nordflügels richtete er Schlafräume ein. Jeder Raum mit einem eigenen Bett und einer Dachgaube, mit Blick gen fliegende Insel.

    Am nächsten Morgen, als Anselm erwachte und zum Fenster hinausblickte, war der Anblick jedoch ein gänzlich anderer, ungewohnter. Ein weißer Drachen flog am Himmel und umkreiste die Mühle, die er erst vor kurzem errichtet hatte. Dann und wann tauchte das Tier rasant gen Sumpf ab und erlegte eines der Tiere, welches das Pech hatte, ins Blickfeld des Drachen zu geraten. Ein neuer Spaß, den sich die Veranstalter ausgedacht hatten? Anselm zog sich vorerst zurück, zog das Fenster ran und beobachtete durch einen schmalen Spalt das Tier. Einen Kampf wollte er nicht eingehen, denn so schnell wie das Tier war und mit welcher Leichtigkeit es mordete, wollte er kein Risiko eingehen. Glücklicherweise verschwand es bald und kurz darauf kam Alexejew vorbei, der das Tier ebenfalls aus der Ferne beobachtet hatte und bei Anselm nach dem Rechten sehen wollte.

    Richard ist tot. Verstorben. Alexejew überbrachte die Nachricht. Es ist keine leichte Zeit für das Schollenkontor. Zu viele Verluste, in zu kurzer Zeit. Doch was war es, das Richard beichten wollte? Ging es um Pavel, um das Jerboa von Pence oder etwas ganz anderes?

    Das Schollenkontor eröffnet seinen freien Markt und weiht die Allee ein, die vom Festland zum Markt führt. „Kandar Allee“, zu seinen Gedenken. Zur Markteröffnung gibt es einen Faustkampf. Anselm selbst nimmt Abstand von diesem Faustkampf. Aberthon jedoch tritt an und gewinnt seinen ersten Kampf gegen Alexejew. In seinem zweiten Kampf unterliegt er Anodar. Immerhin hat er gegen den Finalisten und letztlich auch den Sieger verloren. Im Finale treffen Pence und Anodar aufeinander. Anodar hat Pence mit Leichtigkeit umtänzelt, landet entscheidende Treffer, die Pence schließlich zu Boden schicken. Der glückliche Sieger hat einen Ankylosaurus gewonnen.
    Der zweite Wettkampf, Speerwerfen, hat auch Anselms Interesse geweckt. Es gilt vier Heuziele in unterschiedlichen Entfernungen zu treffen. Von allen Teilnehmern gelingt es Anselm, die meisten Treffer und Punkte mit dem Speer zu erzielen. Wahrscheinlich liegt es an den zahlreichen Kämpfen im Sumpf, die ihn so zielsicher machten. Der Preis war ein Pelagornis.

    Pavel war ebenfalls anwesend. Aberthon hat ihn sich angesehen und ist zu dem Schluss gekommen, dass es keiner von den drei Russen war. Wahrscheinlich hat sich jemand anderes als Pavel ausgegeben.

    Anselm treibt noch ein wenig Handel mit den Anwesenden. Die Sonne geht unter und das Schollenkontor lässt die Markteröffnung mit einem Feuerwerk ausklingen.

    Aberthon und Anselm verbleiben noch bis zum Morgen, nachdem alle Marktteilnehmer bereits den Heimweg angetreten haben. Der nächste Punkt auf der Tagesordnung ist ein recht privater und Anselm fragt, ob Aberthon daran teilnehmen darf. Zur Entscheidung, ziehen sich die beiden zurück, damit Amrei, der Herr Professor und Pence darüber in Ruhe beraten können.
     
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  10. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
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    Grem Ztrank
    Das Schollenkontor hat Entschieden, dass Aberthon der Grabrede zu Kandar Mars Gedenken beiwohnen darf und so macht sich die Gruppe auf den Weg zu dessen Grab.

    Die fünf finden sich vor Kandar Mars Grabstein ein. Aberthon platziert eine Kerze und entzündet sie. Pence entzündet fünf Fackeln. Amrei, Herr Professor und Pence haben das Schwarz abgelegt und tragen die Farben des Schollenkontors. Rot und Silber. Der Herr Professor hat einen Tapejara, Kandars Lieblingstier, neben seinem Grab gelandet.

    Es beginnt zu regnen, als Anselm vor die Anwesenden tritt, mit seinen Blicken über die Gesichter der vier wandert und tief Luft holt, Kraft sammelt, um seine Worte, Worte der Hoffnung, des Erinnerns an sie zu richten:

    »Aberthon, das Schollenkontor:

    Amrei, Professor Artoro Wunderlich, Pence Enderas …

    Wir sind an diesem Tage zusammengekommen, um dem Leben Kandar Mars zu gedenken, um Abschied zu nehmen.

    Abschied von einem Handelspartner, von einem Freund, einem Beschützer, einem Mentor.

    Kandar, der mir in meiner kurzen Zeit in dieser Arche offen und ohne Furcht begegnet ist. Ein Mann, der keine Scheu hatte, auf Fremde zuzugehen. Ein Mann, der den Mut hatte, Wagnisse einzugehen, der Menschen einen Vertrauensvorschuss gab. Ein Händler durch und durch. Kandar, der seinem Gegenüber Respekt zeigte und wusste, Respekt einzufordern.

    Auf sein Wort, das Wort des Schollenkontors, war verlass. Er mag nicht mehr unter uns weilen, doch das, wofür Kandar stand, lebt nun weiter in Form des Schollenkontors. Seine Gedanken, seine Ideale.

    Euch, Amrei, Professor, Pence, fällt die Aufgabe anheim, sein Lebenswerk fortzuführen, aufrecht zu erhalten und Kandar zu gedenken.

    Amrei erzählte mir, dass der Tapejara, genauer: Tapejara Imperator, das Lieblingstier Kandars war. Ein anmutiges, reaktionsschnelles Wesen. Ein Wesen, das in der Lage ist genug Kraft aufzubringen, um die Last dreier Menschen auf seinem Rücken zu tragen.

    Wie der Tapejara, trug auch Kandar die Last seiner Entscheidungen mit sich.

    Kandar war es, der Herrn Professor bei sich aufnahm, ihm ermöglichte, seinen Forschungen nachzugehen und das so gewonnene Wissen einsetzte, um das Schollenkontor voranzubringen. Um anderen zu helfen, in dieser Arche zu überleben.

    Kandar war es, der Amrei bei sich aufgenommen hat, ihr in größter Not eine Stütze war und Halt bot. Amrei hat sich dazu entschieden diese Hilfe anzunehmen. Zu bleiben.

    Dank Kandar gibt es das Schollenkontor in seiner jetzigen Form. Einen Ort, der Sicherheit und Geborgenheit bietet. Einen Ort, der zum Verweilen einlädt.

    Ich wünsche mir, dass wir Kandar in guter Erinnerung behalten. Dass wir uns seiner Ideale: Mut, Vertrauen, Respekt stets gewahr sind.

    Nun heißt es: Nicht verzagen, sondern nach vorn zu blicken. Das eigene Leben in die Hände zu nehmen und weiter zu machen.

    Ich wünsche allen die dazu nötige Kraft. Schreitet voran und füllt die Lücke, die Kandar hinterlassen hat. Ihr habt den Zusammenhalt. Zusammenhalt darin, die Last der Entscheidungen auf euren Schultern zu verteilen, wie einst Kandar es allein tat.

    Und erblicken wir am Himmel einen Tapejara Imperator, so weiß ich, dass meine Gedanken für einen Augenblick bei Kandar verweilen.

    Erinnert. Schreitet voran. Vor allem: Lebt!

    Danke. Kandar.«​

    Anselm schweigt einen Moment. Blickt in die Gesichter der Trauernden. Der Herr Professor lässt Amrei und Pence antreten, damit beide auf sein Kommando Salutschüsse abgeben. Sechs Mal durchschneiden die Schüsse die Stille am Grab. Die Flinten verstummen, der Qualm verzieht sich. Anselm tritt beiseite und ermöglicht ihnen noch eigene letzte Worte an Kandar zu richten. Der Herr Professor macht den Beginn, Pence folgt. Für Amrei ist es zu viel, es fällt ihr schwer die Worte zu formen und sie entscheidet sich für den Rückzug.

    Jeder geht anders mit seiner Trauer um. Manche reden, manche schweigen, manche laufen davon.

    Der Himmel klart auf und der Tapejara krächzt gen Sonne. Ein Lächeln huscht über Anselms Lippen.
     
    Zuletzt von einem Moderator bearbeitet: 12. 10. 2016
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  11. Artoro

    Artoro Waldläufer

    04. 07. 2016
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    Cruse "Marksman" Masters
    Ich bin geflasht von deinen "Wochenrückblicken", vorallem der Teil mit der Trauerrede treibt mir eine Gänsehaut über den Körper.. Respekt dafür !!
     
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  12. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
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    Grem Ztrank
    Die achte Woche.

    Experimente. Amrei und der Herr Professor besuchen Anselm. Zu dritt gehen sie die Stufen zur Aussichtsplattform hoch, von der aus man das Plateau überblicken kann und einen wunderschönen Blick auf die schwebende Insel hat. Der Herr Professor denkt darüber nach, die Trauung hier oben stattfinden zu lassen. Anselm sagt ihm, dass er sich den Ort gerne aussuchen kann und berichtet von einem Kleinod im Innern der schwebenden Insel, welches auch in Frage käme.
    Dem Professor erzählt Anselm von seiner Sichtung der Wyvern vor einigen Tagen und fragt, ob er etwas über diese Tiere weiß. Tatsächlich ist dem Herrn Professor dieses Tier unbekannt und er möchte es gerne sehen. Anselm bietet ihm an, die Wyvern aus seiner Erinnerung zu zeichnen, da das Tier – glücklicherweise – seit der ersten Sichtung nicht erneut aufgetaucht ist.
    Sie sprechen über Richards ableben und etwas leiser, über die Vermutung, welche Alexejew und Anselm haben, dass es mit den Implantaten im Unterarm zu tun haben könnte. Eine Art ferngesteuerter Fail Safe. Doch weshalb es gerade Richard getroffen hat, bleibt ein Rätsel. Der Herr Professor warnt, dass ein Entfernen riskant ist.
    Amrei fühlt sich unwohl auf der Aussichtsplattform, so hoch oben über dem Plateau, daher begleitet Anselm sie herunter, während der Herr Professor die Gelegenheit nutzt, seinen Fallschirm zu testen.

    Am Tag darauf besucht der Herr Professor Anselm. Er überreicht ihm einen Stein. Das Implantat aus dem Unterarm, welches er sich entfernt und durch ein Duplikat ersetzt hat. Anselm zeigt sich interessiert und möchte sich selbst diesem Eingriff unterziehen. Der Gedanke, dass dort jemand sitzt und einfach einen Befehl irgendwo eintippt, der sein Leben beendet, hat ihn seit Richards Tod nicht losgelassen.

    Der Bau der Kirche hat begonnen. Zumindest die Grundrisse stehen. Als nächstes folgen die Fundamente, Kirchtürme sowie Haupt- und Seitenschiffe. Eine anstrengende, jedoch erfüllende Arbeit. Viele Steine sind noch zu sammeln, ehe die Kirche in ihrer ganzen Pracht steht.

    Der nächste Tag beginnt mit keiner guten Nachricht. Abathon hat seinen Argentavis verloren. Da er auf das Flugtier angewiesen ist, befeuert Anselm die Dampfmaschine des Schiffes und die beiden machen sich durch die Mäander der Sümpfe auf den Weg gen Schollenkontor.
    Dort legen sie am Hafen an, vertäuen das Schiff. Abathon hat Glück. Ein Argentavis steht zum Verkauf. Er verhandelt einen Preis, während Anselm von Pence erfährt, dass dieser auf der Suche nach einem geeigneten Brontoweibchen für die Zucht ist.
    Abathon einigt sich mit dem Schollenkontor und kann das Tier gleich mitnehmen. Während Abathon das Tier zurück zum Kloster fliegt, bleibt Anselm zurück, er will das Schiff später zum Kloster zurückfahren. Doch vorerst möchte er mit dem Professor über die Operation reden.

    Geschwächt und mit schmerzenden Unterarm wacht Anselm aus seiner Narkose auf. Ein Erfolg, wie ihm der Professor berichtet. Anselm lächelt schwach – eine Sorge weniger. Die Schmerzen bleiben wohl die nächsten paar Tage und Wochen, vielleicht gehen sie auch nie ganz weg, doch das war es Anselm wert.
    Weniger glücklich, ja gar wütend über den Eingriff ist Amrei. Sie ist wütend und in Sorge über einen erneuten Verlust, wenn die Operation fehlgeschlagen wäre. Anselm versucht ihr die Sorgen zu nehmen und sie zu beruhigen. Es war seine freie Entscheidung, sein Wille. Und wie auch sie über ihr Leben bestimmen kann, so will er es mit seinem handhaben. Sein Vertrauen in den Professor ist groß genug, dass er sein Leben in dessen Hände gelegt hat und tatsächlich ist der Eingriff geglückt.
    Anselm ist zufrieden über den Eingriff, jedoch zu schwach das Schiff allein zurückzusteuern. Amrei bietet ihm an, ihn zum Kloster zurückzufliegen. Anselm nimmt das Angebot dankend an und mit einem Tapejara reisen sie zurück.

    Anselm ruht zwei Tage, ehe er sich wieder an einfache Arbeiten wagt. Er sammelt Fasern vor den Mauern und lässt seinen Bieber das nötige Holz für Bücherregale sammeln. Er hatte genügend Zeit, sich Gedanken um die Einrichtung der Bibliothek zu machen und will sobald wie möglich damit beginnen. Auch eine Megaloceroszucht kommt ihm in den Sinn.
    Als er sich wieder kräftiger fühlt – die Schmerzen im Unterarm sind noch immer präsent – beginnt er mit der Einrichtung der Bibliothek und fängt zudem vier Megeloceros für seine Zucht: Elhaz, Ansuz, Tyr und Dagaz. Elhaz wählt er zu seinem Reittier. Später die Woche, fragt Abathon ihn noch, ob er Tyr haben dürfe und Anselm stimmt zu, auch wenn er um den Verlust des Argentavis weiß.

    Alexejew besucht das Kloster mit zwei Parasauriern und drei Raptoren. Anselm holt sein Raptorenweibchen und zur Zucht lassen sie die beiden einen Moment allein. Das Ei nimmt Alexejew später mit, genauso wie die Bezahlung für die Feuersteinlieferung.
    Zusammen brechen sie zum Markt auf. Anselm reitet auf Elhaz. Er möchte eine Notiz am Schwarzen Brett anbringen, denn bald schon möchte er mit dem Anbau eigener Pflanzen beginnen und benötigt einige Kühlschränke, um die Erträge möglichst lange aufbewahren zu können. Selbst fehlt ihm das Wissen, einen Kühlschrank zu bauen.
    Sie reiten vom Plateau aus am Strand entlang hin zum Schollenkontor. Auf dem Weg begegnen sie zwei Allosauriern, mit denen Alexejews Raptoren kurzen Prozess machen. Nur wenig später schon finden sie ein Schildkrötenei am Strand. Alexejew erzählt, dass Pence es für das Zähmen eines Brontosauriers gebrauchen kann. Sie nehmen das Ei mit und übergeben es später in die Hände des Herrn Professors, den sie beim Schollenkontor antreffen, damit er es an Pence weiterreichen kann.

    Gegen Ende der Woche hört Anselm unweit des Klosters, wie jemand mit einer Axt Bäume fällt. Er macht sich auf den Weg, um die Ursache zu untersuchen und trifft westlich vom Kloster auf Enrico. Enrico möchte sich hier niederlassen. Anselm wünscht ihm dabei gutes Gelingen und warnt ihn gleichzeitig, vor den Fleischfressern, die sich hier herumtreiben und dass dieses Plateau zu ihren Jagdgründen gehört. Er solle vorsichtig sein und auf sich aufpassen. Falls er Hilfe suche, kann er gerne zum Kloster kommen. Als nette Geste lässt Anselm ihm zwei Äxte aus Eisen da.

    Anselm besucht mit Elhaz Amrei, um ihr zu versichern, dass es ihm wieder besser geht. Sie erzählt ihm von ihrer Entführung und vertraut Anselm die Ursache ihrer Angst vor Elektrostäben an. Elias, der Zwerg, hat damit zu tun. Sie erzählt ihm von ihrer Angst vor der bevorstehenden Hochzeit und ihrer Angst, Artoro zu verlieren. Anselm versucht sie zu beruhigen und sagt ihr, dass Zweifel vor einem so wichtigen Schritt völlig normal sind. Amrei soll versuchen, auf ihre Gedanken zu hören, sie zu ordnen und mit Artoro gemeinsam die Pläne für ihre Zukunft zu besprechen. Zum Schluss vertraut sie ihm noch an, dass sie die letzte überlebende Sturmschwester ist, nachdem alle anderen der Sturmbrüder verschwunden sind und auch Elias bei einer Explosion den Tod fand.
    Anselm reist mit dem Schiff und Elhaz an Deck zurück zum Kloster. Dort trifft er auf Alexejew, der ein besonders schönes Exemplar eines Parasauriers gezähmt hat, das sich in den Palisadenwällen des Klosters verfangen hat. Anselm hilf ihm das Tier zu befreien und begleitet Alexejew noch zum Strand, von dem aus Alexejew zum Strandbund zurück reist.
     
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  13. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
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    Grem Ztrank
    Die neunte Woche.

    Beichten und andere Gefahren. Enrico war heute da und bat um Aufnahme in das Kloster. Bevor Anselm dem jedoch zustimmen kann, möchte er Enrico prüfen. So vertraut er Enrico einen Stegosaurier an, der erst seit kurzem zu Anselms Bestand gehört. Ein noch sehr junges Tier, das gegen die stärkeren Fleischfresser wohl unterliegt. Schafft es Enrico, das Tier am nächsten Morgen lebend vorzuzeigen, darf er im Kloster unterkommen.

    Die Kirche nimmt Gestalt an. Die beiden Türme stehen bereits zu großen Teilen. Vielleicht zieht Anselm sie noch etwas in die Höhe, um die Proportionen zu wahren. Später am Tag kommt Amrei vorbei und überreicht Anselm eine Wundsalbe, um die Schmerzen am Unterarm einzudämmen. Sie hat ihre Rezeptur ein wenig überarbeitet und es ist nun nicht mehr erforderlich einen Schluck des bitteren Heiltrankes nachzuspülen. Die Salbe hilft, sie kühlt und lindert den Schmerz sowie das Brennen.

    Ein Stegosaurier röhrt am westlichen Tor. Enrico hat es geschafft das Tier heil durch den Tag zu bringen und Anselm lässt ihn hinein in die Mauern des Klosters, zeigt ihm, wo er den Stegosaurier abstellen und welche Zimmer frei sind, von denen er eines beziehen kann. Enrico wählt von sich aus das kleinste Zimmer. Er brauche nicht viel Platz, sagt er. Seine Dinosaurier belässt er vorerst bei seinem alten Bauort und will sie später herbringen. Noch sind nicht genügend Stallungen vorhanden, um all seine zusätzlichen Tiere unterzubringen.

    So nah am Sumpf zu bauen tat Enrico nicht gut. Eine Horde von Allosauriern hat es über seine Mauern geschafft und seinen Tierbestand dezimiert. Er konnte sich noch gerade so mit seinem Pteranodon retten. Seine alte Bleibe gibt er auf und zieht gänzlich ins Kloster um.

    Spät abends, Anselm wollte gerade zu Bett gehen, landet der Herr Professor mit einem Flugsaurier vor den beiden Kirchtürmen. Er möchte, dass Anselm ihm die Beichte abnimmt. Im Vertrauen beichtet der Herr Professor von seinen Experimenten an Richard Oswald. Er habe verschiedene Substanzen in sein Essen und Trinken gemischt, die er zuvor an Dodos und Dimorphodons ausgetestet hat. Die Tiere reagierten alle mit dem Tod. Richard zumindest scheint sie längere Zeit überlebt zu haben, diese Versuche. Ob diese Experimente mit Richards komischem Benehmen und seinem letztendlichen Ableben zu tun hatten?
    Zudem belasten ihn Amreis Bedenken, die sie hinsichtlich seiner Forschungen hat. Sie scheint ihm anders, forsch. Anselm rät ihm, mit Amrei zusammen Zeit zu verbringen, gemeinsamen nach einem Trauort zu suchen. Er solle ihr zeigen, dass ihm etwas an ihr liegt und er die Zukunft mit ihr gestalten möchte.

    Am nächsten Morgen, Anselm ist vor den Mauern und sammelt Fasern mit der Sichel, stapft unweit von ihm ein Tier vorbei, das er vorher noch nicht gesehen hat. Es geht auf allen Vieren und die Vorderläufe erscheinen wie Hände. An den Flanken hat es eine Zeichnung wie Zebras von der Erde sie hatten. Die Sichel am Gürtel verstauend eilt Anselm zurück hinter die Mauern. Er sattelt seinen Argentavis und landet neben dem Tier. Ein Versuch, wie es wohl reagiert. Eine Zeit lang kann er es ruhig beobachten, doch dann zeigt sich das Tier gestört und schlägt nach dem Vogel und Anselm. Mit dem Argentavis in die Lüfte steigend entfernt er sich und lässt es allein. Wie es scheint, kann er ungestört arbeiten, so lange er dem Tier nur nicht zu nahe kommt. Dennoch nimmt sich Anselm vor, vorsichtig mit den Tieren zu sein.

    Als Pierre Dumont stellt sich der Franzose vor, der vor den Wirtschaftsgebäuden des Klosters mit seinem Flugtier landete und abstieg. Er prahlt davon, einen Tyrannosaurus Rex erlegt zu haben. Ein mutiger Kerl, dieser Herr Dumont. Abathon, der bei Anselm steht, bestätigt diesen Rex gesehen zu haben. Wie sich herausstellt, war Dumont vor seinem Leben in der Arche in einem Militärgefängnis interniert. Weshalb, dazu hält er sich bedeckt. Nur so viel verrät er: Er habe auf ein falsches Gefühl vertraut.
    Als er wieder von dannen zieht, tritt Abathon an Anselm heran und flüstert ihm ruhig zu, dass nicht dieser Franzose den Tyrannosaurus gelegt hat, sondern Abathon selbst es war. Er warnt zur Vorsicht vor dem Franzosen.

    Die Russen waren wieder da. Nur ein kurzer Besuch, ein vorsichtiges Spähen aus der Ferne. Abathon vermutet, dass sie mit Dumont in Verbindung stehen. Anselm schlägt vor, sobald die nötige Zeit und die nötigen Ressourcen vorhanden sind, dem nachzugehen. Auch wenn es ihm missfällt, solche Maßnahmen ergreifen zu müssen.

    Enrico sammelt Beeren mit dem Stegosaurier nahe der westlichen Mauer, während Anselm auf der anderen Seite einen Allosaurier von ihm abhält. Die Futtertröge in der Aufzuchtstation sind gefüllt und Ansuz, das Megalocerosweibchen, ist trächtig. Mit ihrem Bauch nimmt sie gut Raum ein.
    Alexejew besucht Anselm derweil mit vier Raptoren. Ungewöhnlich, sonst reist er in der Regel nur mit drei Tieren. Kurz darauf zeigt sich auch weshalb: Einen schenkt er Anselm, es ist der Enkel von Elsa, Anselms erstes Tier, das er vom Schollenkontor gekauft hat. Zudem hat Alexejew noch ein Raptorenei dabei, es ist für Enrico, der es ausbrüten möchte. Von Alexejew erfährt Anselm, dass Enrico selbst einen Raptoren gekauft hat, Neldo ist der Name. Ein gutes und kräftiges Tier. Anselm ist verwundert über diese Information, da er auf dem gesamten Gelände keinen neuen Raptoren gesehen hat und Enrico zudem in seiner Stube vermutet. Was Alexejew und Anselm zu dieser Zeit noch nicht wussten ist, dass das Tier schon dahingeschieden war. Alexejew verabschiedet sich und Anselm sieht nach der schwangeren Elchkuh. Es dauert nicht lang, da erblickt ein weibliches Tier das Licht der Welt – Algiz. Die Kleine frisst wie kein zweiter. Anselm muss ihr jede Beere einzeln mit der Hand füttern, aber bald schon hat sie gelernt, die Beeren aus dem Futtertrog zu essen und Anselm kann es alleine bei seinen Eltern lassen und findet etwas Schlaf.

    Toren Harker heißt der unruhige und nervöse Kerl, der um Einlass und Unterschlupf bittet. Abathon und Anselm lassen ihn in das Innere der Mauern. Er gibt an, Catachaner zu sein und Sigmar zu dienen, dem Gott, dem auch Abathon dient.
    Anselm nimmt Abathon zur Seite und fragt ihn, ob man diesem Catachaner vertrauen kann. Abathon meint, Catachaner sind loyal. Sie entscheiden sich dazu ihn mitzunehmen, Metallerze abzubauen. Vielleicht erweist er sich tatsächlich als loyal und einen weiteren Mann von Abathons Schlag zum Schutz, scheint Anselm keine schlechte Idee.
    Wie sich herausstellt, kann Toren gut mit anpacken und schnell haben sie eine große Menge an Metallerzen beisammen. Auf dem Rückweg fragt Anselm ihn, weshalb er in der Arche ist. Er habe seine Männer schützen wollen und einen Befehl verweigert. Ein Soldat also.
    Zurück im Kloster überlässt Anselm Toren die Wahl über eines der beiden freien Zimmer und vertraut ihm zudem die Pflege des Pelagornis an, um zu sehen, wie gut er mit Tieren umgehen kann.

    Am Markttag verhandelt Anselm mit Vince und Alexejew über Steinlieferungen, die er zur Fertigstellung seiner Kirche benötigt. Vince hat zudem eines dieser neuen Tiere dabei, welches Anselm vor einigen Tagen unweit des Klosters angetroffen hat. Er sagt, er habe es mit Bier gezähmt. Anselm lacht und hält es für einen Scherz, doch scheinbar ist es wirklich so, dass diese Tiere Bier bevorzugen. Bald sollten Anodars Verkäufe anziehen, wenn sich noch mehr für diese Tiere begeistern lassen.
     
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  14. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
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    Grem Ztrank
    Die zehnte Woche.

    Schuhe und andere Köstlichkeiten. Ein kräftiges Brüllen lässt Anselm von seiner Arbeit an der Klostermauer aufschrecken. Der Kopf eines grauschwarzen Tyrannosaurus lugt über die Brüstung der noch unfertigen Mauer und schnaubt kräftig in Anselms Richtung. »Hallo Anselm!«, begrüßt ihn Amrei vom Rücken des Tieres. Erleichtert atmet Anselm durch … . Amrei, die auf Anselms Bitten mit dem Rex vorbeigekommen ist, um die Mauerhöhe auszutesten. Anselm möchte wissen, ob die Mauer in ihrem jetzigen Zustand ausreicht, um einen Tyrannosaurus abzuhalten. Er packt sein Werkzeug zurück an den Gürtel und öffnet die Türe. Zhara, der Rex stapft ein, zwei Schritte auf ihn zu und neigt den riesigen Kopf durch den offenen Torbogen. Im nächsten Moment schon weiß Anselm gar nicht mehr, wie ihm geschieht. Ein pressender Druck auf der Brust, die von Abathon geschmiedete Metallrüstung zerbirst und Anselm fliegt zwanzig Meter zurück, knallt mit dem Rücken gegen Abathons Schmiede und bleibt liegen.
    Ein leichtes Stupsen, wie Amrei sagt … . Sie entschuldigt sich für Zharas Verhalten und hilft Anselm wieder auf die Beine. Anselm nickt, er lebt ja noch, von daher sei es nicht ganz so schlimm. Der Atem bleibt ihm zwar noch immer mal kurz weg, doch es geht schon irgendwie. Er sammelt die Reste der Brustplatte auf, vielleicht kann Abathon sie wieder reparieren, doch Amrei bietet an, die Rüstung Pence zu zeigen, damit er sie wieder zusammensetzen kann. Anselm lässt ihr die Reste und verabschiedet sich – gebührenden Abstand zu Zhara haltend. Er wartet, bis Amrei mit dem Tier weit genug davongestampft ist, dann erst traut er sich ans Tor und schließt es. Den Rest des Tages ruht er im Bett.

    Am darauffolgenden Tag kommt Amrei mit Kaidun, ein Argentavis, vorbei. In den Klauen trägt das Tier ein Megalocerosweibchen. Amrei hat ein schlechtes Gewissen wegen Zhara. Anselm nimmt sich dem Tier an, die Färbung ist schön und sicher kann er es für seine Zucht gebrauchen. Amrei war im Norden, hat sich alte Orte angesehen. Sie spricht von Elias und Kaidun, der wohl vor einiger Zeit für Elias gezähmt wurde. Amrei verabschiedet sich und Anselm sagt ihr, dass sie sich die Sache mit Zhara nicht zu sehr zu Herzen nehmen soll, schließlich ist ja noch alles gut gegangen.

    Es ist Markt und bisher ist nur Anodar an seinem Stand. Anselm kauft einige Farben und geht mit Anodar zu Kandar Mars grab. Auf dem Weg dorthin berichtet Anodar von den Plänen für ein neues Haus und erzählt von einer gigantischen Höhle mit einer Lichtquelle, zu der er einen Eingang nah an seiner Taverne gefunden hat. Der Eingang ist nur mit Flugtieren zu erreichen.
    Die beiden verweilen einen Augenblick am Grab, dann gehen sie zurück zum Marktplatz. Anselm fragt Anodar, ob er ihm diese Höhle zeigen kann, er möchte sie gern mal sehen und vielleicht kommen noch einige mit. Die beiden könnten eine Expedition starten. Anodar willigt ein und langsam füllt sich auch der Markt. Anselm fragt Enrico, Alexejew, Amrei und Vince, sie alle haben Interesse an einer Expedition dorthin. Alexejew war sogar schon mal dort unten, wie er erzählt. Er hat einen Weg über einen gefluteten Tunnel genommen. Es ist sicher gut, mehrere dabei zu haben, die sich dort unten auskennen. Nur Amrei scheint nicht so begeistert von dem gefluteten Eingang, da sie nicht schwimmen kann. Genaueres wollen Sie bei einer Vorbesprechung klären.
    Anselm ertauscht noch Stein und Öl von Vince für den Kirchenbau und den Stromgenerator.
    Von Anodar erfragt Anselm den Namen der Taverne. Sie heißt »Taverne zum grauen Beißer« in Anlehnung an eine Bulldogge, die Anodars Eltern besessen haben. Damals war er noch ein Kind und verbindet schöne Erinnerungen mit dem Hund.
    Später am Abend schlägt Vince vor, dass man eine Arena als Gemeinschaftsprojekt bauen könnte, um dort Wettkämpfe auszutragen. Speerwerfen, Wettrennen zu Fuß und mit Tieren und andere Wettbewerbe.

    Am nächsten Tag bringt Amrei wieder einen Megaloceros vorbei. Ein sehr schönes Tier, doch der Anlass dafür sind ihre Gewissensbisse. Anselm versichert ihr, dass alles in Ordnung ist und es ihm gut geht. Die Rüstung hat das meiste abgehalten und sie solle sich nicht weiter damit belasten.

    Die Megaloceroszucht läuft recht gut. Von den fünf Jungtieren hat es nur eines nicht durch die Nacht geschafft. Parallel hat Enrico zwei Raptoreneier in der Aufzuchtstation ausbrüten lassen und sie aufgepäppelt, bis sie gelernt haben, wie sie eigenständig an das Fleisch in den Futtertrögen kommen.

    Am Wochenende kommt Pence mit seinem Bronto vorbei. Das Tier trägt eine große Plattform mit einigen Aufbauten auf dem Rücken. Amrei, Vince und ein unbekannter Dritter sind mit von der Partie. Der Fremde stellt sich als Frederic Duncan vor. Er ist barfuß unterwegs und die beiden vom Schollenkontor haben ihn am Strand aufgesammelt. Herr Duncan spricht davon freiwillig hier zu sein und einen gewissen Jonathan Breda zu suchen und hier abzuholen. Er will ihn mit einer Fähre hier rausbringen beziehungsweise die Fähre soll ihn abholen, sobald er Jonathan Breda gefunden hat. Ist das ein Weg hier raus? Anselm kommt dieser Gedanke mittlerweile seltsam vor, die Arche verlassen zu können und in sein altes Leben zurückzukehren. Wie wäre es wohl? Zurück zu sein? Würde man ihn in Frieden lassen oder doch nur wieder fangen und zurück bringen. Hierher oder in ein anderes Gefängnis? Er schüttelt den Gedanken hinfort.
    Anselm muss Herrn Duncan enttäuschen, als dieser ihn nach Jonathan Breda fragt, er kennt ihn nicht und hat auch noch nicht von ihm gehört. Auch Enrico und Abathon kennen diesen Mann nicht.
    Während Pence eine kleine Baumaterialspende für die Kirche ablädt, holt Anselm ein Paar Schuhe für Duncan, damit dieser nicht länger barfuß umherlaufen braucht. Zudem hat Pence die reparierte Rüstung von Anselm dabei. Anselm probiert diese gleich an und lässt Abathon noch einmal drüber sehen. Abathon ist zufrieden mit der Arbeit an der Rüstung und lobt Pence für seinen Umgang mit dem Schmiedehammer.
    Abathon, Enrico und Anselm schließen sich der kleinen Rundreise auf dem Bronto an. Doch sie kommen nicht sehr weit, gerade mal bis zum Strand hinter dem Kloster, da rutscht Amrei aus und fällt vom Brontorücken ins Wasser. Gerade so tief, dass sie nicht mehr stehen kann. Sie kann nicht schwimmen und versucht sich halbwegs durch Strampeln am Untergehen zu hindern. Vince, Abathon und Enrico springen vom Bronto hinterher, doch da kommt auch schon ein Krokodil aus den Tiefen und schnappt nach Amrei, greift sie, trägt sie davon, in die tieferen Gewässer. Pence möchte mit dem Bronto helfen, doch kann er dies nicht, ohne riskieren zu müssen auch Vince, Abathon und Enrico dabei zu verletzen. Doch der Bronto scheint da anders zu denken, einen ausgeprägten Beschützerinstinkt zu haben und so kam Pence gar nicht erst dazu das Tier daran zu hindern, mit seinem Schwanz auszuholen. Das Krokodil bekommt einen Treffer ab, lässt Amrei los und flieht. Doch auch Enrico und Vince hat das Tier erfasst und bewusstlos liegen sie am Strand. Abathon hat es auch erwischt, doch der Schlag des Brontosauriers scheint ihm nichts ausgemacht zu haben. Er greift Amrei und bringt sie an den Strand. Abathon wirkt unversehrt, nur seine Schuhe hat er im Wasser verloren.
    Anselm selbst war oben auf dem Brontosaurier geblieben, hat kaum etwas von dem Chaos unten mitbekommen. Jetzt, da fast alle bewusstlosen am Strand liegen und auch der Brontosaurier wieder ruhiger scheint, wagt er sich runter an den Strand. Die Bewusstlosen sind aufgereiht und Pence, Abathon und Anselm kümmern sich um die drei, bis sie wieder bei Bewusstsein sind.
    Nach dem Schreck mit dem Krokodil geht es weiter zu Anodars Haus, das er demnächst aufgeben möchte, da er beabsichtigt umzuziehen.
    Die Sonne ist schon untergegangen, als Pence den gemächlichen Bronto vor Anodars Haus zum Stehen bringt. Sie steigen ab und haben Glück, Anodar ist noch wach und öffnet ihnen Tür und Tor. Eine kurze Führung durch das Anwesen. Er hat es tatsächlich sehr gemütlich hier und die Gruppe kehrt auf seiner Terrasse ein, wo sie den Abend verbringen. Sie sprechen darüber, wie sie hier in diesem Gefängnis gelandet sind, Enrico möchte gerne eines der Bilder von Anodar kaufen und bei sich aufhängen. Vince nutzt einen unbeobachteten Moment und malt Pence die Brust an. Pence bemerkt es erst, als es schon zu spät ist. Dies ist einer der seltenen Momente, bei denen Anselm Pence mal mit einem Hemd hat herumlaufen sehen. Anselm muss schmunzeln.
    Sie bleiben die Nacht durch bei Anodar und bei Sonnenaufgang verabschieden sie sich, reisen weiter mit dem Brontosaurier. Der Weg führt weiter am Strand entlang, einmal um die Insel rum in Richtung Schollenkontor. Am Strand machen sie halt, es sind nur noch wenige hundert Meter bis zur Kandar Allee, doch Pence hat einen Pteranodon erspäht, den er mit seinem Gewehr betäubt und zähmen will. Die Farbe gefällt ihm. Für die anderen baut er derweil Bänke am Strand auf, damit sie angeln können. Leider beißt nichts an.
    Enrico, Abathon und Anselm beschließen zurück zum Kloster zu gehen. Mit Abathon dabei und am Strand entlang sollte es recht sicher sein und die drei sollten ohne größere Zwischenfälle zurück gelangen. Sie verabschieden sich von Pence, Vince und Amrei. Enrico und Abathon gehen schon los, Pence aber hält Anselm kurz zurück und flüstert ihm zu, dass er ihm den Pteranodon wohl schenken wird. Anselm ist verwundert, aber ja, einen Pteranodon kann er gut gebrauchen und seit dem Verlust von Ikarus hat er sich nicht mehr an die Tiere gewagt. Er dankt Pence. Frederic Duncan bittet im Kloster unterkommen zu können, zumindest eine Weile, bis er Jonathan Breda gefunden hat. Anselm bietet ihm an einige Nächte bleiben zu können und hinter den Mauern des Klosters Schutz zu finden. Anselm verabschiedet sich ein weiteres Mal dann folgt er mit Frederic Duncan den anderen beiden und ohne Zwischenfälle gelangen sie zum Kloster.
     
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  15. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
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    Grem Ztrank
    Die elfte Woche.

    Eine Hochzeit und ein Knochenbruch. Es ist schon spät am Abend, als es an der blauen Holztür am Lager klopft. Anselm steht an der Werkbank und horcht auf. Er geht vor nachsehen. Die Tür einen Spalt weit öffnend, sieht er eine gänzlich in Schwarz gekleidete Gestalt. Das Gesicht verborgen hinter einer Maske. Unruhe und Angst steigt in Anselm auf und die rechte Hand wandert langsam zu der Schrotflinte, die neben der Tür lehnt. „Süßes sonst gibt’s Saures!“, ruft ihm die Gestalt entgegen. Eine vertraute Stimme, es ist Amrei, die sich verkleidet hat. Anselm atmet erleichtert aus, belässt die Schrotflinte an ihrem Platz und öffnet die Tür ganz. Er hat nicht viel, was er ihr geben kann, drum gibt er ihr etwas von seinem Abendbrot ab und lässt sie dann weiter ziehen, sie will noch beim Strandbund vorbeischauen.

    Am nächsten Morgen kommt Pence mit dem grünen Pteranodon vorbei, den er während des Ausflugs gezähmt hatte. Und tatsächlich schenkt Pence Anselm das Tier. Der Pteranodon bekommt den alten Platz von Ikarus. Pence verabschiedet sich und Anselm beginnt mit den Vorbereitungen für die anstehende Hochzeit von Amrei und dem Herrn Professor.

    Mit Enricos und Herrn Duncans Hilfe richten sie die Aussichtsplattform her. Ein neues Geländer, ein neuer, etwas sicherer Aufstieg aus Stein. Die Holztreppen waren zu rutschig und zu gefährlich – gerade nach Regen. Anselm stellt Stühle auf, während Enrico und Duncan Blumen platzieren.

    Gegend Abend kommen die ersten Gäste. Anselm verteilt Feuerwerk unter ihnen, damit sie es zum Ende der Trauung zünden können. Zuerst Anodar, danach Pavel Pavimovitsch. Letzterer kam mit einem Flugsaurier und ist abseits im Schatten eines Felsen gelandet. Zuerst blieb er unerkannt, bis Enrico mit seinen Tieren an dem Felsen vorbei kam und Herrn Pavimovitsch dort begrüßte. Danach kam er mit vor zu den ersten Stufen die hoch zur Aussichtsplattform führen. Seltsam, weshalb diese Heimlichtuerei? Nach und nach kamen weitere Gäste. Kodex Dyggur, Vince und Bonny. Der Bräutigam, noch mit Chitinrüstung und Pence – mit Hemd – der Amrei auf einem Tapejara mitbringt. Der Herr Professor hat sich auf die Treppe zurückgezogen, um sich dort in sein Bräutigamgewand zu werfen. Zylinder und Seidenkleidung, mit türkisenen Applikationen.
    Allmählich finden sich alle oben auf der Aussichtsplattform ein. Die Gäste und das Brautpaar nehmen Platz, auch wenn Unsicherheit darüber besteht, wer Herrn Pavimovitsch eingeladen hat.
    Die Trauung verläuft ruhig, bis Anselm die Gäste bittet sich von ihren Plätzen zu erheben und das Paar sich das Ja-Wort geben soll. Pavel Pavimovitsch springt nach vorn und gesteht Amrei seine Liebe und dass Amrei es sich noch einmal überlegen soll … zumindest so oder so ähnlich vom Wortlaut, denn kaum hatte er angefangen zu sprechen, war er umringt von Gästen, die Knüppel und andere Waffen hervorgeholt hatten und Pavel nach dem Leben trachteten. Anselm versucht zu schlichten, bittet, ein Blutvergießen auf der Hochzeit zu vermeiden. Nach und nach verschwinden die Waffen, Pavel sucht das Weite und Anselm beendet die Zeremonie. Abathon, der etwas abseits stand, zündet das Feuerwerk und die Gäste schließen sich an, tauchen den Abendhimmel in ein buntes Lichtspektakel, während sie dem jungen Brautpaar gratulieren.
    Vom Ort der Trauung geht es zur Taverne zum grauen Beißer, um dort den Abend mit Speis und Trank ausklingen zu lassen. Anodar sorgt dafür, dass kein Gaumen trocken bleibt. Vince hat wieder Farbe dabei und malt Pence die Nasenspitze grün. Anodar schwingt sich dazu hinter die Trommeln und fordert wummernd einen Pinselkampf. Zum Kampf selbst kommt es nicht mehr, denn von der Terrasse ertönt ein Schrei, langgezogen, leiser werdend. Ist schon wieder jemand vom Geländer gefallen? Von den Gästen sind noch alle da, nur Abathon fehlt. Nach und nach verlagert sich die Gesellschaft nach draußen, zum Fuß des Baumes. Abathon liegt dort im hohen Gras, die Beine gebrochen, aber am Leben. Der Professor nimmt sich ihm an und fliegt ihn zurück zum Schollenkontor, um ihn medizinisch zu versorgen. Anselm selbst kümmert sich um das Flugtier Abathons an und bringt den Argentavis zurück zum Kloster.

    Am nächsten Tag schon ist Abathon zurück. Der Professor hat ihm die Beine geschient. Amrei kommt abends vorbei um nach Abathon zu sehen. Sie berichtet von Lichtern die sie in der Nacht beobachten konnte. Wie Suchscheinwerfer seien diese über die Insel gehuscht. Abathon und Anselm konnten dies nicht beobachten, doch schenken die beiden den Worten Amreis Glauben. Nur, nach was oder wen suchen diese Lichter? Ist dies ein neues Projekt der Veranstalter? Sind sie womöglich in Gefahr? Anselm rät dazu, nachts nicht mehr zu reisen oder nur in Begleitung.
     
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  16. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

    03. 09. 2016
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    Grem Ztrank
    Die zwölfte Woche.

    Liebeleien und verschwundene Beweise. Damit Enrico und Anselm bei der Expedition nicht allzu aufgeschmissen sind, trainieren sie unter Abathons Anleitung im Innenhof des Kreuzganges mit Schild und Knüppel. Beide tragen Eisenrüstungen zum Schutz. Knüppel und Schilder sind aus Holz. Zum Üben soll dies reichen. Enrico gelingt es Anselms Verteidigung zu durchbrechen und ihm einige harte Schläge gegen Brustplatte und Eisenhelm zu verpassen. Vince, der vom Kampflärm angezogen scheint, landet mit seinem Tapejara im Innenhof. Die drei unterbrechen das Training, sprechen über die bevorstehende Expedition und den Tapejara, mit dem Vince hergekommen ist. Vince erzählt, dass er das Flugtier über eine Stunde lang verfolgt hat, ehe er es zähmen konnte. Ihm hat die grüne Farbe der Schwingen so sehr gefallen, dass er das Tier unbedingt haben musste.
    Ein wenig später kommt Amrei mit einem Neuankömmling vorbei. Sie stellt sich als Celina Silver vor. Abathon zeigt ihr das Kloster, während Amrei Anselm beiseite nimmt, um mit ihm über die Neue zu sprechen. Amrei macht sich sorgen, sie sieht in Celina eine Konkurrentin. Celina soll Genetik studiert haben und Amrei befürchtet, dass sie sich gut – zu gut – mit dem Professor verstehen könnte. Anselm versucht zu beschwichtigen, er schätzt den Professor als ehrenwerten Mann ein, der zu seinem Wort steht, zumal er den Eid der Ehe unter Zeugen geleistet hat. Amrei schweigt dazu, und, wie sie später erklärt, im Affekt, schlägt sie mit der Faust auf Anselm ein. Anselm trug zwar noch einen Teil der Rüstung, aber nicht mehr den Helm und sein ungeschütztes Gesicht ist Ziel ihrer Eifersucht.
    Anselm reibt sich über den schmerzenden Kiefer und schlägt vor, nach Abathon und Celina zu suchen. Über den Schlag sieht er hinweg.
    Auf dem Klostergelände finden sie die beiden nicht mehr, so bleibt nur noch die Aussichtsplattform und als Amrei und Anselm am Fuße der Steinstufen ankommen, hören sie schon Abathon und Celina, wie sie wieder herunterkommen. Was dann passiert, ist äußerst ungewöhnlich. Abathon behauptet, Celinas Augen leuchten und dann springt das Leuchten auf Amreis Augen über. Sind dies Nebenwirkungen der Medikation, die ihm der Professor nach dem Sturz von der Taverne verschrieben hat? Anselm nimmt sich im Stillen vor, mit dem Professor darüber zu sprechen und hofft, dass jener Abathon nicht für seine Experimente nutzt.

    Abends, der Besuch ist bereits davongeflogen, sitzen Abathon und Anselm auf dem Kirchdach. Sie wollen Ausschau halten nach diesen Lichtern, von denen Amrei erzählt hat. Anselm spricht Abathon darauf an, was er da für Medizin vom Professor nimmt und erfährt in einem Nebensatz, dass Abathon sehr widerstandsfähig gegenüber Giften ist. Als Abathon nach dem Befinden von Anselms Unterarm fragt, weicht Anselm aus und schiebt es auf einen Ausschlag, noch will er ihm nicht erzählen, welchem Eingriff er sich da unterzogen hatte.
    Stunde um Stunde vergeht und kein Licht taucht auf. Abathon vermutet, dass Amreis Implantat vielleicht eine Fehlfunktion hatte und sie deswegen die Lichter sehen konnte. Er glaubt, dass mit Hilfe des Implantats die genaue Position des Trägers, des Gefangenen bestimmbar ist und die Lichter sich von diesen Orten fernhalten. Eine plausible Erklärung, doch wen suchen die Lichter dann, wenn nicht einen der Insassen? Anselm fasst sich an den Unterarm. Abathon springt auf, er hat ein orangenes Licht gesehen, ähnlich einem Mündungsfeuer. Anselm schaut sich um, doch erkennt nichts. Bei der Hochzeit will Abathon Ähnliches gesehen haben, doch hat er es nicht angesprochen.
    Die Sonne geht auf und bis auf das orangene Licht, haben die beiden keines dieser Suchlichter gesehen. Anselm legt sich noch für ein paar Stunden hin, um zu ruhen und später dann den Rest des Tages zu nutzen, um das Kaminzimmer einzurichten und für die Besprechung vorzubereiten.

    Tags drauf erkundet Anselm den eisigen Norden, um einen Ort zum Errichten einer kleinen Kapelle zu finden. Abathon ist mit dabei und sie entdecken einen Felsen, von dem aus sich alle drei Obelisken erspähen lassen. Sie lassen etwas Material für den Bau in Kisten zurück und testen noch einen Enterhaken, den Abathon entworfen hat, um sich abzuseilen.

    Am Markttag brechen Abathon, Enrico und Anselm zusammen auf. Abathon und Enrico reiten auf zwei Carnotauren zum Markt, während Anselm auf Elhaz, seinem Megaloceros unterwegs ist. Auf dem Weg am Strand entlang berichtet Abathon, dass er eines der Flugtiere bei Pavel Pavimovitsch ausgemacht hat, das er denen zuordnet, die das Kloster sporadisch aus der Ferne beobachten. Pavel soll sich auch Venar vom Orden angeschlossen haben. Beide, der Orden und Pavel, sind ein Dorn in Abathons Auge und gern möchte er zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen. Anselm mahnt, dass dies keine Gespräche für Unterwegs sind und sie später im Kloster darüber reden.
    Abathon kommt zurück auf die Lichter zu sprechen. Als er mit Herrn Duncan auf Patrouille war, habe er die Lichter in der Nähe des Klosters beobachten können. Zudem habe er den Orden mit Herrn Duncan besucht, der sich nun nördlich der „Heiligen Insel“ niedergelassen hat und das Gebäude soll einer Festung gleichen.
    Am Marktplatz angekommen bespricht Anselm mit Alex, Vince und Abathon das weitere Vorgehen der Expedition. Kodex verliert sein Bewusstsein und Pavel will ihn mit weißen Beeren füttern, damit er wieder aufwacht. Alex sagt, er solle Kodes ausschlafen lassen, dies sind wohl noch Nachwirkungen des langen Winterschlafes, in den Kodex verfallen war.
    Pavel bietet Tiere zum Verkauf an, darunter auch eine Säbelzahnkatze. Anselm hat Interesse an dem Tier, doch will er es nicht von Pavel kaufen, da Pavel nicht vertrauenswürdig scheint, gerade nach dem, was Abathon ihm berichtet hat.
    Anselm hat Einladungen zur Vorbesprechung der Expedition dabei, er gibt diese an Kodex, der mittlerweile wieder aufgewacht ist, damit dieser die Briefe an ihre Empfänger übergibt. An den Strandbund und Vince übergibt Anselm die Einladungen persönlich. Eine Einladung rutscht ihm in einem unbedachten Moment aus der Tasche, doch rechtzeitig wird er auf den Verlust hingewiesen, so dass hoffentlich Venar und Pavel keinen Blick darauf werfen konnten.
    Der Markttag ist für Enrico erfolgreich. Er verkauft seine beiden Carnotauren an den Strandbund. Zurück zum Kloster kommen Enrico und Abathon wieder mit Vince, der sie mit seinem Schiff bis an den Strand nahe dem Kloster bringt.

    Am Folgetag brechen Abathon und Anselm mit dem Prototypen eines Katamarans gen Vince auf. Sie wollen die Tiere von Vince sehen und Abathon möchte einen Wolf von ihm kaufen. Auf dem Weg dorthin greift sie ein Krokodil an. Das ist merkwürdig, denn normalerweise halten sich die Krokodile von den Schiffen fern. Allgemein wirken die Tiere aggressiver und reizbarer als sonst. Ob es da einen Zusammenhang mit den Lichtern gibt? Bei Vince angekommen kauft Abathon einen der Wölfe. Anselm selbst schaut sich die Säbelzahnkatzen von Vince an, und möchte eine kaufen. Vince sagt, dass er eine für Anselm züchtet und diese demnächst vorbeibringt.
     
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  17. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

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    Der nächste Tag beginnt mit einem Schrecken. Ein Carno ist durch den Holzwall gebrochen und Abathon kämpft mit seinem Wolf Seite an Seite gegen das Tier. Der Saurier scheint in Rage und verbissener zu kämpfen als seine Artgenossen. Anselm unterstützt aus der Luft mit seinem Argentavis. Der Argentavis von Abathon greift ebenfalls ein und mit vereinten Kräften legen sie das Tier. Anselm beschließt, dass der Ausbau der Mauer nun oberste Priorität hat. Enrico hilft dabei, die Mauer hochzuziehen und den Bau zu komplettieren. Anselm bittet noch am selben Tag Amrei darum, mit einem Tyrannosaurus die Mauer auszutesten. Amrei kommt mit Solea vorbei und aus sicherer Entfernung beobachtet Anselm die Versuche des Tyrannosaurus über die Mauer zu gelangen. Die Mauer ist hoch genug und Anselm zufrieden. Die Nacht schläft er etwas ruhiger.

    Immer mehr erschossene Tiere tauchen an den Stränden auf. Eines davon findet Anselm unweit der Kandar Allee, als er mit Herrn Duncan, Enrico und Abathon auf dem Weg zum Markt ist. Ein Dilophosaurus, durchlöchert von mehreren Schüssen. Anselm findet das Tier zuerst. Er zügelt seinen Megaloceros und steigt ab, das Tier betrachtend. Das Blut an den Wunden ist noch nicht geronnen. Abathon auf seinem Wolf und Herr Duncan auf einem Megaloceros kommen hinzu. Enrico, der mit seinem Carno unterwegs ist, braucht noch etwas. Jemand hat mehrmals auf den Dilophosaurus geschossen. Ein Schnellfeuergewehr, vermutet Abathon. Ob jemand vom Markt mehr weiß? Anselm lädt den toten Dilophosaurus auf den Rücken seines Megaloceros, um ihn zum Markt zu bringen.
    Am Markt angekommen legt Anselm das Tier auf die Steinplatten und fragt die Anwesenden, ob jemand das Tier erschossen habe. Die Anwesenden verneinen und gerade, als sie das Tier genauer untersuchen wollen, taucht Enrico mit seinem Carno auf, der sich über die leichte Mahlzeit freut und den Dilophosaurus mit einem Happen verschlingt.
    Vom Tier selbst bleibt so nicht mehr viel zum Untersuchen, aber vielleicht geben die Überreste aus dem Kot Aufschluss darüber, wer genau oder womit der Dilophosaurus erschossen wurde. Anselm schlägt vor, den Carno mit den weißen Beeren zu füttern und hofft, dass sie die Verdauung des Carnotauren anregen, wie auch bei den Phiomias. Vince belehrt ihn eines besseren und sagt, dass dies keine Wirkung bei dem Carno habe, man müsse ihn mit Fleisch füttern. Und tatsächlich, nach einigen Stücken Fleisch bringt der Carno eine stinkende Hinterlassenschaft hervor. Anselm räumt die Exkremente beiseite, damit der Professor sie später untersuchen kann. Hoffentlich finden sich noch Reste der Munition darinnen und helfen so mehr über das Ableben des Dilophosaurus herauszufinden.

    Abends bricht Anselm mit Frederic, der ihm das Du angeboten hat, zu Vince auf. Sie besuchen das Säbelzahnkatzenbaby und erkunden später noch eine Höhle mit Wandmalereien und die fluoreszierenden Pilze, die unter den großen Redwoodbäumen wachsen. Pflückt man jene, verlieren diese ihre Leuchtkraft. Mit dieser Erkenntnis kehren Frederic und Anselm zum Kloster zurück. Eine seltsame Woche.
     
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  18. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

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    Die dreizehnte Woche.

    Hämatome und Sonnenlicht. Es ist früh am Morgen, als Anselm die Bierfässer im Kloster überprüft. Die ersten Fässer sind zum Zapfen bereit. Klosterbräu, so soll das Bier heißen. 10 Fässer sind es insgesamt, in denen die Zutaten für das kräftig herbe Sumpfbier gären.
    Enrico und Vince, der gerade zu Besuch ist, dienen als erste Verkoster für das Bier. Beide scheinen dem Geschmack des Klosterbräus nicht abgeneigt. Mit Vince unterhält sich Anselm über die Säbelzahnkate. Vince ist sehr zufrieden mit der Nachzucht und bringt Anselm das Tier später noch vorbei.
    Von Abathon und Amrei erfährt Anselm über weitere tote Tiere am Strand. Amrei berichtet gar von aufgetürmten Leichenbergen zahlreicher erschossener Tiere. Die Häufigkeit dieser Berichte nimmt zu und so auch Anselms Sorge, dass bald ein Unheil über die Insassen dieses Gefängnisses hereinbrechen mag.
    Mittags taucht Vince ein weiteres Mal auf, dieses Mal mit einer Säbelzahnkatze. Ferran, so nennt Anselm das männliche Tier mit der dunklen Färbung und dem roten Nackenfell. Ein wahres Prachtexemplar von erstaunlicher Stärke. Anselm bedankt sich bei Vince und winkt ihm zum Abschied. Ferran nimmt Anselm auf einen kleinen Erkundungsritt am Strand entlang mit. Es dauert nicht lang, da kommt er an den ersten Tierhaufen vorbei, die Amrei beschrieben hat. Die Kadaver stinken bereits und Fliegen sitzen an den von Blut verkrusteten Einschusslöchern. Lang verweilt Anselm nicht, hat er doch Sorge, die Leichen könnten größere Aasfresser anlocken oder die Verursacher tauchen wieder auf.
    Anselm trifft auf Abathon, der ihm etwas zeigen will. Abathon ist auf seinem Wolf unterwegs und er führt ihn am Strand entlang zu einem Grabstein, von dem aus man hinüber zur Heiligen Insel mit dem blauen Obelisken sehen kann. „In Gedenken an den Instandsetzungstrupp 174.“, steht dort eingemeißelt. Ob es da einen Zusammenhang mit den Lichtern und den toten Tieren gibt? Und noch während die beiden, Abathon und Anselm, sich diese Fragen versuchen zu beantworten, fällt ihnen auf, dass die Behausung ganz in der Nähe des Grabsteins wie vom Erdboden verschwunden scheint. Gestern noch standen hier hölzerne Mauern und Pflanzenfresser grasten im Innenhof, heute ist davon nichts mehr zu sehen. Nicht einmal Spuren im Sand, die darauf hindeuten, dass hier vor wenigen Stunden noch Tiere gelebt haben. Ein unberührtes Stück Land. Beunruhigend. Abathon und Anselm nehmen sich vor, in den nächsten Tagen den grünen und roten Obelisken zu untersuchen, ob sich dort ähnliche Grabsteine finden lassen.
    Auf ihren Rückweg besuchen die beiden Anodar bei seiner neuen Behausung in den Ruinen der Flussbiegung. Anselm erkundigt sich, ob jener die Einladung zur Vorbesprechung erhalten hat. Anodar bestätigt ihm dies und verkauft noch ein paar Farben – grün und schwarz – an Abathon.

    Am darauffolgenden Tag trainieren Abathon, Amrei und Anselm mit Schild, Knüppel und Bogen im Innenhof des Kreuzgangs. Dabei erwischt Anselm Amrei öfters am Schild vorbei am Helm und verpasst ihr so mit dem Knüppel einige kräftige Hiebe, die blaue Flecke zurücklassen. Das Training brechen die drei daraufhin ab und kommen auf den Grabstein zu sprechen. Amrei kennt den Ursprung des Steines und mit den Obelisken hat er nichts zu tun. Jonathan Breda hat ihn dort aufgestellt. So erübrigt sich zumindest eine Suche bei den anderen beiden Obelisken nach ähnlichen Steinen.
    Amrei ist besorgt, wie der Professor wohl auf die blauen Flecken reagiert und wenn er erfährt, dass Anselm ihr diese zugeführt hat. Anselm beruhigt Amrei und sagt ihr, sie solle dem Professor ruhig davon unterrichten, schließlich diente das Training der Vorbereitung der anstehenden Expedition. Während sie sprechen, kommt Pence hinzu und ist auch nicht gerade begeistert über Amreis geschwollenes Gesicht. Amrei beharrt auf ihren Sorgen und will Anselm blaue Flecken verpassen, woraufhin sie ihm mit der Faust ins Gesicht schlägt. Dann gerät die Situation aus dem Ruder, Abathon, der den Schlag wohl für etwas zu schwach hielt, hilft mit seinem Panzerhandschuh nach und lässt Anselms Schädel klingeln. Pence, angetrieben von einem ausgeprägten Gerechtigkeitssinn, möchte Abathon nicht ohne Hämatome lassen und verpasst seinerseits Abathon einen kräftigen Hieb ins Gesicht, der Abathon sogar zu Boden bringt und ihm seines Bewusstseins beraubt.
    Als Abathon erwacht, sind die Anwesenden – Pence ausgenommen – mehr oder minder im Gesicht lädiert.

    Zur Vorbesprechung der Expedition am nächsten Tag erscheinen Vince, Frederic, Pence, Anodar, Amrei und Enrico. Kodex und Alex vom Strandbund fehlen anfänglich, doch später kommt Alex noch hinzu. Sie besprechen das weitere Vorgehen und das Errichten eines Brückenkopfes, von dem aus die Expedition in der Unterwelt starten soll. Sie besprechen grob, die Materialien, die sie für den Brückenkopf brauchen, und dass dieser am besten noch am selben Tag errichtet werden soll. Amrei stellt die Verpflegung und Medizin für die Expedition. Abathon leiht Anodar eine der geschmiedeten Rüstungen, damit er nicht ganz schutzlos dort unten ist. Vince, der einen Pinsel in die Hände bekommen hat, konnte nicht davon ablassen, Pence die Brustwarzen blau zu färben. Mittlerweile scheint Pence jedoch gut auf Treffen mit Vince vorbereitet zu sein, denn er hatte ein Hemd mit, das er sich übergezogen hat.
    Das nächste Treffen für diesen Tag war zu späterer Stunde bei Anodars Taverne. Mit Flugtieren treffen sich dort einige der Expeditionsteilnehmer, folgen Anodar, der den Weg kennt, hinauf auf einen Berg und von dort hinab in einen steilen Abgrund, der zu einer Steinbrücke über Lava führt und von dort weiter hinab zur Unterwelt. Ohne die Flugtiere wäre ihre Reise dorthin wohl zum Scheitern verurteilt, denn zahlreiche Spinnen, Skorpione, Schlangen und Tausendfüßler nehmen den Weg bis hinab in Beschlag. Sich hier hindurch zu kämpfen, das dürfte Tage dauern.
    Unten angekommen offenbart sich ihnen eine Welt unter der Welt: grün und voller Leben. Anodar behielt Recht, dort gibt es tatsächlich eine Art Sonne, die ihr Licht spendet und die Welt hier unten in warmes, angenehmes Tageslicht taucht. Einen See gibt es auch und unweit von See und Höhlenaufgang errichtet die Gruppe ihren Brückenkopf, von dem aus in zwei Tagen die Expedition starten soll. Den Höhleneingang sichern sie mit Holzpalisaden und leuchten ihn mit Fackeln aus, um vor Angriffen aus dem Rücken geschützt zu sein.
    Die Gruppe verweilt nicht lange dort unten. Nur schnell das nötigste errichten, dann geht es wieder zurückt.

    Am Markttag bekommt Anselm mit, wie Pierre Dumont darüber empört ist, wie sehr doch Amreis Gesicht durch die blauen Flecken entstellt ist. Wohl zum Trost oder aus anderen Gründen schenkt Herr Dumont Amrei einen Verschluss für ihre Perlenkette.
    Die bestellten Farben kann Anodar noch nicht liefern, doch es eilt auch noch nicht, versichert Anselm.
    Herr Dumont ist nicht der einzige, der Amrei an diesem Tage beschenkt. Vince überlässt ihr einen seiner Wölfe mit hellgrauen Fell – ein nachträgliches Hochzeitsgeschenk.

    Am nächsten Morgen treffen sich die Expeditionsteilnehmer bei Anodars Taverne. Der Strandbund ist dieses Mal nicht vertreten, auch Amrei bleibt zurück. Von der Taverne geht es weiter zum Brückenkopf. Dort landen Anodar, Abathon, Vince, Enrico, Frederic, Pence und Anselm. Sie stellen ihre Flugtiere sicher ab und beschließen entgegen dem Uhrzeigersinn den unterirdischen See zu umlaufen, um so die Unterwelt zu erkunden. Gerüstet und bewaffnet ziehen sie los. Eine Spinne und ein Dornendrachen sind für den Anfang die ersten gefährlicheren Tiere, die ihnen hier unten begegnen, doch als Gruppe sind sie stark und die Angreifer schnell erledigt.
    Anselm horcht auf. Ist da eine Stimme? Mehrere? Ein Schrei. Er bleibt stehen, schaut sich um. Besieht die anderen, die scheinen einfach weiter zu gehen, als hören sie nichts. Bildet er sich dies nur ein? Die Laute in seinem Kopf verstummen und er macht sich vorerst keine Gedanken mehr drum, kommt auch vorerst gar nicht mehr dazu, da ein Raptor auf die Gruppe zustürmt. Kein gewöhnlicher, denn der Raptor hier unten wirkt größer und scheint, wie manches Tier an der Oberfläche, in Rage verfallen zu sein. Die Fernkämpfer gehen auf einem Feld in Position und decken das Tier mit Schüssen ein, doch der Raptor zeigt sich unbeeindruckt. Pence holt seinen Speer hervor und geht in den Nahkampf, Frederic unterstützt ihn dabei oder war es jemand anderes? Es ging alles recht schnell. Der Raptor hat es geschafft Pence umzuhauen und Frederic in die Flucht gen Wasser zu schlagen. Irgendwann jedoch fiel der letzte tödliche Schuss oder Schlag und der Raptor lag leblos am Boden. Zeit für eine Verschnaufpause, zumal es nun, trotz der Sonne an der Höhlendecke, mit einem Mal einen drastischen Temperatursturz gab, auf den sich die Gruppe nicht vorbereitet hatte.
    Einige sicherten den Parameter, versorgten Pence und andere schafften Material für ein Feuer herbei. Am Feuer wärmte sich die Gruppe auf und aß vom Proviant. Die Gruppe schweigt eine Weile und da sind sie wieder, die Stimmen und gelegentlichen Schreie. Anselm schaut in die Runde und fragt, ob noch jemand diese Stimmen hört. Enrico und Vince hören sie auch. Anodar scheinbar nicht. Frederic beschreibt sie als eine Art säuseln, ein stetiges Hintergrundrauschen. „Ist sicher nur der Wind.“, winkt Anodar ab und ab da, reden sie nicht mehr von den Stimmen.
    Bei ihrer Seeumrundung finden sie zwei weitere mögliche Höhleneingänge, blaue Kristalle und seltsam erscheinende Riesenpilze, die an Wänden und Decken wachsen.
    Als sie wieder am Brückenkopf angelangen, wollen die meisten zurück. Frederic möchte noch eine Weile unten bleiben und die Fauna untersuchen. Anselm überlässt ihm dazu seine Lupe.
    Die Gruppe steigt auf die Flugtiere, verabschiedet sich von Frederic und tritt den Rückweg an.
     
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  19. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

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    Das Schollenkontor veranstaltet eine Auktion. Abathon ist schon dorthin aufgebrochen und Anselm macht sich ebenfalls auf den Weg, um an der Auktion teilzunehmen. Auf seinem Weg zum Auktionsgelände kommt Anselm an Kandar Mars Grab vorbei und hält kurz inne. Er entzündet eine Kerze für ihn und betet im Stillen.
    Vom Grab geht es direkt weiter zur Auktion. Pierre Dumont, Geralt von Schwarzstein, Pavel, Abathon, Pence und Amrei sind zugegen.
    Für das Kloster ersteigert Abathon und Anselm ein Gallimimuspärchen, einen Dungkäfer, einen Ankylosaurus, einen Argentavis für Frederic, einen Biber und einen Tapejara. Für Enrico ersteigerten die beiden zudem einen Molch, damit Enrico damit züchten kann. Das ersteigerte Tier ist männlich. Welches Geschlecht der Molch besitzt, den Enrico bereits im Stall hat, wissen Abathon und Anselm nicht, sie hoffen jedoch, dass es ein Weibchen ist.
    Pence führt drei Doedicurus auf die Versteigerungsplattform und führt ein kleines akrobatisches Stück vor, wie er so zwischen den Sätteln der drei Tiere hin und her springt. Das von Amrei gezüchtete Tier weckt das Interesse des Herrn Dumont und von Pavel. Die beiden steigern sich hoch und letztlich geht der Zuschlag an Herrn Dumont. Pavel gibt sich mit einem der anderen Doedicurus zufrieden. Als die Carnotauren dran sind, kommt Venar hinzu. Pavel ersteigert einen der Carnos. Die weiteren Tiere, von Amrei großgezogen, gezüchtet oder gefangen, ersteigert Herr Dumont – oft bietet auch Pavel mit.
    Abathon und Anselm bringen die Tiere im Konvoi zurück zum Kloster, stellen sie unter und betrachten den bereits vorhandenen Molch von Enrico, unschlüssig darüber, welches Geschlecht das Tier hat. Sie beschließen, Enrico am nächsten Tag dazu zu befragen – wie sich herausstellen sollte, sind es zwei Männchen.

    Anselm trifft auf Knut von den Kohlebrüdern. Vier Brüder, die sich im Redwood niedergelassen haben und sich auf die Herstellung von Holzkohle spezialisiert haben. Anselm fragt, ob sie auch Briketts anbieten. Davon hat Knut noch nicht gehört und Anselm zeigt ihm ein Probeexemplar. Briketts brennen länger und lassen sich gut lagern.

    Bei einer Erkundungstour am Strand entlang, auf dem Rücken von Ferran, stolpert Anselm mehr oder minder über einen Bewusstlosen. Versuche ihn an Ort und Stelle zu wecken scheitern. Das Implantat in seinem Arm verrät, dass der Bewusstlose Igor Pawlovic heißt. Anselm will ihn hier nicht ungeschützt liegen lassen und nimmt ihn den Weg mit zurück ins Kloster, um ihn dort zu versorgen und vielleicht wacht er wieder auf.

    Abathon, Enrico, Frederic und Anselm brechen mit dem ersteigerten Tapejara und einem Pteranodon zum Kristallpalast auf. Frederic und Abathon erkunden die Festung, während Enrico schon nach wenigen Metern in Ohnmacht fällt. Anselm entzündet ein Feuer und kümmert sich um den Bewusstlosen. Wenig später kehrt Abathon zurück und fällt ebenso in Ohnmacht. Es dauert eine ganze Weile, bis die beiden wieder wohlauf sind. In diesem Zusammenhang erfährt Anselm von Abathon, dass er über 300 Jahre alt ist, in seiner Brust zwei Herzen schlagen und er über zwei Lungen verfügt. Sollte ein Organ versagen, übernimmt das andere. Auch erzählt er ihm, dass der Professor sein Implantat entfernt hat und seine Ohnmacht wohl nichts mit dem Kristallpalast zu tun hat. Als dann endlich wieder alle beisammen und bei Sinnen sind, machen sie sich gemeinsam auf, den Tempel zu erkunden. Über eine zerstörte Brücke springen sie herüber, suchen sich einen Weg hinauf bis zu einem Becken mit kristallklarem Wasser. Frederic wirft ein, dass ein Bier aus diesem Wasser wohl vorzüglich schmeckt. Aus Fasern, Harz und noch irgendeiner Komponente bastelt er einen Teststreifen und erzählt dabei, dass blau für sehr gutes Wasser und rot für schlechtes Wasser steht. Das Wasser im Kloster habe bei seinen Tests eine rosa-violette Färbung aufgewiesen. Er schlägt vor, zusätzlich zu den Kiesfiltern, noch Kohlefilter in die Leitungen zu bauen. Während er erklärt, hält er den Teststreifen ins Wasser und ruft laut aus: „Ich stehe mit meinem Leben zu diesem Wasse!“, dann trinkt er davon und schwärmt von der Köstlichkeit, während der Teststreifen eine blaue Färbung zeigt.
    Die anderen haben bereits von dem Wasser getrunken, ohne den Test abzuwarten. Nun schauen sie dem Sonnenuntergang zu und beobachten, was mit den Kristallen passiert.
    Die Sonne ist verschwunden und der Tempel erstrahlt in der Nacht so hell, dass es blendet, ja sogar die Augen schmerzen. Frederic meint, der Kristall speichert die Energie des Lichtes bei Tage und gibt sie in der Nacht wieder ab. Um dies zu testen, schießen sie eine Leuchtkugel in die Luft und tatsächlich scheint der Kristall die Energie aufzusaugen. Nach diesem Test bleiben sie nicht mehr lange, sondern brechen zum Rückflug auf.
     
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  20. Rotnacken

    Rotnacken Waldläufer

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    Die vierzehnte und fünfzehnte Woche.

    Meditation und eine Luftblase. Eine Woche lang zog sich Anselm in die kleine Kapelle im Norden zurück, um zu beten und zu meditieren, seinen Geist zu reinigen und so gestärkt in die folgende Woche zu starten.

    Das neue Lager im nordöstlichen Teil des Kreuzganges ist bezugsfertig und nach und nach kann mit Enricos Hilfe das alte Lager umziehen. Der einstige Lagerturm findet nun keine Verwendung mehr und Anselm baut ihn zurück. Einige der Holzstämme und Dachschindeln will Anselm für das Schlachthaus verwenden, mit dessen Bau er demnächst beginnen möchte. Wenn erst einmal die Nahrungsgewinnung aus der eigenen Viehzucht gesichert ist, kann das Kloster wesentlich autarker agieren als ohnehin schon.

    Um sich an den Toren des Klosters besser zurechtzufinden, beschließen Abathon, Enrico und Anselm den Toren Namen zu geben. So heißt von nun an das nordöstliche Tor »Hafentor«, das südliche Tor »Waldtor« und das südwestliche Tor »Sumpftor«.

    Am Morgen des nächsten Tages steht Vince mit seinem Spinosaurier am Sumpftor und fragt, ob Interesse bestehe, die Unterwasserwelt zu erkunden. Er sei auf eine Luftblase nahe des Fratzenfelsens gestoßen, die er gerne erkunden möchte. Abathon, Enrico und Anselm wollen sich auf das Abenteuer einlassen. Anselm selbst hat die Tage eine Taucherausrüstung vom Schollenkontor erstanden. Für Enrico und Abathon hat Vince die passende Ausrüstung dabei, die er ihnen leihweise zur Verfügung stellt. Enrico und Abathon wählen zwei von Enricos Molchen, um damit Vince durch den Sumpf zu folgen. Anselm selbst versucht sich an einem von Enricos Springkrokodilen als Reittier. Mit dem Krokodil nimmt Anselm auch die Rüstung Abathons mit, der sich bereits umgezogen hat. Ihr gemeinsames Ziel ist das Schollenkontorgelände. Von dort soll es nicht weit bis zur Luftblase sein.

    Abathon benötigt zwei Anläufe, um das Schollenkontorgelände hinter dem Markt zu erreichen. Im Sumpf hat er den Molch an die dortige Fauna verloren. Mit einem weiteren von Enricos Molchen kommt Abathon schließlich beim Schollenkontor an. Dort trifft die Gruppe auf Pence und seine – mittlerweile sieben – Brontosaurier. Pence ist gerade dabei noch zwei Brontosaurier zum Verpaaren zu bringen und als er von dem kleinen Ausflug unter Wasser hört, zögert er nicht lang, um sich anzuschließen. Von den Reittieren, ist das, was Pence wählt, für Anselm das beeindruckendste. Ein fischartiges Tier, welches vielleicht an die zwölf Meter messen mag und kräftige Platten als Zähne besitzt. Dunkleosteus, so heißt das Tier, klärt Pence auf.

    Abathon, dem nach seiner Reise mit dem Molch zum Schollenkontor die zahlreichen Megalodons ein Dorn im Auge sind, will seine Rüstung anziehen und sich vom Molch bis zur Blase tragen lassen, doch das Tier streikt, angesichts der schweren Last, die Abathon mit der Stahlrüstung dem Tier aufbürden will. Eine Notlösung muss her. Abathon, der sein gesamtes Waffenarsenal dabei hat, hakt einen Enterhaken am Sattel von Anselms Springkrokodil ein und bindet die Enden eines Seils am Haken und seinem Rüstungsgürtel fest. Der Plan ist, ihn so bis zur Blase zu ziehen. Und tatsächlich, es gelingt. Sie kommen allesamt unbeschadet bei der Blase an. Ein Bereich, etwas größer als das Plateau auf dem das Kloster steht, ist von einer Art schützender Barriere umgeben, die das Wasser draußen hält. Bäume und Gräser, auch Blumen wachsen hier unten. Nach und nach trauen sich die Taucher, ihre Atemmasken abzunehmen. Luft. Atmen ist hier unten möglich. Ein paar verfallene Steinsäulen deuten darauf hin, dass dieser Ort schon länger existieren muss und irgendjemand muss hier gelebt haben, um die Säulen zu errichten. Während sich Vince, Pence, Enrico und Anselm innerhalb der Blase umsehen, zieht es Abathon hinaus ins Wasser, die Ränder der Luftblase zu erkunden. Dabei kommt er jedoch nicht allzu weit, da der Enterhaken weiter am Krokodilsattel befestigt ist und das Krokodil nicht ohne Weiteres Abathon folgen möchte. So kommt es, dass der Zug am Seil Abathons Erkundungstour unterbricht, ja ihn gar so nah an die Blase bringt, dass er in diese zurück fällt. »Abkürzuuuuung!«, hören die anderen ihn noch panisch rufen, da schlägt er mit seiner Rüstung auch schon im hohen Gras auf.
    Doch es wäre nicht Abathon, wenn er sich solch einen Sturz anmerken lassen würde. Kaum sind die anderen bei ihm, um nach ihm zu sehen, steht er auch schon wieder auf den Beinen, als sei nichts gewesen. Die Gruppe beschließt, den Rückweg anzutreten. Und unter dem Schutz vom Dunkleosteus von Pence, reisen die Taucher zurück zum Schollenkontor.

    Am Strand erzählt Pence, dass er Neuankömmlinge getroffen hat. Sie haben sich unweit einer Insel nahe des Blauen Obelisken niedergelassen. Pence schlägt vor, die nassen Sachen gegen normale Kleidung zu tauschen und den Neuankömmlingen einen Besuch abzustatten. Enrico klinkt sich aus.
    Gegen Abend erreichen sie zu viert die Insel. Anselm trägt Abathon und einen von seinen Wölfen in den Klauen seines Argentavis und setzt ihn am Ufer ab. Vince erreicht die Insel auf seinem grünen Pteranodon und Pence auf einem Tapejara. Kaum sind sie abgestiegen, da stößt auch noch Pierre Dumont hinzu. Ein wenig überfallartig, müssen sie auf die beiden gewirkt haben. Als Jin, stellt sich die Frau vor, ihr Freund oder Mann scheint von einem gestrandeten Rochen abgelenkt zu sein, den er erst noch erlegt, ehe er sich den Leuten nähert, die soeben auf ihrer Insel landeten. Sie sprechen über die Insel, welche Tiere sie meiden sollten und wo die beiden Schutz suchen können, brauchen sie Hilfe. Anselm erwähnt das Kloster und bekommt von Jin zu hören: »Ihr glaubt noch an was?«.
    Der Glaube ist es, der Anselm bei Sinnen hält, hier in diesem Gefängnis. Doch die Frage lässt Zweifel in ihm aufkommen. Zu was ist er geworden, in der Zeit, die er nun schon hier verbracht hat? Ist er noch derselbe Mensch, der er in seiner Heimat war? Er hat gelernt zu töten, den Tieren ihr Leben zu nehmen, um zu überleben. Könnte er dies auch bei einem Menschen, der ihm droht? Diese Gedanken bereiten ihm Sorge. Sind die beiden nun gottlos oder ist er auf dem besten Wege dorthin? Oder ist er schon angekommen?

    Am nächsten Tag reisen Abathon und Anselm über die steinerne Landbrücke, die über den großen Wasserfall im Osten führt zu Vince. Abathon auf seinem Wolf, Anselm auf Ferran, seiner Säbelzahnkatze. Abathon plant von Vince einen Wolf zu kaufen. Doch leider treffen sie ihn nicht an. Sie hinterlassen ihm eine Nachricht in seinem Briefkasten und reisen weiter zum Schollenkontor. Abathon hat seine Rechnung für den Argentavis verloren und möchte eine Abschrift holen. Anselm hingegen möchte gern ein Rezept, um die Schlachttiere zu betäuben und ihnen so einen schmerzfreien Weg aus dem Leben zu ermöglichen. Pence äußert gegenüber Anselm sein Missfallen an der Idee, eigene Tiere zu schlachten, doch er will sehen, was er zusammenbrauen kann. Pence hat einen neuen Pelagornis und erzählt ihnen, dass er das Tier eventuell als Preis für eine Schnitzeljagd hergeben will. Anselm warnt ihn, dass es angesichts der Ereignisse der letzten Tage vielleicht zu gefährlich ist, eine Schnitzeljagd abzuhalten. All die verwesenden Tierkadaver am Strand, erschossen von unbekannten. Die Lichter in der Nacht. Pence sollte, wenn er denn wirklich eine Schnitzeljagd austragen will, dann sichere Orte für eine wählen. Pence stimmt zu und ergänzt, dass eine Schnitzeljagd am Tage, wenn die Lichter nicht da sind, vielleicht umsetzbar wäre.
    Während sie noch reden, kommt Vince mit einem Allosaurier zur Gruppe hinzu und mit ihm der Grund für seine Abwesenheit. Er möchte Trockenfutter kaufen, kommt gerade von einer Expedition aus einer Höhle. Dort hat er einen Dinosaurier gefangen, der, sobald Vince am Tage von ihm absteigt, sich zusammenrollt und in einen tiefen Schlaf verfällt. Ein nachtaktiver Dinosaurier, den Vince nicht dort in der Höhle liegen lassen wollte und konnte. Mittlerweile glaubt Anselm, dass es keinen Dinosaurier gibt, den Vince nicht schon mal gefangen hat. Abathon bringt die Wölfe ins Gespräch und gemeinsam mit Vince, reisen sie zurück zu seiner Behausung in den Redwoods. Erneut über die Landbrücke.
     
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