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Season 3 Alvin Van der Brugge

Laviic

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Grüße liebes Anzha Team!



Mein Name ist Timo. Ich bin ein 32 Jahre alter angehender Doktor der Informatik aus Baden-Württemberg.
Meinen ersten Kontakt mit RolePlay hatte ich schon vor geraumer Zeit (14 Jahre?) mit einem kleinen Shadowrun „Schnupperkurs“ der von unserem lokalen Fantasy-Shop in meiner damaligen Heimat organisiert wurde. Seither bin ich angefixt und war schon häufiger in digitalen als auch real-life Gruppen eingebunden und habe selbst auch gelegentlich mal Abenteuer geleitet.
Von Anzha habe ich durch meine guten Freunde erfahren (Harvest und Jenkins Knoxville), die mich schon seit Wochen beschwatzen auch zu Anzha zu kommen.
Und jetzt...ja, jetzt bin ich eben hier :achappy:
Ich bin generell meistens ab 19:30 uhr zuhause und normalerweise bis 01:00 uhr am Start. Jedoch würde ich mal auf 2-4 Spieltage die Woche schätzen. Auch wenn ich mein digitales Leben normalerweise sehr liebe, hab‘ ich auch immer noch dieses komische „Real-Life“ mit dem ich mich herumärgern muss :acyay:


Ich hatte (wie man sehen kann) sehr viel Spaß dabei mir meinen Charakter zu überlegen. Das ganze ist also etwas lang. Wer Lust hat es ganz zu lesen, dem danke ich shonmal jetzt! Für alle anderen bin ich auch gern bereit nochmal ein TL;DR nachzureichen.
(Da das ganze so lang ist, muss ich es auf mehrere Posts aufspalten)


Prof. Dr. Alvin Van der Brugge

(Eine Kolumne aus einem Wissenschaftsmagazin, dass zum Anlass des 20ten Jahrestags seiner Entdeckung der „Entstehung der supersymetrischen-Mehrfachfaltung von Gravitronen-Paaren in Supernovae von supermassiven und noch schwereren Sternen“ veröffentlicht wurde.)


„Ein recht kleiner, hagerer Mann von unbeeindruckender Statur, schon mit seinen 53 Jahren den leichten Ansatz eines Buckels zeigend, vermutlich von vielen Jahren die er über seinen Schreibtisch lehnend verbracht hat, unbeachtet der Konsequenzen für seinen eigenen Körper. Zu tief scheint er in seine Arbeit versunken, um sich über den Schmerz in seinem Rücken Gedanken zu machen. Seine Gesichtszüge und seine Stimme wirken ungewöhnlich Jung und würden ihm sein Alter kaum anmerken lassen, wäre es nicht für die tiefen Falten und Furchen die sich bereits unter seinen Augen bilden, umzeichnet von tief dunklen Schellen die von etlichen Nächten ohne ausreichenden Schlaf zeugen. Sein nur bis aufs nötigste gepflegter 7-32 Tage Bart, ebenso wie sein wirres und ebenso nur aufs nötigste gepflegte Haupthaar, beides genau im Zwischendrein des tiefen Schwarz, dass sie einmal waren und eines erhabenen Silbergrau, sind die deutlichsten Zeichen die ihm sein Alter ansehen lassen. Er trägt einen zotteligen, grauen Woll-Pullover mit roter Musterung und ausgebleichte, dunkle Hosen die in nahezu klischeehafte strahlend-weiße Socken müden, umschlossen von ausgelatschten und rissigen Leder-Latschen.
So zeichnet sich mir der erste Eindruck des namhaften Professor Alvin Van der Brugge, als ich am Morgen des 17.06.2083 in den 16 Stock des Physikhochhauses des Kalrsruhe Institut für Technologie geführt werde, und von einem der Doktoranden von Professor Van der Brugge in sein Büro begleitet werde.
Mit einem verwunderten Blick schaut der Professor von seinem Librarium, dass in seinen Schreibtisch eingelassen ist, auf und es scheint mir, als ob er nichts mehr von der Vereinbarung zu unserem Treffen gewusst habe. Ein paar Sekunden dauert es, bis er hinter seinem Schreibtisch hervorschnellt und mich mit einem quakenden „Ah, doch, ja, jetzt, natürlich!“ begrüßt und mir lasch die Hand schüttelt.
Sein Büro ist chaotisch. Presenter-Boards mit mir unverständlichen Formeln und Zeichnungen stehen an den Wänden, Tabellen mit zu kleiner Schrift um sie auf die Distanz erkennen zu können bedecken quasi alle Wände des Raumes. Sein Schreibtisch steht wenig ästhetisch in der entferntesten Ecke des Raumes. Zwei unbequem aussehende Stühle und ein kleiner, runder Tisch sind in die Ecke gegenüber gequetscht. Hier hält der Professor wohl seine Prüfungen mit den Studenten ab.
Das einzige was dem Raum auch nur den Hauch von Leben verleiht ist eine kleine Farn-artige Pflanze auf der Ecke des Schreibtisch des Professors, die sich scheinbar strahlender Gesundheit erfreut und damit wundersam fehl am Platz wirkt.
„Mit Ästhetik belaste ich mich nicht unnötig“ quakt der Professor schon in nahezu schnappendem Ton, als er mir dabei zusieht wie ich mich im Raum umsehe. „Das nimmt nur Zeit und Anstrengung in Anspruch und hilft am Ende ja doch nicht bei der Arbeit.“

Nach ein paar Standardfloskeln zur Begrüßung fällt der Professor quasi direkt mit der Tür ins Haus. „Gut, gut, gut… wir haben uns ja jetzt begrüßt. Sie sind hier, weil sie Fragen haben? Was wollen sie denn wissen? Wie genau? Mit was kennen sie sich denn schon aus? Muss ich ihnen das alles genau erklären, oder langt es wenn ich schnell darübergehe? Wer liest das am Ende eigentlich? Kennen die sich aus?“ in einem scheinbar nicht enden wollenden Stakkato aus Fragen rattert der Professor vor sich hin, bis ich ihn vorsichtig unterbreche und ihm erkläre, dass ich wegen des 20ten Jahrestags seiner Entdeckung der Supersymetrischen Mehrfachfaltung von Gravitronen-Paaren hier bin.
„Achso. Natürlich. Das. Okay. Also, das war so...“ Und so beginnt mir der Professor von seiner Entdeckung zu erzählen. Wie er als Kind schon von der Tiefe des Universums beeindruckt war. Wie Plank, Newton und Einstein seine großen Helden waren. Und dass er schon als kleiner Junge für seinen unzubändigenden Wissensdrang belächelt wurde. Und so kam es dazu, dass er eines Tages entdeckte, was der Menschheit möglicherweise bald die Reise außerhalb unseres eigenen Sonnensystems ermöglichen wird.
Ich frage ihn, ob er stolz darauf ist der Menscheit die Reise zu den Sternen zu ermöglichen. Worauf er eher schroff antwortete: „Reise zu den Sternen? Warum will eigentlich jeder immer direkt da raus? Ich brauch das alles nicht selbst zu sehen um es zu kennen. Schauen sie auf meine Arbeit. Die beweist es.“
Mit Reisen hat es der Professor nicht so. Er ist notorisch bekannt dafür, selbst als geladener Ehrengast zu großen Physikkonferenzen in Cambridge nicht an den Veranstaltungen teil nehmen zu wollen. Es bedarf schon einiger Überzeugungskunst ihn aus seinem gewohnten Umfeld zu bekommen.
„Die ganzen Menschen die sich da immer treffen und über belangloses Zeug reden. Mir ist das einfach zu langweilig um meine Zeit dort zu vergeuden.“ erklärt er weiter.
Ob es denn überhaupt etwas gäbe, was er außerhalb seines Büros gern tue, frage ich ihn vorsichtig. Er überlegt einen Moment. Dann antwortet er ungewohnt kleinlaut. „… wenn ich nicht gerade in der Sternwarte bin, dann gehe ich gelegentlich fischen. Da ist es meistens ruhig genug um ungestört denken zu können. Und wenn ich über Nach bleibe, dann bewundere ich die Sterne.“

Über seinen privaten Hintergrund ist nur wenig öffentlich bekannt. Er wird häufiger mit einem Kollegen aus der Mathematik gesehen, wie sie gemeinsam zu Tisch sind. Ob es sich dabei nur um einen seiner sehr wenigen Freunde handelt oder um seinen Lebenspartner ist unklar. Kinder hat er jedenfalls keine. Es wird gemunkelt und vermutet, aber klar ist immerhin, dass beide es bevorzugen ihre Beziehung zueinander nicht öffentlich zu machen. Ich entscheide mich also dafür, den Professor nicht darauf anzusprechen. Teils aus Rücksicht auf seine Person und ein anderes mal, da ich in der Kurzen zeit, die ich mit dem Professor verbracht habe, schnell gemerkt habe, dass er gelegentlich mal aufbrausend werden kann.
Stattdessen frage ich ihn, wie es für ihn nun wissenschaftlich weiter geht. „Na, eigentlich ist das doch klar, oder nicht? Die Paarbildung von Gravitronen kennen wir ja, aber warum das so ist, das ist mir noch nicht ganz klar. Da muss ich noch weiter drüber nachdenken.“ Auf die Frage ob er denkt, dass die Gerüchte wahr sind, dass er für seine Entdeckung zum Nobelpreis in Aussicht steht wiegelt er ab. „Mit der Entscheidung habe ich nichts am Hut. Außerdem ist das wohl ziemlich anstrengend. Mit Bankett und Rede halten und allem. Ich weiß nicht ob das mir meine Zeit wert wäre.“
Mit diesen Worten bedanke ich mich für die Zeit, die sich der Professor für mich genommen hat, und wünsche ihm weiterhin viel Erfolg und gutes Gelingen. Er nickt nur zustimmend und brummt ein wenig. Dann Bedanke ich mich auch bei dem Doktoranden, der mich zum Professor begleitet hatte und der die ganze Zeit stumm zu Gegen war, und mache mich auf den Heimweg.“

„Was für ein wundersamer Mann“ ist der deutlichste Gedanke, der mich auf dem Weg begleitet. „Aber ein Genie. Ohne jeden Zweifel“.

- Eine Kolumne von Robert Hausknecht
 

Laviic

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Auszüge aus dem Medizinischen Protokoll von Dipl. Psychologe Herr Dr. Manfred Läufer

21.10.2086
- Patient klagt über ständige Angstzustände die er selbst als Unsinn bezeichnet.
- Psychosomatische Stressreaktionen umfassen Schwindel und Muskelschwäche
- Zustand besteht seit ca. 14 Tagen. Patient zeigt Verschlechterung der Symptome an.
- Anamnese psychologisch unauffällig vor Symptomerscheinung
- Arbeitsbelastung sehr hoch
- Soziales Umfeld mangelhaft
- Escitalopram 150mg 1xT und 14 Tage Ruhe verordnet


26.10.2086
- Patient meldet sich per Interlayer-Call und wirkt panisch.
- Patient beschwört wiederholt die Annahme beobachtet zu werden, begreift die empfundene Bedrohung aber weiterhin als irreal.
- Patient berichtet über zunehmende Schwindel- und Schwächezustände bis hin zur Handlungsunfähigkeit
- Patient berichtet von akustischen Falschwahrnehmungen die sich in Form von „Glockenläuten“ manifestieren
- Rezept für 50mg Alprazolam 2xT zur Beruhigung übermittelt, zur Überbrückung des Wirkungsbeginn des Escitalopram


29.10.2086
- Patient stürzt in die Praxis unter lautem Rufen. „Die Angst! Die Glocken! Machen sie was! Das muss aufhören! Ich kann so nicht arbeiten!“
- Patient aufgelöst, panisch und nur schwer ansprechbar.
- Benzodiazepin verabreicht um Patient zu sedieren
- Sofortige Überweisung an stationäre Behandlung im Klinikum beantragt.
- Patient stimmte der Maßnahme zu und wurde an den Krankentransport übergeben




Tages-Ticker-Artikel 31.10.2086

„Verschwunden: Professor Alvin Van der Brugge“

„Der weit bekannte Professor Alvin Van der Brugge ist am vergangenen Mittwoch, 30.10., aus einer Nervenheilanstalt in Bad-Herrenalb verschwunden. Berichten zufolge litt her Van der Brugge seit einiger Zeit an schweren psychischen Beschwerden und Verfolgungswahn. Die Polizei geht von einer Flucht bedingt durch die psychische Störung aus und bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Der Mann ist möglicherweise verwirrt und desorientiert. Bei sachdienlichen Hinweisen, melden sie sich bitte unverzüglich bei den lokalen Behörden.“

[Edits: Hab ein paar Tippfehler behoben]
 
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